Sonntag um 11:00 Uhr
/ 2017
1. Woche
Plakatmotiv "100 Kinos erinnern Bruno Schulz  weltweit. Zum – 75. Jahrestag seiner Ermordung -"
BILDER FINDEN – Der Film
2017 ist der 125. Geburts- und 75. Todestag von Bruno Schulz (1892 – 1942)

Bruno Schulz, der weltweit hochgeachtete polnisch-jüdische Schriftsteller (in 26 Sprachen übersetzt) und Maler hat unter dem Schrecken der deutschen Besatzung 1941/42 in der galizischen Stadt Drohobycz, um sein Leben zu retten, in der von dem Wiener SS-Führer Felix Landau okkupierten Villa Wandfresken für dessen Kinder gemalt.
Am 19. November 1942 ist Bruno Schulz von der SS erschossen worden.

 Diese Wandbilder sind nach dem Ende des II. Weltkriegs trotz intensiver Suche nicht wieder gefunden worden.

Am 9. Februar 2001, hat das Filmteam des Dokumentarfilmers Benjamin Geissler die lange verschollenen geglaubten Bilder wiederentdeckt.

Im Mai 2001 wurden Fragmente dieser Wandmalereien von Mitarbeitern der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem in einer geheimen Aktion aus den Wänden der Villa herausgetrennt und illegal nach Israel ausgeführt. Das Vorgehen Yad Vashem’s führte zu einer weltweiten Kontroverse (Titelseite New York Times, Time Magazine, Le Monde, La Repubblica, The Guardian, Ha’aretz, Gazeta Wyborcza, Neue Zürcher Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, etc..).

 „Bilder finden” dokumentiert filmisch minutiös, die Suche, das Finden und das Verschwinden der Wandmalereien des Bruno Schulz. Dabei erzählt der Film auch die Geschichte einer der umstrittensten Museums- Akquisitionen der letzten Jahre. Yad Vashem beansprucht das moralische Recht die Arbeiten zu „sichern”. Ukrainische und polnische Offizielle sprechen von einem Verbrechen. Aber was sagen jüdische Menschen aus Drohobycz in der Ukraine und in Israel dazu...

Mehr Infos zum Film unter http://www.benjamingeissler.de/DEUTSCH/index-DE.htm
Samstag um 15:00 Uhr

Regie: Luc Jacquet

Frei ab 0 Jahren
D / 2017
4. Woche
Plakatmotiv "Die Reise der Pinguine 2"
Ein Wiedersehen mit der Antarktis: Zwölf Jahre, nachdem Regisseur Luc Jacquet mit seinem Dokumentarfilm „Die Reise der Pinguine“ den Oscar® gewann, kehrt er in die Heimat der Kaiserpinguine zurück. „Die Reise der Pinguine“ gehört mit über 25 Millionen Zuschauern weiterhin zu den weltweit erfolgreichsten Naturdokumentationen. Auch in Deutschland erzielt der Film mit 1,4 Millionen Zuschauern für eine Doku einen bis dahin ungeahnten Erfolg. Die Faszination für die einzigartigen Bewohner der Antarktis hat Jacquet nie losgelassen, und so organisierte er erneut eine Expedition ins ewige Eis, die sich im Herbst 2015 auf den Weg machte, über Monate hinweg unter extremsten Bedingungen das Leben in diesem einzigartigen Ökosystem zu filmen, das wie kaum ein anderes unmittelbar vom Klimawandel bedroht wird. Jacquet und sein Team drehten größtenteils in 4K-Ultra-HD-Auflösung und setzten dabei auch Drohnen und Tauchboote, die mit Kameras ausgestattet waren, ein. So entstanden sensationelle, noch nie dagewesene Bilder.
Mehr Infos zum Film unter http://www.wildbunch-germany.de/movie/die-reise-der-pinguine-2
Sonntag um 13:15 Uhr

Regie: Claus Räfle

Frei ab 12 Jahren
D / 2017
9. Woche
Plakatmotiv "Die Unsichtbaren - Wir wollen leben"
Unglaublich, aber wahr: Während des Zweiten Weltkriegs gelingt es einigen jungen Juden, in der Anonymität Berlins unsichtbar zu werden.

 Berlin, 1943. Das Nazi-Regime hat die Reichshauptstadt offiziell für „judenrein“ erklärt. Doch einigen Juden gelingt tatsächlich das Undenkbare. Sie werden unsichtbar für die Behörden. Oft ist es pures Glück und ihre jugendliche Unbekümmertheit, die sie vor dem gefürchteten Zugriff der Gestapo bewahrt. Nur wenige Vertraute wissen von ihrer wahren Identität. Da ist Cioma Schönhaus, der heimlich Pässe fälscht und so das Leben dutzender anderer Verfolgter zu retten versucht. Die junge Hanny Lévy blondiert sich die Haare, um als scheinbare Arierin unerkannt über den Ku’damm spazieren zu können. Eugen Friede verteilt nachts im Widerstand Flugblätter. Tagsüber versteckt er sich in der Uniform der Hitlerjugend und im Schoße einer deutschen Familie. Und schließlich ist da noch Ruth Gumpel, die als Kriegswitwe getarnt, NS-Offizieren Schwarzmarkt-Delikatessen serviert. Sie alle kämpfen für ein Leben in Freiheit, ohne wirklich frei zu sein...

DIE UNSICHTBAREN ist ein außergewöhnliches Drama, dessen Drehbuch auf Interviews basiert, die Regisseur Claus Räfle und Ko-Autorin Alejandra López mit Zeitzeugen geführt und in ihren Film integriert haben. Sie erzählen die spannende und hoch emotionale Geschichte dieser wagemutigen Helden und widmen sich damit einem weitgehend unbekannten Kapitel des jüdischen Widerstands.


Mehr Infos zum Film unter http://https://www.youtube.com/watch?v=IyECKXy80Uw
Sonntag um 17:45 Uhr
Mittwoch um 14:00 Uhr

Regie: Ai Weiwei

USA / 2017
2. Woche
Plakatmotiv "Human Flow"
Rund um die Welt sind derzeit mehr als 65 Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um vor Hunger, Klimawandel und Krieg zu fliehen. HUMAN FLOW ist eine epische filmische Reise des international renommierten Künstlers Ai Weiwei, in der er dieser gewaltigen Völkerwanderung ein bildgewaltiges und eindrucksvolles Gesicht gibt. Der Dokumentarfilm beleuchtet das erschütternde Ausmaß dieser Bewegung ebenso wie ihre zutiefst persönlichen Auswirkungen auf den Einzelnen.

Im Verlauf eines ereignisreichen Jahres folgt der Film einer Reihe von bewegenden Geschichten von Menschen rund um die Welt durch 23 Länder, u.a. Afghanistan, Bangladesch, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Irak, Israel, Italien, Kenia, Mexiko und Türkei. HUMAN FLOW begleitet die Menschen auf ihrer verzweifelten Suche nach Sicherheit, Schutz und Gerechtigkeit: von überfüllten Camps über lebensgefährliche Meeresüberquerungen zu von Stacheldraht bewehrten Grenzen; von Vertreibung und Desillusionierung zu Mut, Ausdauer und Anpassung; von der quälenden Erinnerung an das zurückgelassene Leben zu unsicheren Zukunftsaussichten. HUMAN FLOW erscheint in einer kritischen Zeit, in der Toleranz, Mitgefühl und Vertrauen mehr denn je gebraucht werden. Der eindringliche Film ist ein Zeugnis für die Unantastbarkeit der menschlichen Würde und wirft eine der Fragen auf, die prägend für dieses Jahrhundert sein werden: Wird unsere globale Gesellschaft es schaffen, sich von Furcht, Isolation und Eigennutz zu lösen und einen Weg der Offenheit, Freiheit und des Respekts für Menschlichkeit einschlagen?

Mehr Infos zum Film unter http://www.humanflow-derfilm.de/
Donnerstag, Montag bis Dienstag um 16:15 Uhr

Regie: Aisling Walsh

Frei ab 12 Jahren
CDN / 2017
7. Woche
Plakatmotiv "Maudie"
Kanada, 1930er Jahre. Everett Lewis (Ethan Hawke) lebt als Hausierer zurückgezogen an der Ostküste. Gegen die Einsamkeit und für etwas Ordnung in seiner kleinen Kate entscheidet er sich, eine Haushälterin zu engagieren. Aber auf seine Annonce meldet sich einzig Maud Dowley (Sally Hawkins). Als Kind an rheumatischer Arthritis erkrankt, ist sie sehr zierlich, humpelt und ihre Hände sind verkrüppelt. Maud hat nur einen Wunsch, sie will weg von der Familie, die ihr nichts zutraut.

Und sie will malen. Die ersten Ölfarben bekommt sie von Everett geschenkt. Da hat er längst erkannt, dass Maud als Haushälterin nichts taugt. Statt zu putzen, bemalt sie lieber Stück für Stück das ganze Haus mit farbenfrohen Bildern. Doch trotz alledem, oder gerade deswegen, empfindet Everett mehr und mehr für Maud, auch wenn Liebe und zarte Gefühle bisher in seinem Leben nicht vorkamen.

MAUDIE erzählt die wahre und sehr berührende Geschichte von Everett und Maud, die beide vom Leben nie begünstigt wurden, aber durch ihre Liebe füreinander das größte Glück fanden. Noch in den letzten Jahren ihres Lebens erlebte Maud Lewis ihren Durchbruch als Folk Art Künstlerin. Ihre Gemälde hängen heute in zahlreichen Kunstsammlungen weltweit.


Mehr Infos zum Film unter http://maudie-derfilm.de/
Donnerstag bis Freitag, Dienstag um 20:45 Uhr
Samstag um 21:45 Uhr
Sonntag um 20:30 Uhr OmU
Montag um 20:45 Uhr OmU

Regie: George Clooney

USA / 2017
3. Woche
Plakatmotiv "Suburbicon"
Willkommen im sonnigen Suburbicon, einer Vorstadtgemeinde mit immerwährend glücklichen und jungen Familien mitten im Herzen von Amerika. Mit seinen erschwinglichen Häusern und gepflegten Rasenflächen ist Suburbicon in den 1950er Jahren die idyllische Postkarten-Antwort auf den amerikanischen Traum. Das Leben der Familie Lodge, die ein wichtiger Pfeiler der Gemeinde ist, wird eines Tages auf den Kopf gestellt, als ein Einbruch in ihrem Haus eskaliert und zum Tod der Mutter führt. Die Lodges geraten in einen Strudel ungewöhnlicher und höchst verdächtiger Ereignisse, der sie immer tiefer in ein Netz von Verrat und Erpressung hineinzieht. Der junge Nicky Lodge versucht währenddessen mit dem Verlust seiner Mutter klarzukommen und die seltsamen egoistischen Machenschaften der Erwachsenen zu verstehen. Doch seine Neugierde behindert die Versuche seines Vaters eine neue Familienordnung herzustellen. Während das Chaos, das im Zuhause der Lodges immer weiter um sich greift, nach außen hin unbemerkt bleibt, gerät die Gemeinde zunehmend zu einem wütenden Mob: Der Grund dafür ist die erste farbige Familie, die soeben in die Nachbarschaft zieht...
Mehr Infos zum Film unter http://www.suburbicon-film.de/trailer/
Samstag um 19:00 Uhr
Mittwoch um 20:30 Uhr

Regie: Ruben Östlund

Frei ab 12 Jahren
S D DK F / 2017
9. Woche
Plakatmotiv "The Square"
Gewinner der Goldenen Palme (Palme d'or) als Bester Film auf den Filmfestspielen von Cannes 2017.

Christian (Claes Bang) ist der smarte Kurator eines großen Museums in Stockholm. Die nächste spektakuläre Ausstellung, die er vorbereitet, ist "The Square". Es handelt sich um einen Platz, der als moralische Schutzzone fungieren und das schwindende Vertrauen in die Gemeinschaft hinterfragen soll. Doch wie bei den meisten modernen Menschen reicht auch bei Christian das Vertrauen nicht weit – er wohnt abgeschottet in einem stylishen Apartment und würde seinen Tesla nicht unbeaufsichtigt in einer zwielichtigen Gegend parken. Als Christian ausgeraubt wird und ihm kurz darauf die provokante Mediakampagne zu "The Square" um die Ohren fliegt, geraten sein Selbstverständnis wie auch sein Gesellschaftsbild schwer ins Wanken.

Prämiert mit der Goldenen Palme der Filmfestspiele von Cannes begibt sich THE SQUARE in die schillernde Welt der modernen Kunst und öffnet ihre moralischen Falltüren. In seiner klug inszenierten und äußerst unterhaltsamen Satire wirft Regisseur Ruben Östlund (HÖHERE GEWALT) brisante Fragen zum Zustand der heutigen Gesellschaft auf. Neben Hauptdarsteller Claes Bang (DIE BRÜCKE) vereint Östlund die Schauspiel-Stars Elisabeth Moss (MAD MEN) und Dominic West (THE WIRE) in seinem Ensemble.


Mehr Infos zum Film unter http://thesquare-film.de/
Donnerstag, Dienstag um 18:30 Uhr
Freitag um 14:15 Uhr
Samstag um 16:45 Uhr
Sonntag um 15:30 Uhr
Montag um 18:30 Uhr OmU

Regie: Stephen Frears

Frei ab 6 Jahren
GB / 2017
2. Woche
Plakatmotiv "Victoria & Abdul"
Normale Schauspielerinnen verwenden Makeup – große Schauspielerinnen wachsen in ihre Rollen hinein: Vor 20 Jahren hat die legendäre Oscar-Preisträgerin Judi Dench in Ihre Majestät Mrs. Brown zum ersten Mal Queen Victoria dargestellt (und dafür den Golden Globe und den BAFTA Award gewonnen). Nun ist Dame Judi erneut in dieser Rolle zu sehen – als Victoria, die 1887, ein Vierteljahrhundert nach den Ereignissen des ersten Films, das 50. Jubiläum ihrer Thronbesteigung feiert.

In dem neuen Kapitel der königlichen Biografie Victoria and Abdul lernt die von ihrem Volk über alle Maßen geliebte Monarchin bei den aufwändigen Feierlichkeiten den jungen Angestellten Abdul Karim (Ali Fazal) kennen – er ist aus Indien angereist, um das Jubiläum in London mitzuerleben. Überraschend nimmt die Queen Karim in ihren Hofstaat auf – zunächst als Kellner. Doch sehr schnell gewinnt er ihr volles Vertrauen und entwickelt sich zu einer Art Katalysator für die Gefühle der Königin, die sich durch die Jahrzehnte ihrer Regentschaft zunehmend eingeengt fühlt. Zwischen den beiden wächst eine Treue und Freundschaft, die am Hof bald zu Misstrauen, Neid und Intrigen führen. Aber mithilfe ihres Freundes Karim beginnt die Queen den Wandel der Zeiten besser zu begreifen – was ihre letzten Lebensjahre mit neuer Freude und Menschlichkeit erfüllt.

Royal-Experte Stephen Frears hat mit The Queen schon vor zehn Jahren ein fulminantes Kapitel aus dem englischen Königshaus aufgeblättert – nämlich über Victorias Ur-Urenkelin Elizabeth II.

Mehr Infos zum Film unter http://https://www.universalpictures.at/victoriaundabdul
Freitag um 16:30 Uhr Zu Gast: Produzent Thorsten Pollfuss
Mittwoch um 17:00 Uhr

Regie: Hermann Pölking

Frei ab 12 Jahren
D / 2017
1. Woche
Plakatmotiv "Wer war Hitler"
Nicht erst seit Hitlers Tod wurde zahllos versucht, sich dem Mann aus Braunau in Oberösterreich anzunähern und das „Phänomen“ Adolf Hitler zu erklären. So aber ist seine Biografie noch nie erzählt worden: In dem Dokumentarfilm WER WAR HITLER kommen neben knappen Verortungen durch eine Sprecherin ausschließlich Zeitgenossen und Hitler selbst zu Wort: keine Interviews, kein Reenactment, keine Erklärgrafiken und technischen Spielereien. Die Aussagen aus Tagebüchern, Briefen, Reden und Autobiographien werden mit neuem, vielfach unveröffentlichtem Archivmaterial montiert. Hitlers Leben und Wirken spiegelt sich so auf einmalige Weise im Gesellschaftsbild der Jahre 1889 bis 1945.
Mehr Infos zum Film unter http://wer-war-hitler.de/