'Nächste Woche'Sommer 1980 in der DDR . Barbara hat einen Ausreiseantrag gestellt. Sie ist Ärztin, nun wird sie strafversetzt, aus der Hauptstadt in ein kleines Krankenhaus tief in der Provinz, weitab von allem. Jörg, ihr Geliebter aus dem Westen, arbeitet an der Vorbereitung ihrer Flucht, die Ostsee ist eine Möglichkeit.
Hochspannend und emotional, dicht und ganz gegenwärtig erzählt Christian Petzold von Menschen, die sich mit größter Wachheit begegnen; von einer Wahrheit, die es nicht ohne die Lüge gibt, und der Liebe, die vor sich selber auf der Hut ist; von der Freiheit zu gehen und der Freiheit zu bleiben.
Sieben Engländer im höheren Alter (Bill Nighy, Maggie Smith, Tom Wilkinson, Judi Dench, Celia Imrie, Penelope Wilton, Ronald Pickup) reisen aus den unterschiedlichsten Gründen nach Indien und landen alle im "Best Exotic Marigold Hotel", das seine besten Zeiten schon hinter sich hat. Das Hotel, das von einem hoch-motivierten jungen Inder (Dev Patel) aus der Krise wieder zu altem Ruhm geführt werden soll, versprüht dennoch seinen ganz eigenen Charme. Und schon bald überträgt sich die magische Wirkung Indiens auf die Gruppe der Reisenden - bei jedem der Sieben auf seine ganz eigene Art…
Eine kleine Insel vor der Küste Neuenglands im Sommer 1965: Ausgestattet mit allem, was man zum Überleben in der Wildnis benötigt, büchst der junge Pfadfinder Sam (Jared Gilman) aus dem Sommercamp aus, um mit seiner Freundin Suzy (Kara Hayward) durchzubrennen. Der ganze Ort steht daraufhin Kopf, und eine fieberhafte Suche nach den 12-jährigen Ausreißern beginnt.
An ihr beteiligen sich neben den hysterischen Eltern des Mädchens (Bill Murray, Frances McDormand) auch der Dorf-Sheriff (Bruce Willis), der Oberpfadfinder (Edward Norton) des Ferienlagers und eine überambitionierte Sozialarbeiterin (Tilda Swinton). Je schwieriger sich die von großem Tumult begleitete Aktion gestaltet, desto mehr dämmert allen Beteiligten, dass die Liebe zwischen den flüchtigen Teenies doch wohl sehr groß sein muss.
Wes Anderson, Großmeister des skurrilen Humors, schickt ein beeindruckendes Staraufgebot in schauspielerischer Höchstform auf einen Suchtrip, der von absurder Situationskomik und akuten Nervenzusammenbrüchen begleitet wird, bis eine gefährliche Unwetterfront die erhitzten Gemüter zur Abkühlung zwingt. Aber wer suchet, der findet auch - nicht zuletzt die eigene Beschränktheit und verlorene Träume!
Text: Tobis
Eine Ikone wie Marilyn Monroe scheint auf ewig mit bestimmten Bildern, Posen und Sätzen verbunden. Die berühmte Szene mit dem wehenden Kleid aus „Manche mögen’s heiß“ oder das gehauchte Geburtstagsständchen an John F. Kennedy sind dafür nur zwei Beispiele. Jede Schauspielerin, die als Marilyn Monroe auftritt, muss sich mit diesen Bildern vergleichen lassen. Michelle Williams („Brokeback Mountain“, „Blue Valentine“) scheute dieses Wagnis nicht – zum Glück. Für ihre angenehm klischeereduzierte Darbietung erhielt sie eine verdiente Oscar-Nominierung. Dabei ist „My Week with Marilyn“ sowohl ein Film über den vielleicht größten Kinostar des 20. Jahrhunderts als auch über eine kurze aber intensive Liebe.
Carmen Losmann, beobachtet in ihrer Langzeitdokumentation große deutsche Unternehmen beim Personalmanagement und bei der Arbeitsplatzgestaltung.
Das hört sich zunächst unspektakulär an. Und doch hat man nach dem Film den Eindruck die größte gesellschaftliche Fehlentwicklung seit der Atomkraft entdeckt zu haben. Denn was sich hinter den Türen des Assessment-Managements abspielt, hat mit einer nachhaltigen Entwicklung nichts zu tun.
Unter dem Druck der Globalisierung zählt für die Unternehmen nur Wachstum. Als Motor des Wachstums gelten die Mitarbeiter, die mit immer neuen Produktideen und immer optimaleren Abläufen den Wachstumsgeist des Unternehmens in die Zukunft tragen. Man unterscheidet richtige Mitarbeiter und falsche, die sich nicht schnell genug den globalisierten Anforderungen anpassen. Der Druck der Unternehmer wird in die Köpfe und Seelen der Mitarbeiter verlagert. Ein Wachstumserfolg ist das Ziel. Mit einer Rhetorik, als ginge es um eine Mondmission, wird ein neuer 'Eistee' in den Markt geworfen.
Die Firmen, die die Zukunftsfähigkeit der Altmitarbeiter überprüfen, schulen gleichzeitig die Bewerbung neuer Jungmanager. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier um der Karriere willen Rollenspiele eingeübt werden. Die Assessment-Management Firmen verdienen an allen Kriegsschauplätzen. Man fragt sich, was ist das Greifbare, das Echte in dieser Welt. Es kann nur das Gehalt sein, die Boni sonst nichts. In Carmen Losmanns Film, der vermutlich seiner Zeit weit voraus ist, wird man Zeuge, wie sich die Managementblase der großen Konzerne aufbläht. Ein zutiefst beunruhigendes Erlebnis.
In unserer modernen Arbeitswelt bedeutet die Sanierung eines Betriebes die Sanierung der Mitarbeiter.
„Eine brillant gemachte Dokumentation, exzellent und aufregend.“ Screen Daily
„Zum Fürchten ist die schöne neue Arbeitswelt, die Carmen
Losmann in „Work Hard – Play Hard“ so kühl wie klug darlegt.“
Süddeutsche Zeitung
Interview mit der Regisseurin auf Meine Südstadt.de:
http://www.meinesüdstadt.de/kultur/%E2%80%9Ege-changed%E2%80%9C