Samstag um 13:30 Uhr

Regie: Alexandre Mourot

Frei ab 0 Jahren
F / 2017
5. Woche
Plakatmotiv "Das Prinzip Montessori - Die Lust am Selber-Lernen"
DAS PRINZIP MONTESSORI – DIE LUST AM SELBER-LERNEN taucht ein in die magische Welt der geistigen Autonomie des Menschen, die Maria Montessori vor 100 Jahren erstmals ausformulierte.
Als der Filmemacher Alexandre Mourot zum ersten Mal Vater wird, kommen eine ganze Menge neuer Fragen auf ihn zu. Sobald sie laufen kann, möchte seine Tochter alles entdecken und vor allem – auf eigene Faust und ohne Hilfe. Dabei gibt es allerlei Gefahren, die jedem Erwachsenen den Angstschweiß auf die Stirn treiben: an der Kante kann man stolpern, von der Leiter lässt es sich gut fallen oder von der Treppe schön herunterpurzeln. Alexandre Mourot fragt sich, was treibt meine Tochter eigentlich an und wie soll ich mich dazu verhalten? Als er feststellt, wie groß die Fortschritte seiner Tochter sind, wenn er sie einfach gewähren lässt und ihre eigenen Energien respektiert, beginnt er sich für die Montessori-Pädagogik zu interessieren. Ausgerüstet mit seiner Kamera besucht er Frankreichs älteste Montessori-Schule. Hier trifft er auf glückliche Kinder, die die Vorteile ihrer Freiheit genießen und doch sehr diszipliniert ihren „Aufgaben“ nachgehen. Ob lesen, Brot backen, rechnen lernen, schlafen oder spielen – die Erzieher bleiben sehr diskret und im Hintergrund. Es sind die Kinder, die dem Regisseur durch ihre Entwicklung eine ganz eigene Dramaturgie vorgeben und so zu den eigentlichen Erzählern ihrer Geschichte werden.

Alexandre Mourots Dokumentarfilm ist ein ehrlicher und intimer Einblick in die bezaubernde Magie des Lernens. Auf den Spuren der Montessori-Pädagogik zeigt der Film in so bewegenden wie charmanten Beobachtungen, welcher Schatz sich in unseren Kindern verbergen kann.

Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=vks7sMzf8Co
Mittwoch um 20:30 Uhr

Regie: Alice Rohrwacher

Frei ab 0 Jahren
I D F CH / 2018
3. Woche
Plakatmotiv "Glücklich wie Lazzaro"

"Glücklich wie Lazzaro‘ ist die Geschichte eines unscheinbaren Heiligen, der keine Wunder vollbringt, der keine besonderen Fähigkeiten oder magischen Kräfte besitzt, eine Geschichte ohne Special Effects. Ein Heiliger, der in dieser Welt lebt und von niemandem etwas Böses denkt, der immer an die Menschen glaubt. Eine Geschichte, die von der Möglichkeit des Gutseins erzählt, die die Menschen immer ignoriert haben und die dennoch immer wieder auftaucht, um sie in Frage zu stellen; wie etwas, was hätte sein können, aber was wir niemals wollten.

Italienischer Neorealismus trifft magischen Realismus, einer der interessantesten und ungewöhnlichsten Filme des Jahres!


Mehr Infos zum Film unter http://www.lazzaro-film.de/
Sonntag um 13:15 Uhr
Mittwoch um 16:15 Uhr

Regie: Richard Eyre

Frei ab 12 Jahren
GB / 2018
8. Woche
Plakatmotiv "Kindeswohl"
Fiona Maye (Emma Thompson) ist eine erfahrene Familienrichterin in London. Ausgerechnet als ihre Ehe mit Jack (Stanley Tucci) in eine tiefe Krise gerät, wird ihr ein eiliger Fall übertragen, bei dem es um Leben und Tod geht: Der 17-jährige Adam (Fionn Whitehead) hat Leukämie, doch als Zeugen Jehovas lehnen er und seine Eltern eine rettende Bluttransfusion ab. Fiona muss entscheiden, ob das Krankenhaus den Minderjährigen gegen seinen Willen behandeln darf. Die Auseinandersetzung mit dem intelligenten Jungen führt Fiona zu einer Entscheidung, die auch ihr eigenes Leben verändern wird.

Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=NahBCuoqESU
Donnerstag bis Freitag, Sonntag bis Dienstag um 20:20 Uhr
Donnerstag bis Dienstag um 15:30 Uhr
Samstag um 20:30 Uhr

Regie: Joachim Lang

Frei ab 6 Jahren
D / 2017
4. Woche
Plakatmotiv "Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm"
Nach dem überragenden Welterfolg von „Die Dreigroschenoper“ will das Kino den gefeierten Autor des Stücks für sich gewinnen. Doch Bertolt Brecht (Lars Eidinger) ist nicht bereit, nach den Regeln der Filmindustrie zu spielen. Seine Vorstellung vom „Dreigroschenfilm“ ist radikal, kompromisslos, politisch, pointiert. Er will eine völlig neue Art von Film machen und weiß, dass die Produktionsfirma sich niemals darauf einlassen wird. Ihr geht es nur um den Erfolg an der Kasse. Während vor den Augen des Autors in seiner Filmversion der Dreigroschenoper der Kampf des Londoner Gangsters Macheath (Tobias Moretti) mit dem Kopf der Bettelmafia Peachum (Joachim Król) Form anzunehmen beginnt, sucht Brecht die öffentliche Auseinandersetzung. Er bringt die Produktionsfirma vor Gericht, um zu beweisen, dass die Geldinteressen sich gegen sein Recht als Autor durchsetzen … Ein Dichter inszeniert die Wirklichkeit – Das hat es noch nie gegeben!

Nach „Die Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht und Kurt Weill unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann sowie „Die Beule – Ein Dreigroschenfilm", „Dreigroschenroman", „Der Dreigroschenprozeß – Ein soziologisches Experiment“ und weiteren Texten von Bertolt Brecht.

Mehr Infos zum Film unter https://www.wildbunch-germany.de/movie/brechts-dreigroschen-film
Sonntag um 11:00 Uhr
Frei ab 0 Jahren
D / 2017
1. Woche
Plakatmotiv "Stuttgarter Ballett: John Crankos Onegin"
Mit Onegin heimste Choreograph John Cranko nicht nur selbst weltweite Anerkennung ein, sondern verhalf auch dem Stuttgarter Ballett zu seinem Ruf als eine der weltweit führenden Ballett-Compagnien. Seit 50 Jahren schon gilt seine Inszenierung als zeitloses Meisterwerk und überzeugt auch zum Jubiläum in all seinen Facetten.

Der blasierte Großstädter Onegin trifft auf die junge Tatjana, die sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Onegin jedoch erteilt ihr eine Abfuhr und bereut seine Entscheidung erst, als er sie nach Jahren wiedertrifft – bildschön, zur Frau gereift und verheiratet. Seine Bitte um eine zweite Chance schlägt Tatjana aus und schickt ihn fort, trotz eigentlich erwiderter Lieben. Traurig und mit gebrochenem Herzen bleibt sie allein zurück.

Alicia Amatriain brilliert als Tatjana, neben ihr Friedemann Vogel als „elegantester, elegischster Onegin aller Zeiten“, wie die Südwest Presse ihn preist. Aus Tschaikowskys unvergesslichen Klavierstücken, Opernthemen und symphonischen Dichtungen erschuf Kurt-Heinz-Stolze eine maßgeschneiderte Ballett-Partitur von musikalischer Einzigartigkeit. Eine leidenschaftliche Liebesgeschichte, voll choreographischer Wucht und Größe, die jeden fesseln und berühren wird.

Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=n7TPkPD2Xbc
Mittwoch um 18:30 Uhr

Regie: Wolfgang Fischer

D / 2018
4. Woche
Plakatmotiv "Styx"
So., 16.09. in Anwesenheit des Regisseurs Wolfgang Fischer.

Bildgewaltig erzählt Regisseur Wolfgang Fischer in STYX von einer starken Frau, die auf einem Segeltörn unvermittelt aus ihrer heilen Welt gerissen wird.

Rike (Susanne Wolff) bestreitet in Köln als Notärztin ihren Alltag, bevor sie ihren Urlaub in Gibraltar antritt. Dort sticht sie alleine mit ihrem Segelboot in See. Ziel ihrer Reise ist die Atlantikinsel Ascension Island. Ihr Urlaub wird abrupt beendet, als sie sich nach einem Sturm auf hoher See in unmittelbarer Nachbarschaft eines überladenen, havarierten Fischerbootes wiederfindet. Mehrere Dutzend Menschen drohen zu ertrinken. Rike folgt zunächst der gängigen Rettungskette und fordert per Funk Unterstützung an. Als ihre Hilfsgesuche unbeantwortet bleiben, die Zeit drängt und sich eine Rettung durch Dritte als unwahr- scheinlich herausstellt, wird Rike gezwungen zu handeln.

Mehr Infos zum Film unter https://www.24-bilder.de/filmdetail.php?id=741
Donnerstag bis Dienstag um 18:00 Uhr
Mittwoch um 14:00 Uhr

Regie: Oliver Haffner

Frei ab 6 Jahren
D / 2018
2. Woche
Plakatmotiv "Wackersdorf"

Oberpfalz, 1980er Jahre: Die Arbeitslosenzahlen steigen und der Landrat Hans Schuierer (Johannes Zeiler) steht unter Druck, Perspektiven für die Bevölkerung zu schaffen. Da erscheinen ihm die Pläne der Bayerischen Staatsregierung wie ein Geschenk: In der beschaulichen Gemeinde Wackersdorf soll eine atomare Wiederaufbereitungsanlage (WAA) gebaut werden, die wirtschaftlichen Aufschwung für die ganze Region verspricht. Doch als der Freistaat ohne rechtliche Grundlage mit Gewalt gegen Proteste einer Bürgerinitiative vorgeht, die sich für den Erhalt der Natur in ihrer Heimat einsetzt, steigen in Schuierer Zweifel auf. Vielleicht ist die Anlage doch nicht so harmlos wie behauptet. Er beginnt nachzuforschen und legt sich mit der mächtigen Strauß-Regierung an.

Hier noch drei schöne Pressestimmen:

Mit „Wackersdorf“ gelingt Oliver Haffner ein Film der Stunde. Und er tappt nicht in die Eventfilm-Überwältigungsfalle. … Dem Werk ist die jahrelange Reifezeit der Stoffentwicklung anzumerken, ebenso der Umstand, dass Menschen beteiligt waren, die Zeit und Gegend gut kennen.
Die Welt

Regisseur und Co-Autor Oliver Haffner hat nicht den emphatischen Demonstrationsfilm gedreht, der dieser Zeit vielleicht ein populäres Denkmal setzen würde. Er macht etwas Schöneres: In einfachen Bildern fühlt er sich ein in das unverwüstliche Genre des Heimatfilms.
Frankfurter Rundschau

„Wackersdorf“ – kein billiges, politisch einseitiges Pamphlet. Ganz im aufregenden Gegenteil. Sondern ein spannender, faszinierend-authentischer, hervorragend bis in den kleinsten Nebenpart besetzter Ensemble-„Krimi“ mit faktischem Polit-Hintergrund. Die Kino-Zeit vergeht wie im Fluge, so prächtig funktioniert dieser thematisch weit über die bayerische Region hinausgehende und heute einmal mehr lebendiger Aufreger  = Motto: Wehrt Euch, leistet Widerstand = von überragendem Spannungs-Kino (= 4 1/2 PÖNIs).
Poenack


Mehr Infos zum Film unter http://www.wackersdorf-film.de