
Die Filme in der Woche vom 05.11. bis 11.11.2026:
Regie: Andreas Dresen
D / 2026
10. Woche
Seit seiner Pensionierung meckert Harry (Joachim Król) nur noch rum, trinkt Weizenbier und pflegt seinen Rittersporn. Findet Lore (Dagmar Manzel). Sie klammert sich an ihren Job als Bibliothekarin, organisiert peinliche Lesungen und verehrt ihre Dichter wie Propheten. Findet Harry. Für ein altes Ehepaar reden die beiden erstaunlich viel – und meinen doch meistens etwas anderes.
Als Tochter Julia zum dritten Mal heiraten will, ist der Streit programmiert und doch nur die Spitze des Eisbergs. In vierzig Jahren Ehe sammelt sich einiges an. Unter der Oberfläche brodelt es: unausgesprochene Fragen, alte Eifersucht, der Streit um Harrys Phlegma und um den Sinn eines Hochdruckreinigers. Während Harry seinen Garten hegt, träumt Lore von einem anderen Leben, von Reisen, von Aufbruch. Sie fühlt sich kraftlos und fragt sich immer dringlicher: War das schon alles? Welche Chancen hat sie verpasst? Ist es mit über sechzig zu spät für einen Neuanfang? Harry trinkt sein Bier, raucht, schweigt. Und bemerkt doch ihre Not.
Eine kluge Liebesgeschichte über zwei Menschen, die sich nach vierzig Jahren Ehe noch einmal neu begegnen. Bissig, ironisch, sentimental, heiter und zart.
Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder, der unlängst im Hanser Verlag neu aufgelegt wurde, erzählen der Regisseur Andreas Dresen und die Drehbuchautorin Laila Stieler die berührende Geschichte zweier Menschen, die nach vier Jahrzehnten Jahren Ehe entdecken, dass es für Veränderungen nie zu spät ist.
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Regie: Jens Meurer
D / 2026
3. Woche
Die Kamera begleitet den 90-Jährigen bei der Begegnung mit jungen Künstler.innen, Politiker.innen sowie seiner Familie und verwebt dieses Material mit ikonischen, teils unveröffentlichten Archivaufnahmen. So entsteht ein mitreißendes und sehr persönliches Kaleidoskop eines Lebens, eine einzigartige Biografie eines einzigartigen Menschen.
Denn: Mit keinem lebenden Künstler ist deutsch-deutsche Geschichte so eng verbunden wie mit Wolf Biermann.
BIERMANN ist ein Dokumentarfilm des Europäischen Filmpreis- und Golden Globe-Gewinners Jens Meurer (AN IMPOSSIBLE PROJECT, SEASIDE SPECIAL) über das Leben und Werk des Dichters und Liedermachers Wolf Biermann. Der mit dem Gilde Filmpreis als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnete Film erzählt Biermanns Biografie als unmittelbaren und hautnahen Rückblick und verbindet persönliche Erinnerungen mit politischer Zeitgeschichte. Im Zentrum stehen Biermanns Herkunft, seine Hinwendung zur Musik, sein Wirken in der DDR, das Kölner Konzert von 1976 und dessen Folgen sowie sein künstlerisches Arbeiten bis in die Gegenwart. Seine Festivalpremieren feiert BIERMANN auf dem FilmFest Hamburg, dem Cologne Film Festival und der Viennale in Wien.
Der Film nähert sich seinem Protagonisten über Musik, Sprache und historische Materialien. Archivaufnahmen, Zeitdokumente sowie Ausschnitte aus dem Kölner Konzert von 1976 und dem Konzert im November 2025 bilden das Rückgrat der Erzählung und machen deutlich, wie eng Biermanns Werk mit den politischen Umbrüchen Deutschlands verbunden ist.
Produziert wurde BIERMANN von Instant Film mit Zeitsprung Pictures, Clouds Hill, zero fiction film in Koproduktion mit dem WDR, NDR und MDR. BIERMANN wurde gefördert mit Mitteln von MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, Film- und Medienstiftung NRW, Medienboard Berlin-Brandenburg und DFFF.
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Regie: Michał Kwieciński
PL / 2026
4. Woche
Mit dem aufwändig ausgestatteten Spielfilm CHOPIN – EINE SONATE IN PARIS gelingt die beeindruckende Biografie eines der größten musikalischen Genies aller Zeiten. Der Film bringt uns eine der berühmtesten und dennoch rätselhaftesten Persönlichkeiten näher, die die Geschichte der Musik für immer veränderten. Erik Kulm in der Titelrolle balanciert virtuos zwischen den zahlreichen seelischen Facetten dieser Ikone und bringt uns eine Zeit näher, in der Musik, Liebe und Rebellion Hand in Hand gingen. Es bleibt ein Klang, dessen Zartheit kaum zu überhören ist und der ein kulturelles Erdbeben auslöste, das die Welt erhellte.
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Regie: Sandra Prechtel
D / 2026
1. Woche
Einar Schleef war Theaterregisseur, Schriftsteller, Maler und Bühnenbildner – ein radikaler Gesamtkünstler, der aus der DDR floh, im Westen jedoch nie wirklich ankam. Mit seinen kompromisslosen Inszenierungen revolutionierte er das deutsche Theater und setzte sich unermüdlich mit der deutsch-deutschen Geschichte auseinander. Regisseurin Sandra Prechtel zeichnet anhand eindrucksvollen Archivmaterials das Porträt eines ebenso außergewöhnlichen wie widersprüchlichen Künstlers, der zeitlebens ein Außenseiter blieb.
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Regie: Anton Corbijn
I GB CH / 2026
1. Woche
Mehr als ein Dutzend ihrer Romane wurden verfilmt, einige mehrfach, mit Millionen begeisterten Kinobesuchern weltweit. In diesem psychologischen Thriller voller überraschender Wendungen erleben wir die Kult-Autorin erstmals selbst – kongenial gespielt von Oscar®-Preisträgerin Helen Mirren. Regie führt Anton Corbijn (CONTROL, THE AMERICAN, A MOST WANTED MAN) nach einer Vorlage der australischen Dramatikerin Joanna Murray-Smith. Alden Ehrenreich (SOLO: A STAR WARS STORY) gibt den schwer durchschaubaren Edward Ridgeway, der die reiche Erbin Clementine Balfour (Olivia Cooke, HOUSE OF THE DRAGON) mit demselben leichtfüßigen Charme umgarnt, mit der er Highsmith zu widerstehen versucht. EIN TALENT FÜRS MORDEN ist ein zutiefst faszinierender Ausflug in eine Welt, in der Geschichte und Mythos auf reizvolle Weise miteinander verwoben sind: ein Ripley-Film ohne Ripley und gerade deshalb ein Highsmith wie kein zweiter.
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Regie: Volker Schlöndorff
D / 2026
5. Woche
HEIMSUCHUNG ist ein Mikrokosmos deutscher Geschichte, in dem sich Vertreibung und Verlust, Heimat und Herkunft, Verdrängung und Erinnerung zu menschlichen und historischen Dramen verdichten. Neben eindrucksvollen Bildern von Natur und menschlichen Schicksalen zeichnet das Werk die präzise Chronik eines Jahrhunderts nach. Regie-Legende Volker Schlöndorff, der für seine Verfilmung von Günter Grass‘ Roman „Die Blechtrommel“ mit einem Oscar und der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde, widmet sich nun erneut einem Jahrhundert-Roman. Dafür konnte Schlöndorff ein breites Ensemble aus international und deutschlandweit bekannten Schauspieler:innen gewinnen. HEIMSUCHUNG wird produziert von Regina Ziegler (Ziegler Film) und Volker Schlöndorff (Volksfilm), in Koproduktion mit STUDIOCANAL, Studio Babelsberg, Gretchenfilm und Mideu Films. Die Senderpartner sind ZDF und arte. Unterstützt wird der Film vom Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB), der jurybasierten kulturellen Filmförderung des Bundes (BKM), der Filmförderungsanstalt (FFA), der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) und dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF). HEIMSUCHUNG wird in Deutschland von STUDIOCANAL in die Kinos gebracht, den Weltvertrieb übernimmt ebenfalls STUDIOCANAL.
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Kult-Sneak
Regie: diverse
Frei ab 18 Jahren
D / 2026
2. Woche
Regie: Javier Calvo und Javier Ambrossi
E / 2026
1. Woche
LA BOLA NEGRA feierte Weltpremiere im Wettbewerb von Cannes – mit minutenlangen Standing Ovations und dem Regiepreis für Javier Calvo und Javier Ambrossi, als „Los Javis" das einflussreichste Duo des spanischen Kinos. Die Hauptrolle spielt Guitarricadelafuente, einer der prägenden Musiker seiner Generation, in seinem Leinwanddebüt. Neben ihm: Miguel Bernardeau (bekannt aus „Élite"), Carlos González und Milo Quifes. Dazu zwei Ikonen des Weltkinos – Penélope Cruz in einem spektakulären Auftritt als Revuesängerin im Jahr 1937 und Glenn Close als Literaturwissenschaftlerin im Jahr 2017.
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Regie: Andreï Zviaguintsev
D LV F / 2026
3. Woche
Gewinner des Großen Preises der Jury bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2026.
Russland, 2022. Als Gleb, ein erfolgreicher Firmendirektor, sich dem wachsenden Druck seiner Unternehmensumgebung und einer zunehmend instabilen Welt ausgeliefert sieht, treibt der Zerfall seines sorgsam geordneten Lebens unaufhaltsam der Gewalt entgegen.
»Andreï Zviaguintsev kehrt in Bestform auf die Leinwand zurück – mit einer verzweifelten, zugleich aber auch düster-komischen Reflexion über Korruption und Verrat in Putins Russland.«
— Variety
»Eine Meisterleistung der Regie.«
— Deadline
»Stellen Sie sich einen Hitchcock-Thriller vor, angesiedelt in einem der düstersten, totalitärsten Winkel unserer Zeit – eingefangen von einer unerbittlichen Kamera, die keinerlei Trost spendet. Dann bekommen Sie eine Vorstellung von der beklemmenden Atmosphäre dieses Films.«
— IndieWire
»★★★★★ Großartig. Ein mitreißender Noir-Thriller, hervorragend gespielt und inszeniert.«
— The Guardian
»Dieses meisterhaft inszenierte, packende Werk ist Zviaguintsevs bislang offenster und kritischster Kommentar zur politischen und moralischen Krise seines Heimatlandes. Eine Anklage, die weniger durch Worte als durch vielschichtige Ironie zum Ausdruck kommt.«
— The Hollywood Reporter
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Regie: Yuval Abraham, Rachel Szor
Frei ab 12 Jahren
GB USA ISR / 2025
8. Woche
Zusatztermin im Rex-Kino:
Mittwoch, 28.10. um 18:30 Uhr
Nach dem Oscar-Erfolg von NO OTHER LAND kehren Yuval Abraham und Rachel Szor mit einem neuen, hochaktuellen Dokumentarfilm zurück: NAZA feierte am 10. September seine Weltpremiere im Wettbewerb der 83. Internationalen Filmfestspiele von Venedig und wurde dort mit 25-minütigen Standing Ovations aufgenommen.
Über drei Jahre hinweg sprachen Abraham und Szor mit Angehörigen des israelischen Militärs und der Geheimdienste. 24 israelische Geheimdienstoffiziere und Soldaten kommen im Film anonymisiert zu Wort; ihre Stimmen und ihr Erscheinungsbild wurden digital verfremdet. Ihre Aussagen bilden die Grundlage für eine Untersuchung der militärischen Strukturen, Entscheidungsprozesse und Technologien hinter Israels Kriegführung in Gaza.
NAZA wurde in Kooperation mit dem Guardian produziert und gewann beim diesjährigen Filmfestival in Venedig den Spezialpreis der Jury. In Israel hat Kulturminister Miki Zohar erwogen, ob dem Regieduo wegen „Landesverrat“ die Staatsbürgerschaft entzogen werden könne.
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