Donnerstag bis Samstag um 20:15 Uhr
Samstag, Dienstag um 13:30 Uhr
Sonntag um 15:15 Uhr
Montag um 14:00 Uhr
Dienstag um 18:00 Uhr
Mittwoch um 15:45 Uhr

Regie: Andreas Dresen

Frei ab 6 Jahren
D / 2026
4. Woche
Plakatmotiv "Alte Liebe"

Seit seiner Pensionierung meckert Harry (Joachim Król) nur noch rum, trinkt Weizenbier und pflegt seinen Rittersporn. Findet Lore (Dagmar Manzel). Sie klammert sich an ihren Job als Bibliothekarin, organisiert peinliche Lesungen und verehrt ihre Dichter wie Propheten. Findet Harry. Für ein altes Ehepaar reden die beiden erstaunlich viel – und meinen doch meistens etwas anderes.

Als Tochter Julia zum dritten Mal heiraten will, ist der Streit programmiert und doch nur die Spitze des Eisbergs. In vierzig Jahren Ehe sammelt sich einiges an. Unter der Oberfläche brodelt es: unausgesprochene Fragen, alte Eifersucht, der Streit um Harrys Phlegma und um den Sinn eines Hochdruckreinigers. Während Harry seinen Garten hegt, träumt Lore von einem anderen Leben, von Reisen, von Aufbruch. Sie fühlt sich kraftlos und fragt sich immer dringlicher: War das schon alles? Welche Chancen hat sie verpasst? Ist es mit über sechzig zu spät für einen Neuanfang? Harry trinkt sein Bier, raucht, schweigt. Und bemerkt doch ihre Not.

Eine kluge Liebesgeschichte über zwei Menschen, die sich nach vierzig Jahren Ehe noch einmal neu begegnen. Bissig, ironisch, sentimental, heiter und zart. 

Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder, der unlängst im Hanser Verlag neu aufgelegt wurde, erzählen der Regisseur Andreas Dresen und die Drehbuchautorin Laila Stieler die berührende Geschichte zweier Menschen, die nach vier Jahrzehnten Jahren Ehe entdecken, dass es für Veränderungen nie zu spät ist.


Mehr Infos zum Film unter https://www.pandorafilm.de/filme/alte-liebe.html
Mittwoch um 14:00 Uhr

Regie: Jelena Ilić

Frei ab 12 Jahren
D / 2025
2. Woche
Plakatmotiv "Eine Krankheit wie ein Gedicht"

Publikumspreisgewinner Max Ophüls Preis & Internationales Frauenfilmfestival Dortmund|Köln

„Drogeninduzierte, chronifizierte schizoaffektive Psychose des manischen Formenkreises, Typ polytox, kein Morphintyp” – so lautet die Diagnose meines Vaters.
Übersetzt heißt das: Er durchlebt immer wieder denselben Kreislauf. Psychosen reißen ihn aus der Realität, Klinikaufenthalte holen ihn zurück, danach folgt die depressive Scham. Während dieser Psychosen ist er unberechenbar und lebt seine Gewalt offen aus, auch gegen die Menschen in seinem Umfeld. Für mich ist er jedoch nicht nur ein Täter, dessen Taten ich zutiefstverurteile, sondern auch ein Mensch, den ich liebe und ein Künstler, den ich bewundere.
In Fotografien, Malereien und Skulpturen hat er die Welt seiner Psychosen festgehalten. Auch unsere Beziehung findet ihren Ausdruck in der Kunst: in einem gemeinsamen Comicbuch, dessen Seiten wir abwechselnd mit Zeichnungen füllen. Er kämpft gegen sich selbst, gegen seine Krankheit und gegen ein System. Und ich an seiner Seite.
Der mehrfache Publikumspreisgewinner EINE KRANKHEIT WIE EIN GEDICHT erzählt mit Wärme, Humor und großer visueller Kraft von umgekehrten Eltern-Kind-Rollen, der Poesie im Chaos und dem Durchdringen einer Krankheit.


Mehr Infos zum Film unter https://mindjazz-pictures.de/filme/eine-krankheit-wie-ein-gedicht/
Donnerstag bis Samstag um 18:00 Uhr
Sonntag um 13:00 Uhr
Dienstag um 15:45 Uhr

Regie: Doris Dörrie

Frei ab 12 Jahren
D / 2026
6. Woche
Plakatmotiv "Frau Winkler verlässt das Haus"
Im Jahr 2030 ist der ehemaligen Schauspielerin Frau Winkler (Angela Winkler) nichts mehr geblieben als ihre Tochter Emi (Laura Tonke) und Enkelin Billie (Zoë Baier). Ihr geliebter Ehemann und Bühnenpartner ist viel zu früh verstorben; aus ihrer Trauer hat Frau Winkler nie ganz herausgefunden und sich immer ganz auf Emi verlassen. Als diese, ebenfalls Schauspielerin, ein Theaterengagement annimmt und endlich ihr eigenes Leben in die Hand nehmen will, ist ihre Mutter nach einem Unfall plötzlich auf intensive Hilfe angewiesen, und es muss schnell eine Lösung her: ein Pflegeroboter, den die Krankenkasse stellt. Frau Winkler fühlt sich gedemütigt und wehrt sich vehement gegen die maschinelle Zuwendung. Doch dann entwickelt sich eine unerwartete Freundschaft zwischen der 80-Jährigen und dem äußerst „belesenen“ Roboter, den sie Pawlowitsch nennt und der zu ihrer Verzückung wunderbar Tschechow rezitieren kann. Aber Pawlowitsch ist nicht nur eine interessante neue Gesellschaft für Frau Winkler, er übermittelt auch ihre sich stetig verschlechternden Vitalwerte an ein auf Effizienz bedachtes Gesundheitssystem. Pawlowitsch verspricht, ihr beizustehen, aber kann eine künstliche Intelligenz einem Menschen ein Versprechen geben, das auch zu halten ist?
Mehr Infos zum Film unter https://www.wildbunch-germany.de/movie/frau-winkler-verlaesst-das-haus?utm_source=chatgpt.com
Mittwoch um 18:00 Uhr

Regie: Hannu Salonen

OmU
Frei ab 6 Jahren
D / 2026
10. Woche
Plakatmotiv "Häkel- und Strick-Kino"

Nächster Termin:
Mittwoch, 21.10. · 18 Uhr · Neue Filmbühne · Adams Acht

Mach es dir gemütlich und bring dein Strickzeug mit!
Im STRICK-KINO verbinden wir Kinovergnügen mit Kreativität, Austausch und einer gemeinschaftlichen Atmosphäre. Gemeinsam mit dem Wolladen Schafgabe (Beuel) zeigen wir einmal im Monat einen aktuellen Film – perfekt für alle, die ihr Hobby mit einem besonderen Kinoerlebnis verbinden möchten.

Inhalt:
Damit du deine Maschen immer im Blick behältst, bleibt der Saal leicht beleuchtet; wer mag, kann zusätzlich eine kleine Kopflampe mitbringen.
Nach einer wahren Geschichte: Ratzeburg, Ende der 50er Jahre. Eine Kleinstadt an der Grenze zur DDR. Hier unterrichtet der Lehrer Karl Adam und trifft auf eine vaterlose Generation junger Männer und Außenseiter, die nicht wissen, wohin mit ihrer Wut. Doch Adam sieht etwas in ihnen, das sonst niemand sieht. Er setzt sie in einen Ruder-Achter und gibt ihnen mehr als ein Ventil – er gibt ihnen eine Perspektive. Adams unkonventionelle Methoden führen zu ersten Erfolgen, doch die Funktionäre des elitären Rudersports belächeln und sabotieren ihn. Und während der Kalte Krieg seine Schatten über das Land wirft, ringt Adams Team nicht nur mit der körperlichen Erschöpfung, sondern auch mit alten Schuldfragen, ideologischen Gräben und dem Gestern, das sich nicht einfach abschütteln lässt... Doch mit unbeirrbarer Entschlossenheit und visionären Methoden formt Adam aus den Underdogs etwas, das größer ist als die Summe seiner Teile – bereit, Geschichte zu schreiben…


Mehr Infos zum Film unter https://www.adamsacht.de/de
Donnerstag bis Samstag um 15:45 Uhr
Sonntag um 17:30 Uhr
Montag um 18:00 Uhr
Dienstag um 20:15 Uhr

Regie: Aron Lehmann

Frei ab 12 Jahren
D / 2025
4. Woche
Plakatmotiv "Lügen über meine Mutter"
LÜGEN ÜBER MEINE MUTTER erzählt von der ersten großen Liebe unseres Lebens: der Liebe zwischen Mutter und Kind. Angesiedelt in der westdeutschen Provinz der 1980er Jahre, in einer Familie, in der ein Thema alles beherrscht: das Körpergewicht der Mutter Cornelia (Rosalie Thomass). Ist diese schöne, eigenwillige, unberechenbare Frau zu dick? Muss sie dringend abnehmen? Ja, das muss sie. Entscheidet ihr Ehemann Werner (Golo Euler), der immer stärker beherrscht wird von der fixen Idee, das Übergewicht seiner Frau wäre verantwortlich für alles, was ihm versagt bleibt: die Beförderung, der soziale Aufstieg, die Anerkennung in der Dorfgemeinschaft. Cornelia ist dem ausgesetzt, Tag für Tag, während Tochter Ela (Elise Lindner) zwischen den Stühlen steht und zunehmend vom Vater infiltriert wird über die in seinen Augen unzumutbar dicke Mutter. Doch was ist die Wahrheit und wer belügt hier eigentlich wen?

LÜGEN ÜBER MEINE MUTTER ist ein kraftvolles Plädoyer für weibliches Empowerment, ein zutiefst berührender und menschlicher Film. Aus der Perspektive ihrer Tochter wird die Geschichte einer Frau erzählt, die unbeirrt nach ihrem eigenen Weg sucht. Ihr Ringen um Selbstbestimmung und Würde ist ebenso bewegend wie inspirierend – und zeigt eindrucksvoll, wie viel Mut es braucht, sich gegen persönliche wie gesellschaftliche Erwartungen zu behaupten.

Mehr Infos zum Film unter https://tobis.de/titel/luegen-ueber-meine-mutter
Montag um 20:15 Uhr
Mittwoch um 20:30 Uhr

Regie: Yuval Abraham, Rachel Szor

OmU
Frei ab 12 Jahren
GB USA ISR / 2025
2. Woche
Plakatmotiv "NAZA"
Zusatztermine in der Neuen Filmbühne:

Montag, 19.10. um 20:15 Uhr
Mittwoch, 21.10. um 20:30 Uhr


Nach dem Oscar-Erfolg von NO OTHER LAND kehren Yuval Abraham und Rachel Szor mit einem neuen, hochaktuellen Dokumentarfilm zurück: NAZA feierte am 10. September seine Weltpremiere im Wettbewerb der 83. Internationalen Filmfestspiele von Venedig und wurde dort mit 25-minütigen Standing Ovations aufgenommen.

Über drei Jahre hinweg sprachen Abraham und Szor mit Angehörigen des israelischen Militärs und der Geheimdienste. 24 israelische Geheimdienstoffiziere und Soldaten kommen im Film anonymisiert zu Wort; ihre Stimmen und ihr Erscheinungsbild wurden digital verfremdet. Ihre Aussagen bilden die Grundlage für eine Untersuchung der militärischen Strukturen, Entscheidungsprozesse und Technologien hinter Israels Kriegführung in Gaza.

NAZA wurde in Kooperation mit dem Guardian produziert und gewann beim diesjährigen Filmfestival in Venedig den Spezialpreis der Jury. In Israel hat Kulturminister Miki Zohar erwogen, ob dem Regieduo wegen „Landesverrat“ die Staatsbürgerschaft entzogen werden könne.


Mehr Infos zum Film unter https://immergutefilme.de/movies/naza
Donnerstag bis Freitag um 14:00 Uhr
Sonntag um 19:45 Uhr
Montag um 16:15 Uhr

Regie: Pawel Pawlikowski

Frei ab 0 Jahren
F PL I D / 2026
13. Woche
Plakatmotiv "Vaterland"
"Die deutsche Odyssee des Thomas Mann: In Paweł Pawlikowskis „Vaterland“ reisen Thomas Mann und seine Tochter Erika durch das geteilte Deutschland von 1949 von Frankfurt nach Weimar. Das ist keine Geschichtsverdrehung, sondern großes Kino." - FAZ 


Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll – sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste.

Nach dem Oscar-prämierten IDA und dem vielfach ausgezeichneten Drama COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE (Beste Regie in Cannes, fünf Europäische Filmpreise, darunter für den Besten Film) erzählt Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit. Mit zarter Unerbittlichkeit überblendet VATERLAND den Nullpunkt der deutschen Geschichte mit dem Finale einer Familiensaga. Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem überragenden Ensemble.

Mehr Infos zum Film unter https://www.neuevisionen.de/de/filme/vaterland-196
Sonntag um 11:00 Uhr

Regie: Ulrike Franke, Michael Loeken

Frei ab 0 Jahren
D / 2026
3. Woche
Plakatmotiv "Watching People Watching Birds"

Die Zahl und die Diversität der Vögel gehen weltweit dramatisch zurück. Gleichzeitig entdecken immer mehr Menschen die Welt der Vögel für sich: Sie alle haben eine ganz eigene Geschichte, die sie zu Birdwatchern gemacht hat.

Der Blick durchs Fernglas ist dabei auch eine Suche nach etwas Ursprünglichem, Einzigartigem, Wahrem. Auf fast magische Weise scheint sich diese Suche auf den Zuschauer zu übertragen, als ginge man mit geschärften Sinnen aus dem Kino in eine andere Welt. Unser Film wendet den Blick von den Vögeln zurück auf die Menschen, die uns mit ihrer Liebe zu den Vögeln und ihrer Hingabe zur Natur begeistern. So begegnen wir auch dem weltberühmten Autor Jonathan Franzen, der sagt: „Ein Grund, warum Wildvögel so wichtig sind (…) ist der, dass sie unsere letzte, beste Verbindung zu einer natürlichen Welt darstellen, die ansonsten im Schwinden begriffen ist.“

Umweltpolitisch brisant, ernst, aber auch humorvoll, zeichnet der Film in cineastischen Bildern und intensiven Soundwelten das Bild einer Gesellschaft in einer großen Krisen- und Umbruchsituation. Der Film wird zur Erzählung von Zweifel und Hoffnung, Leben und Tod, vom Bleiben und Verschwinden. Und die Vögel werden auf eine berauschende, fast unheimliche Art zur Metapher für den Zustand der Welt.


Mehr Infos zum Film unter https://www.realfictionfilme.de/watching-people-watching-birds.html?utm_source=chatgpt.com