Das Programm ab nächsten Donnerstag finden sie in der Regel ab Montagabend hier.
Sonntag um 11:00 Uhr

Regie: Christian Schwochow

Frei ab 12 Jahren
D / 2018
15. Woche
Plakatmotiv "Deutschstunde"
Deutschland, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Jugendliche Siggi Jepsen (Tom Gronau) muss in einer Strafanstalt einen Aufsatz zum Thema „Die Freuden der Pflicht“ schreiben. Er findet keinen Anfang, das Blatt bleibt leer. Als er die Aufgabe am nächsten Tag nachholen muss, diesmal zur Strafe in einer Zelle, schreibt er wie besessen seine Erinnerungen auf. Erinnerungen an seinen Vater Jens Ole Jepsen (Ulrich Noethen), der als Polizist zu den Autoritäten in einem kleinen norddeutschen Dorf zählte und den Pflichten seines Amtes rückhaltlos ergeben war. Während des Zweiten Weltkriegs muss er seinem Jugendfreund, dem expressionistischen Künstler Max Ludwig Nansen (Tobias Moretti), ein Malverbot überbringen, das die Nationalsozialisten gegen ihn verhängt haben. Er überwacht es penibel, und Siggi (Levi Eisenblätter), elf Jahre alt, soll ihm helfen. Doch Nansen widersetzt sich – und baut ebenfalls auf die Hilfe von Siggi, der für ihn wie ein Sohn ist. Der Konflikt zwischen den beiden Männern spitzt sich immer weiter zu – und Siggi steht zwischen ihnen. Anpassung oder Widerstand? Diese Frage wird für Siggi entscheidend…
Mehr Infos zum Film unter https://www.wildbunch-germany.de/movie/deutschstunde
Mittwoch um 18:00 Uhr

Regie: Las Otras

D / 2019
1. Woche
Plakatmotiv "Frauen bildet Banden – Eine Spurensuche zur Geschichte der Roten Zora"
Mittwoch 27.11. um 18 Uhr mit anschließender Diskussion in der Neue Filmbühne.
Referentin: Maria Baumeister, Filmemacherin, lasotras Filmkollektiv.


Die "Rote Zora" war in den 1970er und 1980er Jahren eine militante Frauengruppe in der BRD, die sich klandestin organisierte. Entstanden ist die feministische Gruppe aus dem Kontext der Revolutionären Zellen. Ihre Aktivitäten richteten sich u.a. gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologien, Bevölkerungspolitik und internationale Ausbeutungsbedingungen als Ausdruck patriarchaler Herrschaft. Zentral waren die Selbstermächtigung der FrauenLesben und der Bruch mit der zugeschriebenen Friedfertigkeit.

Erzählungen von verschiedenen Zeitzeuginnen, Interviews mit einer Historikerin und ehemaligen Zoras lassen die Geschichte der "Roten Zora" und der damaligen Frauenbewegung wieder lebendig werden. Historische Aufnahmen der Frauen- und Studentinnen*bewegung in der BRD bringen Erinnerungen an die damaligen Kämpfe zurück. FrauenLesben aus anderen Ländern berichten über ihre Begegnung mit dieser Politik heute.

Der Film zeigt, dass viele Themen der Roten Zora hoch aktuell sind und bietet viel spannenden Diskussionsstoff zum heutigen Umgang mit dieser Geschichte.

Mehr Infos zum Film unter http://www.lasotras.de/roteZ.htm
Donnerstag bis Sonntag um 16:00 Uhr
Mittwoch um 15:15 Uhr

Regie: Jan-Ole Gerster

Frei ab 0 Jahren
D / 2019
5. Woche
Plakatmotiv "Lara"
Es ist Laras sechzigster Geburtstag, und eigentlich hätte sie allen Grund zur Freude, denn ihr Sohn Viktor gibt an diesem Abend das wichtigste Klavierkonzert seiner Karriere. Schließlich war sie es, die seinen musikalischen Werdegang entworfen und forciert hat. Doch Viktor ist schon seit Wochen nicht mehr erreichbar und nichts deutet darauf hin, dass Lara bei seiner Uraufführung willkommen ist. Kurzerhand kauft sie sämtliche Restkarten und verteilt sie an jeden, dem sie an diesem Tag begegnet. Doch je mehr Lara um einen gelungenen Abend ringt, desto mehr geraten die Geschehnisse außer Kontrolle.
Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=6-LHYMx4bW0
Freitag um 23:00 Uhr

Regie: Pierre Salvadori

OmU
Frei ab 12 Jahren
F / 2018
3. Woche
Plakatmotiv "Lieber Antoine als gar keinen Ärger"
Vorsicht vor diesem Film! Der „Figaro“ hat ihn vergangenes Jahr als „Komödie des Jahres“ in Frankreich bezeichnet und er hat Recht!
Der deutsche Titel "Lieber Antoine als gar keinen Ärger" ist schon schwierig, "En liberté! "In Freiheit" wäre der Original-Titel.
Und damit sind wir schon beim Problem. "Lieber Antoine als gar keinen Ärger" hört sich so an als sollte der Film eine Komödie sein.
Es gibt reihenweise Filme die behaupten Komödien zu sein, die aber eigentlich ein erzählerisches Nichts sind, weil ihnen jede Fallhöhe fehlt.
Woody Allen hat gesagt das Komödie Drama plus Zeit sei. Das beste aktuelle Beispiel dafür ist "Parasite", weil sich hier das Drama so langsam entfalltet das man mehr als die Hälfte des Films denkt man säße in einer Komödie, mit der man garnicht gerechnet hat. Das zweitbeste Beispiel für Woody Allens These ist
"Antoinne..."
Der Original Titel von "Antoine ..." "In Freiheit" spricht eine andere Sprache als die der Komödie. Hier wird auf ein Vorher und ein Nachher verwiesen und auch noch auf das was nach dem Jetzt des Films kommt. Um das nach dem Jetzt des Films wird hier gekämpft, denn so wie es "In Freiheit" ist kann es nicht bleiben. Antoine (Pia Marmaï) kommt unschuldig ins Gefängnis und nach acht Jahren als gebrochener Mann wieder heraus. In "In Freiheit" ist nichts so wie es
sein sollte. Auch wenn sich das beide wünschen kann die Zeit der Trennung von seiner Frau (Audrey Tautou, großartig) nicht rückgängig gemacht werden. Antoine ist nicht zu integrieren und will das auch nicht, denn er hat eine Stinkwut im Bauch, über das was ihm angetan worden ist, und die Zeit die man ihm gestohlen hat. Antoine möchte eigentlich den ganzen Tag nur um sich schlagen und tut das auch. Eigentlich müsste man ihn direkt wieder einsperren. Aber Antoine hat einen Schutzengel, die Polizistin Yvonne(Adèle Haenel). Kurz vor Antoines Entlassung erfährt Yvonne, dass ihr Leben auf vielen Lügen aufgebaut ist und das
ihr vor kurzem verstorbener Mann einer der korruptesten Polizisten Frankreichs war und Antoine unschuldig hinter Gitter gebracht hat, weil er einen Täter für einen Versicherungsbetrug brauchte. Yvonne sieht was ihr Mann Antoine angetan hat und will ihm helfen ins normale Leben zurück zu finden. Das ist aber nicht so einfach.

Es ist in Summe das ungewöhnliche Konstrukt aus übertriebener Polizistengeschichte mit parodistischen Anleihen bei Cop-Movies in Verbindung mit Identitätssuche und sich neu anbahnenden Liebesgeschichten, die „En liberté!“ zu einer originellen und höchst unterhaltsamen Komödie werden lassen – nicht zuletzt auch dank einiger überraschender Regieeinfälle, genannt seien da lediglich jene in einem Sado-Maso-Club gedrehten Szenen. Adèle Haenel, bislang eher in nachdenklicheren Rollen vor der Kamera, hatte schon in Chris Kraus „Die Blumen von gestern“ (2016) den Spagat zwischen fantasievoller Exzentrik und ernsthafter Rolle sehr gut gemeistert. In diesem von Heldendemontage und der Befreiung alter Lasten handelnden Film, der mit seinen Gute-Nacht-Variationen, vielen anderen Überraschungsmomenten und einer großen emotionalen Bandbreite aufwartet, überzeugt sie nun als gespaltene Frau.

In Frankreich hat der „Figaro“ ihn vergangenes Jahr als „Komödie des Jahres“ tituliert, Regisseur Pierre Salvadori selbst bezeichnete seinen Film im November 2018 bei der Eröffnung der Französischen Filmtage Tübingen/Stuttgart als „Comédie Rock’n’Roll“. Ein Spaß ist die Geschichte über irrtümlich verbreitete Heldensagen und wie die Witwe eines Polizisten sowie ein unschuldig im Gefängnis einsitzender Zeitgenosse mit ihren Schicksalen umgehen in jedem Fall. Die Mischung aus Groteske und rührenden Beziehungsmomenten ist selten gut gelungen.

Mehr Infos zum Film unter https://www.neuevisionen.de/index.php?https://www.neuevisionen.de/einzelfilm.php?id=1272
Donnerstag, Sonntag bis Dienstag um 20:20 Uhr
Samstag um 13:30 Uhr
Montag um 15:30 Uhr

Regie: Noah Baumbach

OmU
Frei ab 12 Jahren
USA / 2019
1. Woche
Plakatmotiv "Marriage Story"
MARRIAGE STORY ist das scharfsinnige und mitfühlende Porträt einer Ehe, die zerbricht und einer Familie, die zusammenhält. Vom Oscar®-nominierten Filmemacher Noah Baumbach mit Scarlett Johansson und Adam Driver in den Hauptrollen sowie Laura Dern, Alan Alda und Ray Liotta.
Mehr Infos zum Film unter https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/marriage-story-2019
Freitag bis Samstag um 20:20 Uhr

Regie: Bong Joon-ho

Frei ab 16 Jahren
ROK / 2019
10. Woche
Plakatmotiv "Parasite"

Unser Tipp des Monats!

Familie Kim ist ganz unten angekommen: Vater, Mutter, Sohn und Tochter hausen in einem grünlich-schummrigen Keller, kriechen für kostenloses W-LAN in jeden Winkel und sind sich für keinen Aushilfsjob zu schade. Erst als der Jüngste eine Anstellung als Nachhilfelehrer in der todschicken Villa der Familie Park antritt, steigen die Kims ein ins Karussell der Klassenkämpfe. Mit findigen Tricksereien, bemerkenswertem Talent und großem Mannschaftsgeist gelingt es ihnen, die bisherigen Bediensteten der Familie Park nach und nach loszuwerden. Bald schon sind die Kims unverzichtbar für ihre neuen Herrschaften. Doch dann löst ein unerwarteter Zwischenfall eine Kette von Ereignissen aus, die so unvorhersehbar wie unfassbar sind.

Der Gewinner der Goldenen Palme von Cannes hält, was dieser Preis verspricht: großes Kino mit größtmöglicher Spannung. Der gefeierte koreanische Regisseur Bong Joon Ho liefert mit PARASITE eine scharfe Satire mit viel bösem Humor und Lust an der radikalen Zuspitzung der Verhältnisse. Mit seiner brillanten Gesellschaftskritik ist Bong Joon Ho ein gewaltiges, in spektakulären Bildern erzähltes Meisterwerk gelungen, das bereits jetzt Filmgeschichte geschrieben hat.


Mehr Infos zum Film unter http://www.mm-filmpresse.de/film.php?film=329
Donnerstag bis Dienstag um 18:00 Uhr

Regie: Hans Petter Moland

Frei ab 12 Jahren
N / 2019
1. Woche
Plakatmotiv "Pferde stehlen"
Die Schönheit Norwegens kann manchmal schmerzen. Dabei sucht Trond nur die Einsamkeit, als er in das kleine Dorf im Wald zieht. In dieser Idylle erkennt er in seinem Nachbarn einen alten Bekannten aus Jugendtagen wieder. Plötzlich sind da all diese Erinnerungen an jenen Nachkriegssommer, als Trond 15 Jahre alt war und mit seinem Vater mehrere Wochen beim Holzfällen im Wald verbrachte. Ein Sommer, in dem er mit einem Freund Pferde stahl und die Liebe entdeckte. Der Sommer, in dem auch ein Kind starb, der Freund verschwand und Geheimnisse seines Vaters ans Licht kamen. Und der Sommer, in dem er seinen Vater das letzte Mal sehen sollte. "Erinnerungen, die das Bewusstsein fluten und den Schmerz bringen – doch als wie stark dieser empfunden wird, entscheidet man selbst."

Mehr Infos zum Film unter https://www.mfa-film.de/kino/id/pferde-stehlen/
Sonntag um 13:30 Uhr
Dienstag um 15:45 Uhr

Regie: Céline Sciamma

F / 2019
8. Woche
Plakatmotiv "Porträt einer jungen Frau in Flammen"
Ein ungewöhnlicher Auftrag führt die Pariser Malerin Marianne (Noémie Merlant) im Jahr 1770 auf eine einsame Insel an der Küste der Bretagne: Sie soll heimlich ein Gemälde von Héloïse (Adèle Haenel) anfertigen, die gerade eine Klosterschule für junge adelige Frauen verlassen hat und bald verheiratet werden soll. Denn Héloïse weigert sich, Modell zu sitzen, um gegen die von ihrer Mutter (Valeria Golino) arrangierte Ehe zu protestieren. So beobachtet Marianne Héloïse während ihrer Spaziergänge an die Küste und malt abends aus dem Gedächtnis heraus ihr Porträt. Langsam wächst zwischen den eindringlichen Blicken eine unwiderstehliche Anziehungskraft…

In wunderschönen Bildern, die selbst Gemälde sein könnten, erzählt die renommierte Regisseurin Céline Sciamma (WATER LILIES, TOMBOY) eine unglaublich feine Liebesgeschichte und formt zugleich ein kraftvolles, modernes Statement über die Situation der Frau über die Jahrhunderte hinweg - mit zwei brillanten Hauptdarstellerinnen Noémie Merlant (DIE SCHÜLER DER MADAME ANNE) und Adèle Haenel (DIE BLUMEN VON GESTERN, 120 BPM). Der Publikums- und Kritikerliebling in Cannes, ausgezeichnet für das beste Drehbuch!

Mehr Infos zum Film unter https://www.alamodefilm.de/kino/detail/portraet-einer-jungen-frau-in-flammen.html
Mittwoch um 20:00 Uhr

Regie: Nora Fingscheidt

Frei ab 12 Jahren
D / 2019
14. Woche
Plakatmotiv "Systemsprenger"
Offizieller Starttermin: 19.09.

"Systemsprenger" wurde offiziell von Deutschland ins Rennen um den Auslandsoscar geschickt.


Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen "Systemsprenger" nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei Mama wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien. (Quelle: Verleih)

Mehr Infos zum Film unter http://www.systemsprenger-film.de/