Preview: 26.02 ca. 15:00 Uhr
Margaret Thatcher (Meryl Streep) war die erste weibliche Regierungschefin Europas. Sie kam aus einfachem Hause: Ihr Vater (Iain Glen) war Kolonialwarenhändler, methodistischer Laienprediger und Bürgermeister ihrer Geburtsstadt, die Mutter gelernte Hausschneiderin.
Margaret Thatcher hob Grenzen zwischen Geschlechtern und Klassen auf und behauptete sich in einer bis dahin von Männern dominierten Welt. Sie war unverwechselbar in Stil, Gestus, politischer Haltung, bei der Durchsetzung ihrer Ziele. Dafür wurde sie von den einen gefürchtet, von den anderen verehrt. Ein Mythos.
DIE EISERNE LADY erzählt die Geschichte von Margaret Thatcher und auch eine Geschichte über die Macht in der Politik, und welchen Preis man dafür bezahlen muss. Gleichzeitig ist der Film ein überraschendes und intimes Porträt einer außergewöhnlichen und komplexen Frau.
Seit 30 Jahren steht die Urne Sergejs auf dem Schrank von Eugen in Paris, weil sich seine vier Söhne nicht über die Beisetzung einigen können.
Als Urenkel Boris versucht das ganze in die Hand zunehmen, stößt er auf eine Familiengeschichte, die das 20. Jahrhundert plastischer macht, als jedes Geschichtsbuch.
SERGEJ IN DER URNE schlägt den Bogen von der Russischen Revolution bis ins 21. Jahrhundert, erzählt die Geschichte von drei Generationen einer weit verstreuten, europäischen Familie. Im Zentrum steht der schillernde Sergej Stepanowitsch Tschachotin (1883-1973), Mikrobiologe, Wissenschaftler von Weltruf, Freund Einsteins und Pawlows, aber auch Revolutionär, Antifaschist, Pazifist und Frauenheld - ein Leben in Extremen, in das die Geschichte immer wieder eingeschlagen hat wie der Blitz.
"Passt ein ganzes Jahrhundert in ein Menschenleben? Noch dazu das lange 20. mit seinen Revolutionen, Weltkriegen, wissenschaftlichen Quantensprüngen? Kann eine einzige Biografie die Gipfel und Abgründe dieser monströsen Jahrzehnte widerspiegeln? Unmöglich, denkt man. Dann sieht man diesen Film." Spiegel Online
Premiere in Anwesenheit des Regisseurs Mittwoch 18.01. 20:00 Uhr im Rahmen der Passagen Köln.
ZUM 80. GEBURTSTAG VON GERHARD RICHTER
Lange Jahre lehnte Gerhard Richter, einer der berühmtesten Künstler der Gegenwart, die zahlreichen Anfragen für Filmprojekte ab. Der Dokumentarfilmerin Corinna Belz gelang es, ihn vor die Kamera zu bekommen und Richter bei der Arbeit zu beobachten. Nicht nur in diesen Momenten ist „Gerhard Richter Painting“ ein faszinierender Film.
Mehr Infos zum Film unterEin klassischer, ehrlicher Thriller aus der Zeit des Kalten Krieges. Es geht um eine hochnotpeinliche Angelegenheit: Wer ist der Verräter in der obersten Etage des britischen Geheimdienstes? Nur einer kann ihn entlarven – George Smiley. Er kennt alle Verdächtigen, er weiß um ihre Gefährlichkeit und lässt sich von nichts und niemandem beeindrucken.
Erstklassig besetzt, exzellent inszeniert und mit grandiosen Bildern kommt hier ganz großes Kino auf die Leinwand. Atemlose Spannung garantiert!
Nach Louis de Funes ist Benoît Poelvoorde ("Nichts zu verzollen") heute der bekannteste frankophone Komiker. In der pointiert romantischen Komödie „Mein liebster Alptraum“ trifft der begabte Belgier auf den spröden Charme der französischen Filmdiva Isabelle Hubbert. Das ungleiche Paar verbindet eigentlich nichts. Die beiden leben in verschiedenen Welten. Doch Regisseurin Anne Fountaine spielt in ihrem köstlichen Liebesschwank genüsslich mit gesellschaftlichen Klischeebildern aus Großbürgertum und Unterschicht. Eine Filmperle aus Frankreich mit Witz und Biss.
Erfolgreich leitet die kühle, karrierebewusste Agathe (Isabelle Huppert) ihre Kunstgalerie in Paris. Die Akademikerin wohnt mit dem Verleger Francois (André Dussollier) und dem gemeinsamen Sohn in einem noblen Appartement gegenüber vom Jardin du Luxembourg, dem früher königlichen Schlosspark. Underdog Patrick (Benoît Poelvoorde) dagegen lebt alleine mit seinem Sohn in einem Lieferwagen und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Die beiden trennen Welten. Normalerweise wären sie sich nie über den Weg gelaufen. Doch ihre zwei Kinder sind, trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft, unzertrennlich.
Der ungebetene Gast sorgt in der schicken kulturgesättigten Umgebung der kontrollierten Galeristin für Chaos. Doch seine impulsive Art wirkt bald wie ein Katalysator, der ihr die strenge konventionelle Trostlosigkeit ihres Alltags aufzeigt. Nach und nach fühlt sich die kopflastige Intellektuelle von der Frivolität dieses Eindringlings sogar angezogen. Denn ihre Beziehung zum Feingeist Francois ist längst erstarrt. Als der sich Verleger auch noch der jüngeren Sozialarbeiterin Julie (Virginie Efira) zuwendet, die eigentlich dem alkoholkranken Patrick helfen soll eine Wohnung zu finden, gerät ihr Leben vorerst aus den Fugen und ihre künstlich aufgebaute Fassade bricht zusammen.
Mit seinem Spielfilmdebüt "Kriegerin" hat Regisseur Absolvent der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg, gleich ein heißes Eisen angefaßt: Neo-Nazis in der ostdeutschen Provinz, martialische Gewalt und eine junge Frau, die tief im braunen Sumpf steckt, obwohl sie sich der Sinnlosigkeit ihres Tuns eigentlich bewußt ist. Wnendt, der auch das Drehbuch für den provokanten Film schrieb, hat für seine hart-realistische Handlung einen semi-dokumentarischen Stil gewählt und gleich den "Förderpreis Deutscher Film - Drehbuch" bekommen.
Einer der herausragendsten Filme des Jahres!!! Tipp des Monats!
Previews in Anwesenheit des Regisseurs David Wnendt:
ODEON Köln So. 15.1. 15:00 Uhr in Kooperation mit der Filmsociety
Neue Filmbühne Bonn So. 15.1. 17:30 Uhr
ab 19.1. tägl. in den Programmen.
Eine Reise zum Ursprung des modernen Joga.
Was ist Yoga, wo stammt es her? Ist Yoga Philosophie, Religion, Gymnastik – Oder alles auf einmal? Diesen und anderen Fragen versucht Jan Schmidt-Garre mit seiner Dokumentation „Der atmende Gott“ auf den Grund zu gehen. Das mäandernde Suchen, mit dem sich der Regisseur durch Indien bewegt ist in seiner respektvollen Zurückhaltung vor der fremden Kultur dabei große Stärke des Films, in seiner Unbestimmtheit allerdings auch Schwäche. Ein Film in erster Linie für Yoga-Interessierte.
Mehr Infos zum Film unterTipp des Monats: Ricardo Darin dürfte vielen Filmfreunden noch aus "In ihren Augen" bekannt sein. In "Chinese zum Mitnehmen" mimt er einen schwermütigen und einsamen Metallwaren-Händler in Argentinien. Eines Tages läuft er einem hilfsbedürftigen Chinesen über den Weg. Der eine spricht nur Spanisch, der andere nur Chinesisch. Einer skurrilen Culture-Clash-Komödie steht nichts mehr im Wege - in Argentinien und Spanien übrigens schon ein großer Erfolg.
Ein sehr sympathischer Film, perfekt gespielt.
Preview: Neujahr 01.01. 14:45 Uhr Neue Filmbühne
Hut ab – um nicht zu sagen: Chapeau! Vermutlich ist Frankreich Weltmeister darin, Komödien über gesellschaftliche Gegensätze zu erfinden, die ohne plumpe Klischees und bessserwisserisches Pathos auskommen. Diesmal geht es um einen Schlingel, frisch aus dem Gefängnis, der durch die Pflege eines querschnittsgelähmten Rollifahrers geläutert wird. Doch vielleicht ist es eher umgekehrt? Denn in der Gesellschaft des unbefangenen Driss findet der kranke, reiche Philippe zu neuem Lebensmut. Und das Publikum findet hier eine humorvolle Geschichte rund um zwei Männer, die sich erst zusammenraufen müssen, um voneinander zu lernen.
Zwei fantastische Schauspieler prägen und tragen diesen Film: François Cluzet und Omar Sy. Dank einer sensiblen und unauffälligen Regiearbeit bringen sie zwei hinreißend sympathische Figuren auf die Leinwand.
Silvesterspreview: ODEON Köln 31.12. 17:30 Uhr.
Silvesterspreview: REX Bonn 31.12. 19:00 Uhr.
Was wäre, wenn ein zum Papst gewählter Kardinal Zweifel an seiner Berufung hätte? Aus dieser Idee entwickelt Nanni Moretti seinen neuesten Film, der zwar mit Respekt aber vor allem viel Ironie hinter die Kulissen des Vatikans und der Papstwahl blickt. In der Hauptrolle brilliert Michel Piccoli als nachdenklicher Kardinal, der sich sein Leben ganz anders vorgestellt hatte.
Ein liebevoll verschrobener und zu tiefst menschlicher Film. Wer hier eine bittere Abrechnung mit der Kirche erwartet wird enttäuscht werden.
Die deutliche und nachhaltige Kritik besteht vielmehr darin, dass Moretti verdeutlicht, dass das Menschliche in der Kirche gar keinen Platz mehr hat.
Sein jüngster Film führt Werner Herzog in die legendäre Chauvet Höhle im Süden Frankreichs, in der 30.000 Jahre alte Felszeichnungen gefunden wurden, die als älteste Kunstwerke der Menschheit gelten. In seiner typischen Manier nimmt Herzog diese Zeichnungen zum Anlass für weitreichende Reflektionen über die Kunst, die Menschen und das Leben selbst. Ein faszinierender Film. Bilder die man so nicht wieder zu sehen bekommt.
Unsere Empfehlung für Schulvorstellungen!