Vorschau

Diese Filme laufen demnächst im Rex Lichtspieltheater und/oder der Neuen Filmbühne:

Augenblicke Bonner Kurzfilmtag
EU/2009
Ab So. 14.03. 15:00 Uhr im Rex
 

Zum 18. Mal zeigen wir im Rex zusammen mit dem Katholischen Bildungswerk den Bonner Kurzfilmtag. Mit aktuellen meist prämierten Kurzfilmen aus ganz Europa.

Termin: Sonntag 14.3. 16:00 Uhr bis 18:30 Uhr

nicht verpassen!

Programm als pdf:

http://downloads.kirchenserver.net/7/602/1/54724702793246088708.pdf Mehr Infos zum Film unter http://www.katholisch.de/41842.html
 
Ein russischer Sommer
Frei ab 12 Jahren
D GB RU/2009
Ab 18.2. in der Neuen Filmbühne
 
Regie: Michael Hoffman
Plakatmotiv "Ein russischer Sommer"
AUSZEICHNUNGEN:

Helen Mirren als Beste Darstellerin - Filmfest Rom 2009
Beste Literaturverfilmung des Jahres - Frankfurter Buchmesse 2009
Prädikat: Besonders Wertvoll - Filmbewertungsstelle Wiesbaden

Pünktlich zum 100. Todesjahr von Leonid Tolstoi kommt ein Biopic in unsere Kinos, das vom letzten Sommer des russischen Dichters auf seinem Landgut ‚Jasnaja Poljana‘ bei Tula erzählt und den tragischen Konflikt zwischen Tolstois bedingungsloser Liebe zu seiner Frau Sofia und seinen nicht minder bedingungslosen Prinzipien bezüglich der Regelung seines Nachlasses thematisiert. Mehr Infos zum Film unter http://www.einrussischersommer-derfilm.de/
 
Giulias Verschwinden
Frei ab 12 Jahren
CH/2009
Ab 4.2. in der Neuen Filmbühne
 
Regie: Christoph Schaub

 PRESSESTIMMEN:

"Ein wort- und geistreicher Episodenfilm zum Thema Alter, mit geschliffenen Dialogen von Star-Autor Martin Suter und mit einem lustvollen Ensemble."
KulturSPIEGEL

 

Giulia (Corinna Harfouch) wird 50 und ist von ihren Freunden zu einem Geburtstagsessen eingeladen worden. Auf dem Weg dorthin verschwindet sie einfach. Während Giulia auf Abwegen ist, sitzen die zurückgebliebenen Freunde im Restaurant und warten – und diskutieren über Haarausfall, Cholesterinwerte, goldene Turnschuhe und die Frage, ob man nochmal 20 sein möchte. Guilia hingegen hat sich durch die Stadt treiben lassen und in einem Brillengeschäft John (Bruno Ganz) getroffen. Der alte Charmeur hat sie bezaubert und in eine Bar entführt. In mehreren Erzählsträngen und exzellenten Dialogen verhandeln der Schweizer Erfolgsautor Martin Suter, von dem das Originaldrehbuch stammt, und Regisseur Christoph Schaub mal komisch, mal melancholisch die Erfahrung des Älterwerdens.

 

Mehr Infos zum Film unter http://www.giuliasverschwinden.x-verleih.de/
 
Schumann Jahr 2010
Frei ab 12 Jahren
D F/2010
Ab 17.01. 11:30 Uhr im Rex
 
Regie: diverse
Plakatmotiv "Schumann Jahr 2010"

Anlässlich des 200. Geburtsjahres von Robert Schumann

zeigt das StadtMuseum Bonn in Kooperation mit dem Schumann-Netzwerk, dem Endenicher Herbst und dem Rex, eine Reihe von Filmen über Robert und Clara Schumann.


Zuletzt haben wir am Sonntag den 28. Februar um 11:30 Uhr  die Premiere des Films "Hommage an Robert Schumann" von Pierre Viallet mit Marie Versini in Anwesenheit der Hauptdarstellerin und des Regisseurs gezeigt.

Im Rahmen des Endenicher Herbstes  gibt es dann ein großes Festival mit allen Schumann Filmen von Fr. 5.11. - So. 7.11.2010.

Mehr Infos zum Film unter http://www.schumann-portal.de
 
Bright Star
Frei ab 12 Jahren
GB AU/2009
Ab ab 4.3. in der Neuen Filmbühne
 
Regie: Jane Campion
Mit ihrem elegischen Kostümdrama „Bright Star - Meine Liebe. Ewig“ gelingt Oscarpreisträgerin Jane Campion eine betörende Ode an die romantische Liebe. Ihr sensibles Kinogedicht in suggestiv poetischen Bildern elektrisiert durch die heftige Intimität der bewegend tiefen Liebesgeschichte zwischen dem englischen Dichter John Keats und der phantasievollen Modistin Fanny Brawne. Die durch einen innigen Briefwechsel sowie zahlreichen einzigartigen Gedichten dokumentierte tragische Romanze der beiden, wird nicht zuletzt durch die beeindruckende Präsenz der Hauptdarstellerin Abbie Cornish getragen. Mehr Infos zum Film unter http://www.brightstar-derfilm.de/
 
Plastic Planet
Frei ab 12 Jahren
AT D/2009
Ab 25.02. im Rex
 
Regie: Werner Boote
Plakatmotiv "Plastic Planet"

Wir sind Kinder des Plastikzeitalters: vom Babyschnuller bis zur Trockenhaube, von der Quietscheente bis hin zum Auto. Plastik ist überall: In den Weltmeeren findet man inzwischen sechsmal mehr Plastik als Plankton und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar! Die Menge an Kunststoffen, die wir seit Beginn des Plastikzeitalters produziert haben, reicht aus, um unseren gesamten Erdball sechs Mal in Plastikfolie einzupacken.

In PLASTIC PLANET sucht Regisseur Werner Boote weltweit nach Antworten und deckt erstaunliche Fakten und unglaubliche Zusammenhänge auf. Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Schadet Plastik unserer Gesundheit? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Wer verliert? Wenn Sie diesen Film gesehen haben, werden Sie nie wieder aus einer Plastikflasche trinken!

Für Schulvorstellungen empfohlen!

Unterrichtsmaterial finden sie auf der Homepage des Films.

Mehr Infos zum Film unter http://www.plastic-planet.de/
 
An Education
Frei ab 12 Jahren
GB/2009
Ab 18.2. im Rex
 
Regie: Lone Scherfig

Nach einem Buch von Nick Hornby. Eine junge Frau entflieht ihrem kleinbürgerlichen Elternhaus in die große weite Welt an der Seite eines faszinierenden aber etwas undurchsichtigen Mannes. Der neue Film von Lone Scherfig (Italienisch für Anfänger)!

Mit 17 hat man für gewöhnlich noch Träume. Nicht so die junge Jenny, für die sich in diesem Alter schon große Träume erfüllt haben – dank eines doppelten so alten Mannes, der ihr das Tor zu einer glitzernden Zukunft öffnet. „An Education“ folgt den Gefühlen einer jungen Frau an der Schwelle zum Erwachsenwerden, in deren enger englischer Welt zu Beginn der sechziger Jahre plötzlich Wünsche Wirklichkeit werden. Das klingt nach Märchen. Aber Lone Scherfig erzählt die Geschichte so, als blättere sie in einem vergilbten Poesiealbum, mit bittersüßen Gefühlen, doch ohne Sentimentalität.

Mehr Infos zum Film unter http://www.aneducation-derfilm.de/
 
Welcome
Frei ab 12 Jahren
F/2009
Ab 4.3. in der Neuen Filmbühne
 
Regie: Phillipe Liorete
Plakatmotiv "Welcome"

Ein bewegender Spielfilm von Philipe Lioret (Die Frau des Leuchtturmwärters) über die Freundschaft zwischen einem Französischen Schwimmlehrer und einem jungen kurdischen Flüchtling der durch den Ärmelkanal nach England schwimmen will um seine Freundin vor einer Zwangsheirat zu bewahren.

Philipe Liorets neuer Film „Welcome“ hat sich in Frankreich zum Politikum entwickelt. Der Einwanderungsminister kanzelte das Drama über das Flüchtlingslager in Calais ab, die Sozialistische Partei unternahm einen Vorstoß gegen ein Gesetz, das Franzosen verbietet, Flüchtlingen zu helfen. Beim Thema illegale Migration schlagen die Wellen schnell hoch. Der Film ist jedoch trotz aller durchschimmernden Anteilnahme kein politisches Pamphlet. Lioret lotet nicht nur eine geografische Grenze aus, sondern zeigt ein Geflecht aus Trennungslinien, mit denen sich Menschen aus sozialen, politischen und privaten Gründen abschotten.

Mehr Infos zum Film unter http://www.arsenalfim.de/welcome
 
Wo die wilden Kerle wohnen
Frei ab 6 Jahren
USA/2009
Ab Kinderfilm im Februar im Rex
 
Regie: Spike Jonze
Max ist ein Kind voller Wut und unkontrollierter Impulse, und doch eine sensitive Seele, die sich allein gelassen fühlt. Nach einem Streit mit seiner gutmütigen, aber überforderten Mutter flüchtet er in eine Traumwelt - auf eine Insel mit monströse wirkenden, im Grunde aber kindlichen Kreaturen, die den wilden Jungen als König akzeptieren. Einige Tage lebt und tollt Max mit den neuen Freunden, bis es auch hier zu Enttäuschungen und Streit kommt. Doch Max weiß, dass jemand auf ihn wartet, der ihn immer lieben wird. Bedingungslos. Mehr Infos zum Film unter http://www.wodiewildenkerlewohnen-derfilm.de/
 
Küss den Frosch
Frei ab 6 Jahren
USA/2009
Ab Kinderfilm im März in der Neuen Filmbühne
 
Regie: John Musker, Ron Clements
Plakatmotiv "Küss den Frosch"
Zwar sind erst fünf Jahre seit dem letzten handgezeichneten Animationsfilm aus dem Hause Disney vergangen, dennoch mutet „Küss den Frosch“ über weite Strecken wie ein Film aus einer anderen Zeit an. Das klassische Grimmsche Märchen vom Froschkönig wurde Disneyisiert, mit aufwändigen Gesangsnummern aufgepeppt, steckt voller stereotyper Charakterisierungen und ist ausgesprochen unterhaltsam. Mehr Infos zum Film unter http://www.kuess-den-frosch.de/
 
Helen
Frei ab 12 Jahren
D/2009
Ab Matinee im Februar in der Neuen Filmbühne
 
Regie: Sandra Nettelbeck
Sandra Nettelbeck („Bella Martha“) wagt sich in ihrem neuen Film an ein bis heute aktuelles gesellschaftliches Tabu. Depressionen sind wie die meisten psychischen Krankheiten noch immer etwas, über das man nur selten wirklich offen spricht. In „Helen“ erliegt die Protagonistin, eine angesehene Musik-Professorin, schweren Depressionen, die sie brutal aus ihrem sorgsam aufgebauten Familien-Idyll entreißen. Nettelbecks Film zeichnet den Krankheitsverlauf mit viel Sensibilität und ohne Rückgriff auf melodramatische Klischees nach. Das ist bisweilen nur schwer zu ertragen, aber nicht zuletzt dank Ashley Judds couragierter Leistung immer sehenswert. Mehr Infos zum Film unter http://www.helen-derfilm.de/
 
Boxhagener Platz
Frei ab 6 Jahren
D/2009
Ab 4.3. in der Neuen Filmbühne
 
Regie: Matti Geschonneck
Plakatmotiv "Boxhagener Platz"

Schrullige Geschichten aus einem Berliner Viertel. Ein Berliner Heimatfilm mit dem Herz am richtigen Fleck. Mit Jürgen Vogel, Meret Becker und Gudrun Ritter.

1968 in Ostberlin: Studentenunruhen und sexuelle Revolution im Westen, Panzer in Prag. Und auf dem Ostberliner BOXHAGENER PLATZ erleben Oma Otti (Gudrun Ritter) und ihr zwölfjähriger Enkel Holger (Samuel Schneider) ihre ganz eigenen Abenteuer. Otti hat schon fünf Ehemänner ins Grab gebracht und dem sechsten geht es auch nicht mehr so gut, als sie Avancen von Altnazi Fisch- Winkler (Horst Krause) und dem ehemaligen Spartakuskämpfer Karl Wegner (Michael Gwisdek) erhält. Otti verliebt sich in Karl und plötzlich ist Fisch-Winkler tot. Holger avanciert zum Hobbydetektiv und lernt dabei einiges über die Liebe, die 68er Revolte und wie man mit "revolutionären“ Geheimnissen Frauen rumkriegt. Bis Holger einen Fehler begeht, der ausgerechnet Karl in Gefahr bringt...

Der vielfach preisgekrönte und am Boxhagener Platz aufgewachsene Berliner Regisseur Matti Geschonneck inszenierte den Film nach dem gleichnamigen Romandebüt von Torsten Schulz, der auch das Drehbuch verfasste. Trockener Humor, Melancholie und Berliner Charme – mit diesen Zutaten wirft BOXHAGENER PLATZ einen Blick zurück auf die 60er Jahre. Und auf eine wunderbare Liebesgeschichte zwischen einer friedhofs- und kochbegeisterten älteren Dame und einem eleganten Ex-Spartakisten. Der Film ist eine Liebeserklärung an die Stadt Berlin, an den kleinen Kosmos Boxhagener Platz und seine liebenswerten Bewohner und gleichzeitig eine Hommage an phantastische Schauspielgrößen aus Ost und West. BOXHAGENER PLATZ - ein Berliner Heimatfilm im besten Sinne.

Mehr Infos zum Film unter http://www.boxhagener-platz-film.de/
 
Die Fremde
Frei ab 12 Jahren
D/2010
Ab 11.03. in der Neuen Filmbühne
 
Regie: Feo Aladag

Zum Start erwarten wir Regisseurin Feo Aladag!

"Die Fremde" erzählt die Geschichte einer alleinerziehenden jungen Türkin, die um die Anerkennung ihrer Familie ringt.

Großes, bewegendes Kino! Film des Monats!

Umay ist in Deutschland aufgewachsen und lebt zusammen mit ihrem Ehemann Kemal und ihrem Sohn Cem in einem Vorort der türkischen Metropole Istanbul. Kemal hat regelmäßig Gewaltausbrüche, die sich gegen seine Frau und seinen Sohn richten. Um sich und ihren Sohn zu schützen packt Umay ihre Sachen und flieht zurück zu ihren Eltern nach Berlin. Doch in Berlin findet sie nicht die Unterstützung bei ihrer Familie, die sie sich erhofft hat. Umay will nicht wahr haben, dass die Familienehre ihren Eltern mehr zu bedeuten scheint, als die Liebe zu ihren Kindern.

Nach "Gegen die Wand" wieder eine schauspielerische Meisterleistung von Sibel Kekilli

Anlässlich des Weltfrauentages am Montag 08.03. 19:00 Uhr veranstalten wir mit Terre des Femmes eine Preview von „Die Fremde“  mit Einführung und Podiumsdiskussion im ODEON Köln mit Fatma Sonja Bläser "Hennamond".


Am Sonntag 14.03.  wird Regisseurin Feo Aladag ihren Film „Die Fremde“ persönlich vorstellen und mit dem Publikum diskutieren:

In der Neuen Filmbühne Bonn  um 16:30 Uhr

im ODEON Köln um 20:15 Uhr

Im ODEON Köln erwarten wir neben der Regisseurin Feo Aladag auch Hauptdarstellerin Sibel Kekilli.

 

Mehr Infos zum Film unter http://www.diefremde.de/
 
Vorsicht Sehnsucht
Frei ab 12 Jahren
F/2009
Ab 22.4. im Rex
 
Regie: Alain Resnais
Plakatmotiv "Vorsicht Sehnsucht"

Pressestimmen:

“Eine atemberaubend schöne Lektion in Sachen Freiheit und Phantasie.“   Le Monde

“Resnais mit seinen magischen 87 Lebensjahren hat sich mehr getraut als manch junger Kollege.“  Libération

“Eine surreale Komödie mit viel Sinn fürs Absurde. Das neue Werk von Alain Resnais
beweist eine große Modernität. Die Dialoge sind witzig und prägnant.“   Elle



Die gefundene Brieftasche einer interessanten Frau lässt ihrem Finder Sehnsüchte und Phantasien über den Kopf wachsen.

Der Rentner Georges findet eine Brieftasche und ist von der Eigentümerin Marguerite fasziniert.
Aber er traut sich nicht ihr die Brieftasche persönlich zurück zu geben, sondern bringt sie zur Polizei.
Als Marguerite bei ihm anruft, um sich beim Finder zu bedanken, spürt George, dass er diese Frau kennen lernen muss.

„Vorsicht Sehnsucht“ ist ein Film über die unkontrollierbare Vitalität des Lebens, die beständig den Asphalt der Konventionen auseinander treibt.

Der Großmeister  des französischen Beziehungskinos Alain Resnais, „Hiroshima Mon Amour“ (1959), „Letztes Jahr in Marienbad“ (1961) – „Smoking/No Smoking“ (1993); „On connaît la chanson“ (1997): "Herzen" (2006) – sucht für seine Beziehungsgeschichten immer neue Erzählformen. In seinem neusten Werk hat er sich vom französischen Bestsellerautor  Christian Gailly inspirieren lassen.
Sabine Azéma und André Dussollier spielen eine zunehmend verrückter werdende Annäherung zweier Menschen im fortgeschrittenen Alter. Menschen, die sich in ihrem Leben längst eingerichtet haben, und die eigentlich nichts mehr aus der Bahn werfen sollte. Der ironisch kommentierende Off-Erzähler, die präzis aufeinander abgestimmten, parallelen Handlungsebenen und die lustigen Missverständnisse und psychologischen Verwicklungen, machen den Film zu einer altersweisen, aber keineswegs milden Komödie über unerfüllte Wünsche und Lebensentwürfe.

VORSICHT SEHNSUCHT (Les herbes folles)
erhielt in Cannes 2009 den Spezialpreis der Jury

 

Mehr Infos zum Film unter http://www.schwarzweiss-filmverleih.de/21/trailer
 
Die Frau mit den 5 Elefanten
Frei ab 12 Jahren
D/2009
Ab 18.3. in der Neuen Filmbühne
 
Regie: Vadim Jendreyko
Swetlana Geier gilt als die grösste Übersetzerin russischer Literatur ins Deutsche. Ihre Neuübersetzungen von Dostojewskijs fünf grossen Romanen, genannt die "fünf Elefanten", sind ihr Lebenswerk und literarische Meilensteine.

Swetlana Geier: „Für das Übersetzen ist die Vorstellung eines Transports keine zureichende Metapher. Es ist kein Transport, weil das Gepäck niemals ankommt. Mich haben immer die Verluste interessiert. Mich hat das interessiert, was immer jenseits des Neuen, des Übersetzten bleiben muss.“

Ihre Arbeit ist von grossem sinnlichen Sprachverständnis und kompromissloser Achtung vor den Autoren geprägt. Sie hat den Anspruch, dass die Übersetzung im Kern den Geist des Werkes und das Wesen des Autors treffen muss. Zugleich ist ihr bewusst, dass jede Übersetzung letztendlich unvollkommen und der Zeit ihrer Entstehung verhaftet bleibt. Sie sagt:

„Übersetzungen sind sterblich. Jede Zeit verdient ihre eigenen Übersetzungen“.
Swetlana Geiers Leben wurde von Europas wechselvoller Geschichte überschattet und ihr Schicksal ist aussergewöhnlich: 1923 in der Ukraine geboren, erlebt sie mit 15, wie ihr Vater bei Stalins politischen Säuberungen verhaftet wird, 18 Monate später schwer misshandelt entlassen wird und kurz darauf stirbt. Mit 18 verliert sie ihre beste Freundin, als SS Kommandos in Kiew 30’000 Juden hinrichten. Während der Besetzung der Ukraine arbeitet sie als Dolmetscherin und wird 1943 mit ihrer Mutter in ein Ostarbeiterlager in Dortmund interniert.
Sie erlebt die Gräuel zweier Diktaturen, aber trifft immer wieder auf Menschen mit Zivilcourage und Mut, die sich für sie engagieren und ihr Überleben ermöglichen.

„Es gab einen Mann, der sich für mich einsetzte. Er war ein Mitarbeiter im Ministerium für die besetzten Ostgebiete. Und es war nicht so, dass er sich ein Schätzchen ins Bett holen wollte. Ich habe damals unter den Deutschen Menschen getroffen, die vollkommen selbstlos Unmögliches für mich erreichten.“
Nach dem Krieg bleibt sie in Deutschland, studiert, gründet eine Familie und beginnt, russische Literatur ins Deutsche zu übertragen. Heute unterrichtet sie seit 40 Jahren an verschiedenen Universitäten. Sie ist mehrfache Gross- und Urgrossmutter und das Oberhaupt ihrer weit verzweigten Familie.

„Meine Lehrerin hat immer gesagt: ‚Nase hoch beim Übersetzen’. Das heißt, man übersetzt nicht von links nach rechts, wie die Sprache läuft, sondern nachdem man sich den Satz angeeignet hat. Er muss nach Innen genommen, ans Herz gelegt werden. Ich lese das Buch so oft, bis die Seiten Löcher kriegen. Im Grunde kann ich es auswendig. Dann kommt ein Tag, an dem ich plötzlich die Melodie des Textes höre.
Dostojewskijs Werk nimmt in Swetlana Geiers Leben einen besonderen Stellenwert ein. In einem jahrelang dauernden Prozess verleibt sie sich die Texte ein, studiert die Manuskripte Dostojewskijs, reist an die Schauplätze, an denen die Handlungen in den Romanen angesiedelt sind, um deren Geografie zu verstehen und mit den Augen des Schriftstellers sehen zu lernen.

„Man muss Dostojewskij lesen wie ein Schatzgräber: an den unscheinbarsten Stellen sind Juwelen vergraben, die man oft erst beim zweiten oder dritten Mal Lesen entdeckt. Er ist unerschöpflich.“
Heute ist Swetlana Geier mit dem Leben und Wirken dieses Dichters vertraut wie wohl kaum sonst jemand. Und seine zentralen Themen, um die seine Romane immer wieder kreisen, faszinieren sie mehr denn je: Die Frage nach der Freiheit des Menschen. Seine Selbsterkenntnis. Und: kann der Zweck die Mittel heiligen?

Mit 85 Jahren reist Swetlana Geier zum ersten Mal seit dem Krieg zurück an die Orte ihrer Kindheit in der Ukraine. Der Regisseur Vadim Jendreyko begleitete sie auf dieser Reise.

In Fragmenten zeichnet der Film die Erinnerung der Protagonistin auf, Archivbilder widerspiegeln dabei die Weltgeschichte, deren Zeugin sie war. Er begleitet sie zu den versiegelten Orten ihrer Kindheit und folgt ihr zuhause bei ihren Alltagsaufgaben wie auch bei ihrer literarischen Tätigkeit.


Der Film verwebt Swetlana Geiers Lebensgeschichte mit ihrem literarischen Schaffen und spürt dem Geheimnis dieser unermüdlichen Mittlerin zwischen den Sprachen nach.
Er erzählt von grossem Leid, stillen Helfern und unverhofften Chancen - und einer alles überstrahlenden Liebe für Sprache. Mehr Infos zum Film unter http://www.5elefanten.ch/
 
Verdamnis
Frei ab 12 Jahren
Schweden/2009
Ab 17.3. im Rex
Ab 31.3. in der Neuen Filmbühne
 
Regie: Daniel Alfredson
Plakatmotiv "Verdamnis"
Der zweite Teil der Milleniums-Trilogie knüpft die Geschichten des Journalisten Mikael Blomkvist und des Missbrauchsopfer Lisbeth Salander weiter. Aufhänger ist diesmal eine Aufsehen erregende Geschichte um Zwangsprostitution, die allerdings zunehmend in den Hintergrund gerät, je mehr Lisbeth ihrer tragischen Vergangenheit auf die Spur kommt. Ein solider nordischer Krimi, besonders natürlich für Fans der Roman-Trilogie von Stieg Larsson.

Mehr Infos zum Film unter http://www.verdammnis-derfilm.de/
 
Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen
Frei ab 12 Jahren
D/2009
Ab 25.3. im Rex
 
Regie: Hajo Schomerus

In der Grabeskirche streiten sechs christliche Glaubensgemeinschaften um ihren Anteil am Gotteshaus. Hajo Schomerus hat das absurde Treiben dokumentarisch festgehalten.

Im Herzen des Pulverfasses Jerusalem steht die anno 325 über Jesu Grabmal errichtete Grabeskirche - der allerheiligste Ort der christlichen Welt. An die 300 christliche Glaubensrichtungen existieren und sechs davon haben sich einen Platz in dieser Kirche erkämpft. Griechisch-orthodoxe, römisch-lateinische, syrische, armenische, äthiopische Abessiner und ägyptische Kopten wohnen unter einem Dach auf engstem Raum. Doch das Haus des Herrn ist kein nettes Multi-Kulti-Kloster. Hier herrscht Segregation. Dokumentarfilm-Kameramann Hajo Schomerus ("Ich und das Universum") liefert in seiner zweiten Regiearbeit die Anatomie eines Mikrokosmos ab, wo um jeden Zentimeter trickreich und erbittert gestritten wird - und das seit Jahrhunderten.

Preview: im Odeon Köln mit Gästen in Zusammenarbeit mit dem erzbischhöflichen Ordinariat Di. 2.3. 17:00 Uhr

Preview im Rex Bonn am So. den 21.3. um 16:30 in Anwesenheit von Regisseur Hajo Schomerus. Mehr Infos zum Film unter http://www.imhausmeinesvaters.x-verleih.de/
 
Die Herbstzeitlosen
Frei ab 12 Jahren
CH/2006
Ab 24.03. 15:00 Uhr in der Neuen Filmbühne
 
Regie: Bettina Oberli
Plakatmotiv "Die Herbstzeitlosen"
PRESSESTIMMEN:

Die Schweizer Regisseurin Bettina Oberli lässt ihre vier Protagonistinnen mit so viel Mutteriwtz, Herzenswärme und Charme agieren, dass ihr eine Seltenheit gelungen ist: eine beschwingte Komödie über das Alter. ...macht richtig gute Laune.
Der Spiegel

Eine unaufgeregte, charmante und schlitzohrige Geschichte über Lebensträume und späte Emanzipation.
Cinema

Diese charmante und mit Witz unterhaltende Komödie punktet mit vier Hauptdarstellerinnen unter Führung von Stephanie Glaser, die eine zeitgemäße Botschaft fröhlich verkünden - es ist nie zu spät, seine Wünsche in die Wirklichkeit umzusetzen.
Blickpunkt:Film


Eine warmherzige, ausgesprochen charmante Komödie aus der Schweiz über vier rüstige ältere Damen, wie sie im Buche stehen! Angesiedelt im malerischen Emmental, erzählt Regisseurin Bettina Oberli eine leichte Komödie mit nachdenklichen Momenten. Der Film lebt von seinen sympathischen Hauptdarstellerinnen und einer genauen Beobachtung eines konservativen Dorfes, dass sich nur langsam mit der Erkenntnis abfindet, dass in einer Gesellschaft, in der zunehmend alte Menschen leben, das Leben nicht schon mit 65 Jahren vorbei ist. Mehr Infos zum Film unter http://www.x-verleih.de/
 
Der Räuber
Frei ab 12 Jahren
D AT/2009
Ab 25.03. im Rex
 
Regie: Benjamin Heisenberg
Im zweiten Langfilm von Benjamin Heisenberg (Schläfer) ist Bewegung alles. Lose auf einer wahren Begebenheit basierend, beschreibt er den Marathonläufer und Serienbankräuber Johann Rettenberger, der, von unbestimmten Trieben geleitet, mit höchster Professionalität seinen beiden Tätigkeiten nachgeht.
 
Der Ghostwriter
Frei ab 12 Jahren
GB/2010
Ab 11.03. im Rex
 
Regie: Roman Polanski
Plakatmotiv "Der Ghostwriter"

Der viel gelobte hoch spannende neue Film von Roman Polanski.

Der Auftrag ist zu lukrativ, um ihn abzulehnen. Ein professioneller Ghostwriter (Ewan McGregor) soll die halbfertigen Memoiren des ehemaligen britischen Premierministers Adam Lang (Pierce Brosnan) bearbeiten. Bei der Vertragsunterzeichnung ist ihm das Schicksal seines Vorgängers Michael McAra jedoch nicht bekannt. Der enge Vertraute Langs wurde kurz zuvor leblos vor der Insel Martha’s Vinyard an der US-Ostküste angespült, wohin der Politiker sich zurückgezogen hat. Das Verlagshaus macht Lang und seinem Ghostwriter mächtig Dampf, in spätestens vier Wochen soll das Werk druckfertig sein, doch die Arbeit an dem Buch gestaltet sich als schwierig. Lang wird in einen politischen Skandal gezogen, er soll zu seiner Amtszeit erlaubt haben, Terrorverdächtige in Foltergefängnisse zu verfrachten. Sein ehemaliger Außenminister Rycart (Robert Pugh) enthüllt belastende Details und eine Anklage beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag ist in Vorbereitung. Die Medienmeute Boxhagener Platzbelagert Langs abgeschirmtes Hochsicherheitsdomizil in Massachusetts und der Ghostwriter wird mit in die Affäre gezogen. Er recherchiert aber auch seinerseits und stößt auf Unstimmigkeiten, die sein Leben in Gefahr bringen. Dazu kommt er Langs Ehefrau Ruth (Olivia Williams) gefährlich nahe…

Mehr Infos zum Film unter http://www.ghostwriter.kinowelt.de/
 
A Single Man
Frei ab 12 Jahren
USA/2009
Ab 8.4. im Rex
 
Regie: Tom Ford

Ein Meisterwerk. das sich mühelos in der Liga von Stephen Daldrys "The Hours" bewegt.

"A Single Man" spielt an einem einzigen Tag zu Beginn der sechziger Jahre im Leben des 52-jährigen britischen Literaturprofessors George Falconer (Colin Firth), der an einer Universität in Los Angeles unterrichtet. Das Leben des isoliert lebenden Mannes gerät aus den Fugen, als er erfährt, dass sein langjähriger Geliebter Jim (Matthew Goode) bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist.

Als das Filmdebüt des Modedesigners Tom Ford bei den Filmfestspielen in Venedig angekündigt wurde, mischten sich Neugier mit Skepsis, wie immer, wenn sich ein bekannter Name auf fremdem Terrain versucht. Die Skepsis war unbegründet: Fords Verfilmung des gleichnamigen Romans von Christopher Isherwood über einen homosexuellen College-Professor, der seinen langjährigen Partner durch einen Unfall verliert, ist nicht nur ein exquisit ausgestattetes, sondern ein in allen Belangen überzeugendes Werk, das gleich drei Golden Globe-Nominierungen (Colin Firth und Julianne Moore für ihre Darsteller-Leistungen, Abel Korzeniowski für die Filmmusik) auf sich vereinen konnte. Mehr Infos zum Film unter http://www.asingleman.senator.de/
 
Tanzträume
Frei ab 12 Jahren
D/2009
Ab 8.4. im Rex
 
Regie: Anne Linsel, Rainer Hoffmann
Plakatmotiv "Tanzträume"

– Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch

Man durfte gespannt sein, ob nach dem großen Erfolg von Rhythm is it ein weiteres Tanzprojekt mit jungen Menschen bestehen kann. Die Antwort ist positiv: Tanzträume – Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch setzt trotz mancher Parallelen eigene Akzente. Für die Fans von Pina Bausch ist es die letzte Begegnung mit der legendären Künstlerin. Sie starb im Juni 2009, konnte aber noch eine Rohfassung des Films sehen.

"Kontakthof" heißt ein Tanztheaterstück der Tänzerin, Choreografin und Theaterleiterin Pina Bausch, das 1978 zum ersten Mal aufgeführt wurde. Es handelt von einem Ort, an dem Menschen Kontakt suchen. Also von Zärtlichkeiten und Aggressionen, von Sehnsüchten und Enttäuschungen, von der großen Liebe und dem großen Kummer. Pina Bausch hat dann dasselbe Stück im Jahre 2000 erneut inszeniert, diesmal aber mit einer Laiengruppe von Senioren über 65. Und um die Generationenreihe voll zu machen, entstand 2006 das Projekt, dem Stück mit jugendlichen Laien zwischen 14 und 18 einen erneut anderen Touch zu geben.

 

Mehr Infos zum Film unter http://www.realfictionfilme.de/filme/tanztraeume/index.php
 
Nothing Personal
Frei ab 12 Jahren
Irland Niederlande/2009
Ab 8.4. in der Neuen Filmbühne
 
Regie: Urszula Antoniak
Die junge Holländerin Anne lässt ihr altes Leben hinter sich und reist nach Irland. Dort trifft sie auf den Eigenbrötler Martin, mit dem sie sich auf eine Zweckgemeinschaft einlässt.

Ein letzter Blick fällt auf all die Dinge, die Teil eines vergangenen Lebens sind. Die junge Holländerin Anne (Lotte Verbeek) sitzt am Fenster ihrer leeren Wohnung und schaut auf die Straße, vor der ihr Hab und Gut aufgetürmt darauf wartet, von neuen Besitzern in Empfang genommen zu werden. Sie streift ihren Ring als letztes Symbol der Befreiung ab und lässt ihr altes Leben damit endgültig hinter sich. Warum sie das alles tut bleibt ungewiss. Vielleicht hat sie ein Schicksalsschlag ereilt oder eine enttäuschte Liebe aus der Bahn geworfen. Was ihr bleibt ist ein Rucksack, der mit den elementarsten Gegenständen gefüllt ist, die sie für ihren weiteren Weg benötigt. Und so reist sie mit Zelt und Rucksack beladen nach Irland, um ein neues Leben zu beginnen.

In völliger Einsamkeit wandert Anne durch ihre neue Umgebung. Die Nähe zu Menschen ist ihr verhasst und so versucht sie möglichst darauf zu verzichten, sich per Anhalter mitnehmen zu lassen. Die raue und wunderschöne Natur ist ihr ständiger Begleiter. Sie schläft am Strand oder auf einer Wiese, ernährt sich auch schon mal aus einer Mülltonne und lässt sich treiben. Doch das Schicksal nimmt sich bald ihrer an und lässt sie auf einen Menschen treffen, der wenigstens genauso eigenwillig ist wie sie selbst. Ein Eigenbrötler namens Martin, der allein auf einem abgeschiedenen Hof lebt und in Anne eine durchaus willkommene Gesellschaft sieht. Er bietet ihr Verpflegung an und fordert dafür ihre Unterstützung bei der Gartenarbeit. Der Beginn einer Zweckgemeinschaft, die keinen persönlichen Kontakt und auch kein gegenseitiges Hinterfragen zulässt. Und doch ist es auch der Beginn einer Beziehung zwischen zwei Menschen, deren Ausgang noch völlig offen ist.

Mehr Infos zum Film unter http://www.mfa-film.de/kinofilme/kino-titel/nothing-personal/