Zu Ende ist alles erst am Schluss

Ab 26.03. in der Neuen Filmbühne

Regie: Jean-Paul Rouve
Plakatmotiv "Zu Ende ist alles erst am Schluss"
F / 2014
Romain Esnard ist jung und hat das ganze Leben noch vor sich. Sein Vater Michel ist Postbeamter alter Schule und geht gerade in Rente. Seine geliebte Großmutter Madeleine musste jüngst ins Seniorenheim und sein Opa ist gerade gestorben. Eigentlich interessiert sich Romain für Literatur und vielleicht möchte er auch ein Buch schreiben, doch die ganz normalen Familiengeschichten halten ihn in Atem. Das Seniorenheim findet Oma Madeleine so scheußlich, dass sie urplötzlich Reißaus nimmt und spurlos verschwindet. Familie Esnard, beziehungsweise das, was von ihr übrig ist, gerät in noch größeren Aufruhr. Vater Michel, ohnehin konsterniert über den eigenen Ausstieg aus dem Leben, kriegt einen Wutanfall nach dem nächsten. Und Romains Mutter erklärt, dass sie die Scheidung will.
Eines Tages findet Romain in seinem Briefkasten eine Postkarte. Und am nächsten Tag eine weitere, kleine Hinweise, an welchem Ort nach Madeleine zu suchen ist. Romain macht sich auf den Weg an die Nordküste Frankreichs und begegnet nicht nur einem unverhofften Tankstellenorakel, das Auskunft über die große Liebe gibt, sondern auch Erinnerungen an erste und späte Dinge des Lebens.

»Monsieur Claude«-Star Chantal Lauby und der französische Komödienheld Michel Blanc zeigen sich in diesem unbeschwerten und turbulenten Erinnerungsfamilienabenteuer von ihrer besten Seite. Das Leben ist eine ernste Angelegenheit - »Zu Ende ist alles erst am Schluss« lässt es uns in den gleichermaßen schillernden und bezaubernden Farben sehen, die zwischen Vergangenheit und Zukunft herrschen.
Mehr Infos zum Film unter http://www.zu-ende-ist-alles-erst-am-schluss.de/

Eine neue Freundin

Ab 02.04. in der Neuen Filmbühne

Regie: François Ozon
Plakatmotiv "Eine neue Freundin"
Frei ab 12 Jahren
F / 2014
Claire und Laura sind beste Freundinnen seit Kindertagen. Doch ihre Freundschaft findet ein jähes Ende, als Laura überraschend stirbt. Sie hinterlässt ein Baby und ihren Ehemann David. Als Claire den Witwer unangemeldet besucht, erwischt sie ihn in Lauras Kleidern – dem Baby die Flasche gebend. Anfangs verstört von der Verwandlung findet Claire in David schon bald eine neue Freundin.

Wie kein zweiter Regisseur vermag es François Ozon (»Jung & Schön«, »8 Frauen«), Frauenfiguren einfühlsam und glaubhaft zu inszenieren und seine eigene Homosexualität in die Filmstoffe einfließen zu lassen. In seinem neuen Meisterwerk erzählt er von einer ungewöhnlichen Frauenfreundschaft, bei der Frauen nicht zwingend weiblich sein müssen. Romain Duris (»So ist Paris«, »L’auberge espagnole«) brilliert als neue Freundin und demonstriert überaus einnehmend seine feminine Seite. Dabei bezirzt Anaïs Demoustier (»Das bessere Leben«, »Der Schnee am Kilimandscharo«) Duris und das Publikum gleichermaßen als ziemlich beste Freundin. Mehr Infos zum Film unter http://www.eineneuefreundin.weltkino.de/

Every Thing Will Be Fine

Ab 02.04. im Rex

Regie: Wim Wenders
Plakatmotiv "Every Thing Will Be Fine"
Frei ab 6 Jahren
D CDN S N / 2015
An einem verschneiten Winterabend auf einer Landstraße mit schlechter Sicht kommt wie aus dem Nichts ein Schlitten einen Berg hinunter und kracht ungebremst in ein Auto. Der Autofahrer und Buchautor Thomas (James Franco) trägt keine Schuld an dem tragischen Unfall, der einen kleinen Jungen sein Leben kostet. Auch Mutter (Charlotte Gainsbourg) und Bruder (Jack Fulton) des Jungen sind schuldlos - es war schlicht und ergreifend ein Unglück. Dennoch stürzt Thomas in ein tiefes Loch und kann seine Schuldgefühle auch mit Alkohol und Drogen nicht abschütteln. An der emotionalen Last zerbricht letztlich auch die Beziehung zu seiner Freundin Sara (Rachel McAdams). Er sucht Zuflucht im Schreiben, doch als sich sein erstes Buch nach dem Unfall als Hit erweist und Thomas zum gefeierten Autor wird, muss er sich fragen, ob der Preis für seinen Ruhm nicht zu hoch war. Mit Ann (Marie-Josée Croze) und ihrer Tochter Mina (Lilah Fitzgerald) versucht er, eine eigene Familie zu gründen. Zwölf Jahre später entschließt sich Christopher (Robert Naylor) den Mann aufzusuchen, den er zuvor nur einmal traf, in jener schicksalhaften Nacht, als sein Bruder starb. - Filmstarts

Berliner Philharmoniker: Bachs Matthäus-Passion

Ab Karfreitag 03. April um 11 Uhr im Rex

Plakatmotiv "Berliner Philharmoniker: Bachs Matthäus-Passion"
D

Die Berliner Philharmoniker - Bachs Matthäus-Passion mit Sir Simon Rattle

Karfreitag 03. April um 11 Uhr (Dauer: 195 Min.)

Karten können bereits an der Kinokasse im Rex erworben werden
Eintritt: 15 € / 11 € erm.

»Nicht alle Musiker glauben an Gott, aber alle glauben an Johann Sebastian Bach«, sagte Mauricio Kagel, der sich als Passions-Komponist intensiv mit dem Leben des von bürokratischen Stadtvätern und unmotivierten Lateinschülern geplagten Thomaskantors auseinandersetzte. Dabei ist der Begriff »Passion« untrennbar mit dem Namen »Bach« verbunden, allen voran durch dessen Matthäus-Passion, die bereits hinsichtlich ihrer äußerlichen Dimensionen ein Werk der Superlative ist.

Denn das Oratorium vom Leiden und Sterben Christi, das zu Bachs Lebzeiten alles in den Schatten stellte, was auf musikalischem Gebiet denkbar war, besteht aus nicht weniger als 68 Einzelsätzen (nach alter Zählung waren es sogar 78), die u. a. den monumentalen Eingangschor, die Choralbearbeitung »O Mensch, bewein dein Sünden groß« oder den gewaltigen Schlusschor enthalten. Schon in der ersten Werkfassung von 1727 wird zudem eine umfangreiche doppelchörige Besetzung von Chor und Orchester verlangt, deren beeindruckende stereophone Effekte nichts von ihrer faszinierenden Wirkung verloren haben. (Bach selbst hat bei einer Aufführung 1736 nachweislich die vollständige Trennung der Ensembles gewagt, wodurch die real-räumliche Differenzierung des Dialogs zwischen den beiden vokal-instrumentalen Ensembles möglich wurde.)

Gemeinsam mit Rundfunkchor, Knaben des Staats- und Domchors und einem hochkarätigen Solistenensemble widmet sich Sir Simon Rattle zum Auftakt der Festwoche zum 50. Jahrestag der Einweihung von Hans Scharouns Philharmonie Bachs größter Passionsmusik, einem Werk mit Suchtpotenzial, in dem sich auch nach wiederholtem Hören immer wieder Neues entdecken lässt. Doch auch das Sehen kommt an den drei Abenden nicht zu kurz: Wie schon im April 2010 wird die Matthäus-Passion in der unvergesslichen Inszenierung von Peter Sellars aufgeführt.


Mehr Infos zum Film unter http://www.berliner-philharmoniker.de/konzerte/kalender/details/16913/

Die neue Wildnis - Große Natur in einem kleinen Land

Ab 09.04. im Rex

Regie: Mark Verkerk, Ruben Smit
Plakatmotiv "Die neue Wildnis  - Große Natur in einem kleinen Land"
NE / 2014
Schauspieler, Autor, Naturliebhaber und Umweltschützer Hannes Jaenicke nimmt den Zuschauer mit auf eine spannende Reise in eine verborgene Welt. Die Wunder der niederländischen Wildnis mit ihrer unglaublichen Artenvielfalt und ihrem fesselnden Lebenszyklus werden von Regisseur Mark Verkerk eindrucksvoll in Szene gesetzt. Überraschend und erstaunlich, wie genial das ökologische System auf einem Stück niederländischer Wildnis funktioniert. Fast zwei Jahre lang hat das Filmteam in den Oostvaardersplassen und angrenzenden Naturgebieten der Niederlande gefilmt. Das Ergebnis ist ein Naturfilm, wie es ihn über die Niederlande zuvor noch nie gegeben hat. Mehr Infos zum Film unter http://dieneuewildnis.de/

The Princess and I - Marianne Pitzen, Künstlerin, Museumsdirektorin, Aktivistin

Ab So. 12.04. 12 Uhr: zu Gast. Regisseurin A. Runge/M. Pitzen im Rex

Regie: Annelie Runge
Plakatmotiv "The Princess and I  - Marianne Pitzen, Künstlerin, Museumsdirektorin, Aktivistin"
D / 2015
Ich habe MP, wie alle sie nennen, bei der Arbeit begleitet. Im Museum und unterwegs. Ich wollte zeigen, wie künstlerische Unabhängigkeit  und politisches Engagement sich in der Person der Museumdirektorin verkörpern, gespiegelt von den Künstlerinnen, die sie umgeben, und von solchen, die bekannt sind und sie unterstützen. Auch habe ich das Material, das ich seit der Gründung des FrauenMuseums gesammelt habe eingebracht, besonders die Filmaufnahmen der Reise, die ich mit MP und den beiden Kuratorinnen Qui Ping und Chris Werner nach Peking, Hanghzou und Shanghai unternahm, auf der Suche nach chinesischen Künstlerinnen sowie die Protestaktionen bei der Documenta 1992 und 1998 im Moma in New York.

Marianne Pitzen hat den langen Weg von der Besetzung eines leerstehenden Kaufhauses bis zur Schaffung der international bekannten Institution hinter sich: Sie ist seit 33 Jahren die Direktorin des weltweit ersten FRAUENMUSEUMS in Bonn.Vor 30 Jahren gründete sie zusammen mit neun Künstlerinnen, die allesamt im FrauenMuseum ihre Ateliers hatten, die Gruppe "zart&zackig", die für ihre spektakulären Protestaktionen bekannt waren.

Einheitspreis: 6 €

10 Milliarden - Wie werden wir alle satt?

Ab 16.04. | 29.04 20 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs V. Thurn im Rex

Regie: Valentin Thurn
Plakatmotiv "10 Milliarden - Wie werden wir alle satt?"
D / 2015
Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden Menschen anwachsen. Doch wo soll die Nahrung für alle herkommen? Kann man Fleisch künstlich herstellen? Sind Insekten die neue Proteinquelle? Oder baut jeder bald seine eigene Nahrung an?

Regisseur, Bestseller-Autor und Food-Fighter Valentin Thurn sucht weltweit nach Lösungen. Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie wir verhindern können, dass die Menschheit durch die hemmungslose Ausbeutung knapper Ressourcen die Grundlage für ihre Ernährung zerstört, erkundet er die wichtigsten Grundlagen der Lebensmittelproduktion. Er spricht mit Machern aus den gegnerischen Lagern der industriellen und der bäuerlichen Landwirtschaft, trifft Biobauern und Nahrungsmittelspekulanten, besucht Laborgärten und Fleischfabriken.
Mehr Infos zum Film unter http://10milliarden-derfilm.de/

Nur eine Stunde Ruhe!

Ab 16.04. in der Neuen Filmbühne

Regie: Patrice Leconte
Plakatmotiv "Nur eine Stunde Ruhe!"
F / 2014
Auf einem Flohmarkt entdeckt der leidenschaftliche Jazz-Fan Michel (Christian Clavier) eines sonnigen Morgens eine seltene Schallplatte. Nichts wünscht er sich sehnlicher, als das neu erworbene Werk in Ruhe zu Hause und allein anhören und genießen zu dürfen. Doch es scheint, als habe sich die Welt gegen ihn verschworen: seine Ehefrau macht ihm ein furchtbares Geständnis, sein unberechenbarer Sohn taucht aus dem Nichts wieder auf, Michels besorgte Mutter ruft ununterbrochen an und zu allem Überfluss findet ausgerechnet an diesem Tag eine große Party in der Nachbarschaft statt. Um in diesem Chaos endlich einfach nur eine Stunde seine geliebte Schalplatte hören zu können, ist Michel jedes Mittel recht. Dennoch muss der gerissene Lügner all seine Energie einsetzen, damit aus dem sonnigen Morgen kein böser Albtraum wird… Mehr Infos zum Film unter http://dcmworld.com/distribution/?p=1242

In meinem Kopf ein Universum

Ab 16.04. in der Neuen Filmbühne

Regie: Maciej Pieprzyca
Plakatmotiv "In meinem Kopf ein Universum"
Frei ab 6 Jahren
PL / 2014
Mateus liebt die Sterne. Oft lehnt er nachts am Fenster und blickt in die Tiefen des Universums. Und immer stellt er sich die eine Frage: „Wie kann ich den anderen zeigen, dass ich nicht zurückgeblieben bin? Wie kann ich beweisen, dass ich fühle und denke wie jeder andere?“ Mateus leidet unter einer zerebralen Bewegungsstörung und ist nicht im Stande seinen Körper zu kontrollieren. Obwohl er nicht mit seiner Umwelt kommunizieren kann, nimmt er doch alles um sich herum wahr: Die abstoßenden Bemerkungen seiner Schwester. Das Lächeln der wunderschönen Anka. Die liebevolle Fürsorge seiner Mutter. Und die üppigen Brüste der netten Nachbarin. Doch der Tag wird kommen, an dem er es allen zeigen wird…

IN MEINEM KOPF EIN UNIVERSUM ist ein bewegendes Drama, das zu Tränen rührt, zum Nachdenken anregt und auch zum Lachen bringt. Basierend auf einer wahren Geschichte nutzt der Film eine selbstironische Perspektive, um den Zwiespalt seines gelähmten Protagonisten zu beleuchten.
Mehr Infos zum Film unter http://www.mfa-film.de/kinofilme/kino-titel/in-meinem-kopf-ein-universum/

Exhibition on Screen im Rex-Kino

Ab So. 19 April | 31. Mai. im Rex

Plakatmotiv "Exhibition on Screen im Rex-Kino"
OmU
2014

Das Rex-Kino zeigt: EXHIBITION ON SCREEN

Versäumen Sie keinesfalls die unglaubliche Kunstfilm-Saison im Kino.

Ihr Sitzplatz in der ersten Reihe vor den berühmtesten Kunstgegenständen der Welt.

Exhibition on Screen: Vincent van Gogh mit exklusivem Zugang zum Van Gogh Museum in Amsterdam
So. 19. April ca. 15 Uhr, Eintritt: 12 € / 10 € erm.


Die Ausstellung des Amsterdamer Van-Gogh-Museums auf der Kinoleinwand! Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 10 Euro
Entdecken Sie die dramatische Geschichte und ikonischen Arbeiten des weltweit beliebtesten Künstlers Vincent van Gogh. Genießen Sie eine einmalige und detaillierte Besichtigung der Schätze des Amsterdamer Van-Gogh-Museums in einem brillanten und neuen Dokumentationsfilm über einen der weltweit faszinierendsten und beliebtesten Künstler. In Zusammenarbeit mit den Experten des Van-Gogh-Museum erleben Sie nicht nur die legendären Meisterwerke van Goghs auf der großen Leinwand, sondern erhalten einen intensiven Einblick hinter die Arbeit des Künstlers. Speziell geladene Gäste, darunter weltbekannte Kuratoren und Kunsthistoriker, geben anlässlich seines 125-jährigen Todestages exklusive Interviews und interpretieren dabei nicht nur die weltbekannten Gemälde sondern auch van Goghs Leben selbst. Wir präsentieren Ihnen diese fantastische Ausstellung in englischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln - natürlich in perfektem HD und brillantem 5.1. Surround Sound.

Exhibition on Screen: The Impressionisten von Paris, London und den USA
So. 31. Mai. ca. 15 Uhr

Die Sammlung des Pariser Kunstsammlers Paul Durand-Ruel auf der Kinoleinwand! Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 10 Euro
Entdecken Sie die Geschichte der größten Kunst-Revolutionäre: Mit Werken der weltweit beliebtesten Künstlern wie Monet, Renoir, Cezanne, Degas, Pissarro und vielen mehr. Ihre monumentalen Arbeiten sind weltbekannt, doch wer waren diese Künstler wirklich? Warum und wie genau haben sie gemalt? Was verbirgt sich hinter ihrer andauernden Attraktivität? Um diese und weitere interessante Fragen zu beantworten, bietet Ihnen dieser energetische und Aufschluss gebende Dokumentarfilm mit einen noch nie dagewesenen Gastvortrag des Pariser Kunstsammlers Paul Durand-Ruel einen tiefen Einblick. Diese mit Spannung erwartete internationale Ausstellung aus Paris, London und den USA ist möglicherweise die umfassendste Untersuchung der Impressionisten in der Geschichte. Wir präsentieren Ihnen diese fantastische Ausstellung in englischer Originalfassung mit deutschen Untertiteln - natürlich in perfektem HD und brillantem 5.1. Surround Sound.

Mehr Infos zum Film unter http://www.youtube.com/watch?v=HeM0gDTkN44

183 Tage – Der Auschwitz-Prozess

Ab So 19.4 11:00 Uhr im Rex

Regie: Janusch Kozminski
Plakatmotiv "183 Tage – Der Auschwitz-Prozess"
Frei ab 12 Jahren
D / 2014
183 Tage – Der Auschwitz-Prozess (1963–1965)

Fünfzehn Jahre gingen ins Land der Täter, bis eine deutsche Staatsanwaltschaft erstmals systematische Ermittlungen gegen Angehörige der Lager-SS von Auschwitz einleitete.

Am 20. Dezember 1963 wurde dann im Frankfurter Rathaus Römer und später im Bürgerhaus Gallus der größte Strafprozess der deutschen Nachkriegsgeschichte aufgenommen. Der vom hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer initiierte Prozess, der 183 Verhandlungstage andauerte, hat für die deutsche und die internationale Öffentlichkeit eine überragende Bedeutung erlangt. In dem Verfahren kam die Stimme der Opfer zu Gehör. 211 Auschwitz-Überlebende sagten in Frankfurt am Main aus.

Was nun das Konzept des Films betrifft, so ist dies ein Mikrokosmos im großen Makrokosmos anhand von vier Angeklagten und die dazugehörigen Zeugenaussagen, Eröffnungsbeschlüsse und Urteilsverkündungen. Wir gehen sozusagen mit einer Lupe auf das Handeln von vier Menschen ein, von 8.000 Männern und Frauen des Wachpersonals von Auschwitz, die zu einem sehr großen Teil für all das was in Auschwitz geschah, stellvertretend verantwortlich waren. Wir haben diese vier Protagonisten aus allen Gesellschaftsschichten und aus allen geographischen Regionen Deutschlands ausgewählt:

- einen Metzger – Oswald Kaduk
- einen Handelskaufmann – Robert Karl Mulka
- einen Dr. phil. Apotheker – Dr. Victor Capesius
- einen Kriminalbeamten – Wilhelm Boger

Es ist ein Beitrag, den Versuch zu unternehmen, in Form filmischer Umsetzung, möglichst verstehen zu machen, wie Zivilisation funktioniert. Dass sie just dort war und weiterhin ist, wo sie sich die Form des Auschwitz-Prozesses gegeben hat.

Auschwitz steht nach wie vor, für den Inbegriff des Grauens. Das kann man zerreden, auf ungewisse Distanz. Es verständlich zu machen, was da vorging in den Köpfen des Wachpersonals und derjenigen, die liquidierten, das ist das Anliegen des Films “183 Tage – Der Auschwitz-Prozess”. Mehr Infos zum Film unter http://www.183tage-film.de/inhalt.html

Mülheim Texas - Helge Schneider hier und dort

Ab 23.04. im Rex

Regie: Andrea Roggon
Plakatmotiv "Mülheim Texas - Helge Schneider hier und dort"
Frei ab 6 Jahren
D / 2014
„Den grauen Alltag mache ich mir selber bunt“, schreibt Helge Schneider über sich. Musik, Filme, Konzerte, Bücher sind das in seiner Vielfalt kaum zu fassende kreative Ergebnis dieser selbst gestellten Aufgabe. In seiner Welt existiert das Fantastische neben dem Alltäglichen und es ist nur schwer auszumachen, wo die Grenze zwischen Wirklichkeit und Fiktiven verläuft. Das gilt erst recht bei Schneiders Konzerten im direkten Dialog mit seinem Publikum.

Doch wie reagiert der Künstler Helge Schneider auf einen Filmemacher, der sich ihm nähert, um ihn zu portraitieren? Schnell wird deutlich, dass Helge seine Geheimnisse nicht auf dem Silbertablett darreichen wird. Er hat es nicht gerne, wenn einer zu viel über ihn weiß. Eine hochspannende Ausgangslage für Filmemacherin Andrea Roggon, die sich in ihrem Debüt-Film auf die Spur des Ausnahmekünstlers begeben hat. Mehr Infos zum Film unter http://muelheim-texas.de/

A Girl Walks Home Alone at Night

Ab 23.04. im Rex

Regie: Ana Lily Amirpour
Plakatmotiv "A Girl Walks Home Alone at Night"
Frei ab 12 Jahren
USA / 2014
In der iranischen Geisterstadt Bad City gehen seltsame Dinge vor. Hier tummeln sich die Erschöpften und Verbrauchten, Gesetzlose und ihre Opfer, die Wände schwitzen Verbrechen aus ihren Poren. Doch kaum einer, der hier lebt, ahnt, dass in dieser Stadt auch ein stiller Vampir umgeht, ein Vampir auf Rädern. So geht es auch dem jungen, attraktiven Arash. Um die Schulden seines Vaters zu begleichen, muss er seinen geliebten Ford Thunderbird an den verschlagenen Dealer Saeed abtreten. Wütend auf alles und jeden, streift er durch die Straßen und begegnet einem Mädchen, das rätselhaft anziehend ist. Schon bald entdeckt Arash ihr Geheimnis: sie ist ein Vampir. Verhüllt in einen Tschador durchstreift sie Nacht für Nacht die Stadt auf ihrem Skateboard und erleichtert Bad City um so manches widerliche Subjekt. Arash und das namenlose Vampir-Mädchen freunden sich langsam an. Und eine zarte Liebesgeschichte entsteht an einem Ort, an dem eigentlich kein Platz dafür ist. Mehr Infos zum Film unter http://www.capelight.de/a-girl-walks-home-alone-at-night

Der Bauer und sein Prinz

Ab 23.04. in der Neuen Filmbühne

Regie: Bertram Verhaag
Plakatmotiv "Der Bauer und sein Prinz"
D / 2014
Der Film zeigt einen Prinzen, der die Vision hat, die Welt ökologisch zu ernähren und die geschundene Natur zu heilen. Dieses Ziel verfolgt er mit seinem charismatischen Farmmanager David Wilson jetzt schon seit 30 Jahren.
Die einmalige Zusammenarbeit der Beiden beweist mit poetisch eindrücklichen Bildern, wie ökologische Landwirtschaft funktioniert und welchen Nutzen und welche Heilkraft von ihr ausgeht. Bertram Verhaag beobachtete die beiden Visionäre mehr als fünf Jahre durch alle Jahreszeiten hindurch. Der Prinz of Wales fühlte sich dem ökologisch nachhaltigen Gedanken schon verbunden, als wir das Wort „nachhaltig“ noch nicht mal kannten. Schon vor mehr als 30 Jahren war ihm klar, dass man nur mit praktischen Beispielen Bauern überzeugen kann, Land im Einklang mit der Natur und ohne Gifte zu bewirtschaften. Das ist den Beiden eindrücklich gelungen und Bauern aus ganz Britannien pilgern zur Duchy Home Farm und holen sich dort den Mut und das Wissen, ihre eigene Landwirtschaft umzustellen. Prinz Charles erscheint in einem gänzlich ungewohnten Licht, das den Zuschauer zwingt, viele Vorurteile gegenüber ihm und der ökologischen Landwirtschaft über Bord zu werfen. Mehr Infos zum Film unter http://www.derbauerundseinprinz.de/

Mondscheinsonate - Die Volkspianistin Elly Ney

Ab 26.4 11:00+1.5 16.15 zu Gast: Reg. A. Fuhrmann und Mitwirkenden im Rex

Regie: Axel Fuhrmann
Plakatmotiv "Mondscheinsonate -  Die Volkspianistin Elly Ney"
Frei ab 52 Jahren
D / 2015
Elly Ney (1882-1968) ist ein Mythos, eine Legende. Die einen verehrten sie als „Hohe Priesterin Beethovens”. Für die anderen war sie „Hitlers Pianistin“. Sie selbst verstand sich als „Volkspianistin”. Wie Leni Riefenstahl oder Winifred Wagner ließ sie sich von der Naziideologie verführen und wurde eine willige Helferin und Profiteurin des Hitler-Regimes. Das Publikum bejubelte sie als größte Beethoven-Interpretin ihrer Zeit, doch bis heute gilt Elly Ney als die umstrittenste Pianistin des zwanzigsten Jahrhunderts.


In seiner biografischen Dokumentation zeichnet Axel Fuhrmann einerseits die außergewöhnliche pianistische Karriere Elly Neys nach. Mit Zeitzeugen und Historikernsucht er andererseits nach Erklärungen dafür, warum sie zur Nationalsozialistin und Helferin des Hitler-Regimes wurde, die bis zu ihrem Tod 1968 ihre Schuld nicht eingestand. Der Film erzählt, wie die NS-PropagandaBeethoven für ideologische Zwecke nutzte und welcheRolle Elly Ney bei der Verbreitung seiner Musik spielte.An Originalschauplätzen und mit Foto-, Film- undBriefdokumenten aus privaten und öffentlichen Archivengeht Axel Fuhrmann auf eine spannende Spurensuche imLeben und Wirken Elly Neys. Die Schriftpsychologin Roswitha Klaiber untersucht Briefe Elly Neys, in denen sie erstaunliche Hinweise auf ihre Persönlichkeit findet. Am Klavier analysiert die Pianistin Ragna Schirmer ausgewählte Plattenaufnahmen Elly Neys, um ihren einzigartigen Interpretationsstil zu ergründen. Dabei geht sie der Frage nach, wie sich Neys Spiel von dem anderer Pianistinnen und Pianisten ihrer Zeit, beispielsweise Dame Myra Hess, Annie Fischer und Artur Schnabel unterscheidet

Augenblicke 23. Bonner Kurzfilmtage

Ab 26.04. im Rex

Regie: diverse
Plakatmotiv "Augenblicke 23. Bonner Kurzfilmtage"
diverse / 2015

Zum 23. Mal zeigen wir im Rex zusammen mit dem Katholischen Bildungswerk den Bonner Kurzfilmtag. Mit aktuellen meist prämierten Kurzfilmen aus ganz Europa.

Die Kurzfilmtage der Deutschen Bischofskonferenz bringen Kurzfilme ins Kino. Mit "Das Mädchen aus Gori" und "Butterfly Circus" sind in diesem Jahr zwei längere Stücke im Programm, die auf unterschiedliche Weise ergreifende Menschlichkeit zeigen. Auch bei "AUGENBLICKE Kurzfilme im Kino 2015" spielen Animationen eine große Rolle, wie unter anderem der Film "Virtuos Virtuell" des Oscar-Preisträgers Thomas Stellmach.


Mehr Infos zum Film unter http://www.katholisch.de/de/katholisch/themen/kultur/150202_kurzfilme_kino_2015.php