Zwischen den Stühlen

Ab 18.05. in der Neuen Filmbühne

Regie: Jakob Schmidt
Plakatmotiv "Zwischen den Stühlen"
D / 2016
Um in Deutschland Lehrer zu werden, muss nach dem theoriebeladenen Studium ordnungsgemäß das Referendariat absolviert werden. Eine Feuerprobe, welche die angehenden Lehrer in eine widersprüchliche Position bringt: Sie lehren, während sie selbst noch lernen. Sie vergeben Noten, während sie ihrerseits benotet werden. Zwischen Problemschülern, Elternabenden, Intrigen im Lehrerzimmer und Prüfungsängsten werden die Ideale der Anwärter auf eine harte Probe gestellt.

ZWISCHEN DEN STÜHLEN begleitet drei von ihnen auf ihrem steinigen Weg zum Examen. Der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilm gibt einen einfühlsamen wie humorvollen Blick hinter die Kulissen des Systems Schule und wirft dabei nicht zuletzt die Frage auf, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen.
Mehr Infos zum Film unter http://zwischendenstuehlen-film.de/

Exhibition on Screen: Staffel 4

Ab So. 21.05. | Mi. 24.05. | So. 28.05. im Rex

Regie: Phil Grabsky
Plakatmotiv "Exhibition on Screen: Staffel 4"
OmU
GB / 2017
Die vierte und neueste Staffel von Exhibition on Screen im Rex-Kino:

Eintritt: 12 € / 10 € ermäßigt


DER KÜNSTLERGARTEN: DER AMERIKANISCHE IMPRESSIONISMUS

So. 21.05. um 15 Uhr
Mi. 24.05. um 17 Uhr
So. 28.05. um 11 Uhr


Der Amerikanische Impressionismus orientierte sich an französischen Künstlern wie Renoir und Monet, ging jedoch schon bald seine eigenen Wege. Über einen Zeitraum von 30 Jahren enthüllte er ebenso viel über die amerikanische Nation wie über seine Kunst als kreatives Kraftwerk.
Seine Geschichte ist eng verknüpft mit der Liebe zu Gärten und dem Wunsch, die Natur inmitten der schnellen Verstädterung des Landes zu bewahren. Gedreht in Ateliers, Gärten und an wohlgehüteten Originalschauplätzen im Osten der USA, Großbritannien und Frankreich, ist dieser fesselnde Film ein wahrhaftes Fest für die Augen.

1886 brachte der französische Kunsthändler Paul Durand-Ruel einen Auszug seiner riesigen Sammlung impressionistischer Gemälde nach New York und änderte damit für immer den Kurs der amerikanischen Kunst. Amerikanische Künstler strömten in das französische Dörfchen Giverny, wo der begnadete Impressionist Claude Monet lebte, und feierten diesen neuen französischen Trend: Im Freien malen, mit neuentdeckter Brillanz und Lebendigkeit. Während sich Europa gegen die Arbeiten von Monet, Degas und Renoir auflehnte, nahmen die Amerikaner sie mit offenen Armen auf und entwickelten daraus ihren stilistisch ganz eigenen amerikanischen Impressionismus.
Das Timing von Durand-Ruels transformativem Besuch war perfekt. Während Amerika ins Industriezeitalter vorstieß, kämpften urbane Reformer für die Schaffung öffentlicher Parks und Gärten: Für ein paar Flecken Schönheit inmitten rauchender Schlote und Aschehaufen. Diese Gärten boten Künstlern scheinbar unbegrenzte Inspiration und der wachsenden Mittelschicht eine unendliche Oase. Letztere bestand vor allem aus zunehmend unabhängigen Frauen, die die Schriften der englischen Gartenbaukünstler Gertrude Jekyll und William Robinson schätzten. Gleichzeitig erwuchs mit dem Aufstieg weitverbreiteter Magazine auch die Idee des Gärtnerns als Pfad zur spirituellen Erneuerung in all der industriellen Fäulnis, sowie die Überzeugung, Künstler sollten in unberührten Landschaften arbeiten.

MICHELANGELO: LIEBE UND TOD

So. 18.06. um 14 Uhr
Mi. 21.06. um 17 Uhr
So. 25.06. um 15 Uhr


Die spektakulären Skulpturen und Gemälde von Michelangelo sind uns so vertraut, doch was wissen wir wirklich über dieses Renaissance-Genie? Wer war dieser ehrgeizige, leidenschaftliche Mann?
Das begnadete Talent Michelangelos ist in allen Dingen offensichtlich, die er jemals anfasste. Bildschöne und vielseitige Arbeiten wie die überragende David-Statue, die zutiefst berührende Pietà im Petersdom und sein Meisterwerk, die Decke der Sixtinischen Kapelle, rauben uns noch heute den Atem.
Über sein gesamtes, 89 Jahre dauerndes Leben nimmt uns Michelangelo – Love and Death mit auf eine filmische Entdeckungsreise durch die europäischen Druck- und Zeichenateliers und zu den großartigen Kapellen und Museen von Florenz, Rom und dem Vatikan, um das stürmische Leben Michelangelos zu erkunden. Wir gehen auf die Suche nach dem tieferen Verständnis dieser charismatischen Persönlichkeit, der Beziehungen zu seinen Zeitgenossen und seines unschätzbaren künstlerischen Erbes.
Durch Expertenmeinungen und mit Michelangelos eigenen Worten nimmt dieser Film eine ungekannte Perspektive auf einen fesselnden Mann ein, dessen Leben sich in jedem Handgriff und jedem von ihm je ausgeführten Pinselstrich widerspiegelt.
Entdecken sie, warum diese geniale, universell bewunderte Urkraft Michelangelo unbestritten zu den größten Künstlern der Renaissance und der gesamte Kunstgeschichte zählt.
„Kalter Stein und Feuer sind gute Freunde …” Michelangelo Buonarotti

Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=q2fsJmPLcO4

Churchill

Ab 25.05. im Rex

Regie: Jonathan Teplitzky
Plakatmotiv "Churchill"
GB USA / 2017
Juni 1944: Der britische Premierminister Winston Churchill steht vor einer epochalen Entscheidung: Soll er den Einmarsch der Alliierten Streitkräfte in das von Nazi-Deutschland besetzte Europa befehlen? Erschöpft durch den jahrelangen Krieg ist Churchill nur noch ein Schatten des einstigen Helden, der sich Hitlers Blitzkrieg widersetzte. Er befürchtet, dass man sich an ihn nur als den „Architekten des Blutvergießens“ erinnern wird, falls die D-Day-Operation scheitert. Soll er seinem Gewissen folgen oder sich der Kriegsräson ergeben?

In den dramatischen Tagen vor der Invasion ist seine Frau Clementine als wichtige Ratgeberin an seiner Seite. Wie niemand sonst versteht sie es, sein impulsives und aufbrausendes Temperament resolut und liebevoll zugleich zu zügeln. Doch die Anspannungen der Kriegsjahre haben in ihrer Beziehung tiefe Spuren hinterlassen. Und so steht auch ihre Ehe in diesen Tagen vor einem Wendepunkt.

Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=eYlknFm8Vec

Code of Survival - Die Geschichte vom Ende der Gentechnik

Ab 25.05. im Rex

Regie: Bertam Verhaag
Plakatmotiv "Code of Survival - Die Geschichte vom Ende der Gentechnik"
D / 2016
So. 11.06. um 13:45 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Bertam Verhaag.

Millionen Tonnen von Monsantos „Roundup“, mit seinem Hauptwirkstoff Glyphosat, werden Jahr für Jahr weltweit auf Felder ausgebracht. Diese Giftwaffe wird jedoch stumpf, denn die Natur bildet resistente Unkräuter, die sich in biblischen Ausmaßen vermehren und nun ein Superwachstum an den Tag legen, das Nutzpflanzen überwuchert und abtötet.

Dieser Form der zerstörerischen Landwirtschaft setzt CODE OF SURVIVAL drei nachhaltige Projekte entgegen:

Die Teeplantage AMBOOTIA in Indien, in der überwältigenden Landschaft von Darjeeling/Himalaya. In 2000m Höhe erleben wir, wie nachhaltige ökologische Landwirtschaft eine ganze Region rettet. Die ökologische Anbauweise verhindert das Abrutschen der durch den Kunstdüngereinsatz erkrankten Teegärten.

Das Projekt SEKEM des alternativen Nobelpreisträgers Ibrahim Abouleish, der vor 40 Jahren inmitten der Wüste seine biologische Farm gründete. SEKEM beweist eindrücklich, wie man Wüste in fruchtbaren Boden verwandeln kann. .

Der unbeugsame Bayer FRANZ AUNKOFER war einer der ersten Biobauern Deutschlands – auf alle Fälle aber der erste biologische Schweinemäster. Durch seine Pionierarbeit erwirtschaftet er inzwischen denselben Ertrag, wie im konventionellen Anbau – ohne einen Tropfen Gift. Nur der Bauer sollte an der Landwirtschaft verdienen und nicht die Chemiegiganten.

Der Film konfrontiert die heilende Kraft der ökologischen Landwirtschaft mit den Auswirkungen des giftgestützten Anbaus und wirft die Frage auf: In welcher Art von Landwirtschaft liegt der CODE OF SURVIVAL auf unserem Planeten?

Mehr Infos zum Film unter http://www.codeofsurvival.de/

Rosemari

Ab 25.05. in der Neuen Filmbühne

Regie: Sara Johnsen
Plakatmotiv "Rosemari"
Frei ab 12 Jahren
N DK D / 2016
Während Unn Toves Hochzeit bekommt eine Unbekannte auf der Toilette eines Restaurants ein Baby und verschwindet. Die Braut findet das Neugeborene und übergibt es den Behörden.   

16 Jahre später treffen sich ­die beiden wieder: Rosemari, das Baby von damals, ist auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter und hofft, diese in Unn Tove zu finden. Unn Tove ist mittlerweile geschieden und erfolgreiche Journalistin eines Lokalsenders. Sie wittert eine spannende Story, aber vor allem Abwechslung in ihrem einsamen Leben, und beschließt Rosemari zu helfen.

Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich Unn Tove und Rosemari auf eine emotionale Reise in die Vergangenheit, auf der nicht nur das Mädchen dem Geheimnis ihrer leiblichen Mutter immer näher kommt, sondern auch Unn Tove ihre Lebensentscheidungen in Frage stellt. Gemeinsam erfahren sie von einer hemmungslosen und doch gescheiterten Liebe und stoßen auf Rosemaris Mutter, die eine erstaunliche Wahrheit verbirgt. 
Mehr Infos zum Film unter http://www.rosemari-film.de/

Ein Haus in Ninh Hoa

Ab Mi. 31.05. um 20 Uhr in der Neuen Filmbühne

Regie: Philip Widmann
Plakatmotiv "Ein Haus in Ninh Hoa"
D Vietnam / 2015
Mi. 31.05. um 20 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Philip Widmann in der Neuen Filmbühne.
Eine Veranstaltung mit der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Das alte Haus der Familie Le liegt inmitten von Feldern am Rande der Kleinstadt Ninh Hoa, unweit der Südküste Vietnams. Ein von Frauen geführter Haushalt, weder reich noch arm, mit Hühnern hinter der Küche und Blick auf die umliegenden Reisfelder.

Im Alltag der Hausbewohner wird die ungewöhnliche Konstellation der Familie sichtbar, in der das 20. Jahrhundert deutliche Spuren hinterlassen hat und Deutschland einen wichtigen Referenzpunkt markiert:

Ein Teil der Familie lebt seit über 40 Jahren in der Nähe von Bonn, während der andere Teil der Familie in Ninh Hoa geblieben ist. Die Familiengemeinschaft umfasst anwesende und abwesende Verwandte gleichermaßen und erstreckt sich bis in die Welt der Geister.

Das Leben dreier Brüder zeigt die Pfade der Geschichte: Der älteste wurde in den frühen 1970er Jahren als Diplomat an die Botschaft der Republik Vietnam in Bonn berufen. Bei Kriegsende 1975 existierte das Land, dessen diplomatischer Vertreter er war, nicht mehr, und er blieb mit seiner Familie in der BRD. Der zweite Bruder wurde Soldat und verschwand in den Wirren der letzten Kriegstage. Seine Überreste wurden nie gefunden. Der dritte wurde nach Ende des Krieges in ein Umerziehungslager geschickt. Heute ist er der einzige männliche Bewohner des Hauses in Ninh Hoa.

Nicht weit entfernt vom Haus der Familie – an der Nationalstraße, die die Hauptstadt Hanoi mit Saigon, der ehemaligen Haupstadt Südvietnams, verbindet – steht das »Palmenhaus«. Die Kinder des nach Deutschland ausgewanderten Bruders haben es für ihre Eltern bauen lassen, obwohl diese sich nie dazu entschließen konnten, nach Vietnam zurückzukehren.

Im Sommer 2014 kommen zwei Besucher aus Deutschland in das Haus der Familie in Ninh Hoa: Die älteste Tochter will über den Verkauf des Palmenhauses entscheiden, Zeit mit ihren Verwandten verbringen und nach alten Briefen aus Deutschland suchen. In der Zwischenzeit landet ihr Bruder in Hanoi mit der Absicht, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Familiengeschichte zusammenzuführen. Er kontaktiert ein Geistermedium, das ihm bei der Suche nach dem verschollenen Onkel helfen soll. Solange dessen Gebeine nicht im Familiengrab beigesetzt werden, bleibt der Onkel ein »hungriger Geist«, der sich nach seinem Zuhause sehnt. Mehr Infos zum Film unter http://grandfilm.de/ein-haus-in-ninh-hoa/

In Zeiten des abnehmenden Lichts

Ab 01.06. im Rex

Regie: Matti Geschonneck
Plakatmotiv "In Zeiten des abnehmenden Lichts"
D / 2017
Ostberlin, im Frühherbst 1989. Wilhelm Powileit (Bruno Ganz), hochdekoriertes SED-Parteimitglied und Patriarch der Familie, wird heute 90 Jahre alt. Für die DDR, in die er 1952 aus dem mexikanischen Exil zurückkehrte und die er aus Überzeugung mit aufbaute, naht der 40. Geburtstag - es wird der letzte sein.
Wilhelm und seine Frau Charlotte (Hildegard Schmahl), einander in inniger Verbitterung verbunden, rüsten sich für Wilhelms Ehrentag. Nachbarn, Genossen und singende Pioniere treten an, um dem Genossen Powileit zu gratulieren, Blumen zu überreichen und ihm einen weiteren Orden zu verleihen. Charlotte hofft auf die Unterstützung der Familie: ihr Sohn Kurt (Sylvester Groth), der 1956 aus den Arbeitslagern der UdSSR nach Ostberlin gekommen ist, und in Ostberlin als Historiker arbeitet, Kurts russische Frau Irina (Evgenia Dodina), die er heimlich betrügt, und auch Charlottes erwachsener Enkel Sascha (Alexander Fehling) haben ihre festen Plätze im parteikonformen Jubiläumsspektakel. Doch Sascha wird heute nicht wie gewohnt den Tisch fürs kalte Buffet aufbauen. Er ist, nur wenige Tage zuvor, in den Westen abgehauen. Die Nachricht platzt in die Festgesellschaft wie eine Bombe.
Während Kurts Schwiegermutter Nadeshda Iwanowna (Nina Antonowa) in Wodka geschwängerter Runde ihre russischen Weisen anstimmt, rechnet die verzweifelte Irina mit ihrer Schwiegertochter Melitta (Natalia Belitski) und der ganzen Gesellschaft ab. Haushaltshilfe Lisbeth (Gabriela Maria Schmeide) fegt die Scherben zusammen und auch Charlottes Freundin Stine (Angela Winkler) versucht zu retten, was zu retten ist. Doch je weiter das Fest dem Ende zugeht, umso mehr brechen sich Geheimnisse ihre Bahn... Die Veränderung ist nicht mehr aufzuhalten. Es ist die Zeit des abnehmenden Lichts. Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=WHzpuhDKtv4

Der Effekt des Wassers

Ab 01.06. in der Neuen Filmbühne

Regie: Solveig Anspach und Jean-Luc Gaget
Plakatmotiv "Der Effekt des Wassers"
F ISL / 2016
Samir (Samir Guesmi) ist ein schlaksiger Kranführer um die 40, der in einem Café auf die deutlich jüngere Agathe (Florence Loiret Caille) trifft, als diese sich gerade eines unliebsamen Verehrers erwehren muss. Beim Anblick von Agathe ist es um Samir geschehen und er verliebt sich unsterblich in sie. Als er erfährt, dass sie als Schwimmlehrerin in einem öffentlich Schwimmbad arbeitet, beschließt er, bei seiner Angebeteten Schwimmunterricht zu nehmen, um ihr näher zu kommen. Doch in Wahrheit kann Samir nicht nur gut schwimmen, er ist sogar ein professioneller Taucher. Und als sich gerade langsam eine Beziehung zwischen ihm und Agathe anbahnt, kommt durch einen unglücklichen Zufall die Wahrheit ans Licht und Agathe, die Lügner überhaupt nicht ausstehen kann, bricht den Kontakt zu Samir ab. Doch sie hat nicht mit seiner Sturheit gerechnet...
Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=e2aqMlQIRgs

10 Milliarden - Wie werden wir alle satt?

Ab 01.06. im Rex

Regie: Valentin Thurn
Plakatmotiv "10 Milliarden - Wie werden wir alle satt?"
D / 2015
Do. 01.06. um 18 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Valentin Thurn im Rex-Kino.

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden Menschen anwachsen. Doch wo soll die Nahrung für alle herkommen? Kann man Fleisch künstlich herstellen? Sind Insekten die neue Proteinquelle? Oder baut jeder bald seine eigene Nahrung an?

Regisseur, Bestseller-Autor und Food-Fighter Valentin Thurn sucht weltweit nach Lösungen. Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie wir verhindern können, dass die Menschheit durch die hemmungslose Ausbeutung knapper Ressourcen die Grundlage für ihre Ernährung zerstört, erkundet er die wichtigsten Grundlagen der Lebensmittelproduktion. Er spricht mit Machern aus den gegnerischen Lagern der industriellen und der bäuerlichen Landwirtschaft, trifft Biobauern und Nahrungsmittelspekulanten, besucht Laborgärten und Fleischfabriken.
Mehr Infos zum Film unter http://10milliarden-derfilm.de/

Weit, ein Weg um die Welt

Ab Di. 06.06. um 19:30 Uhr im Rex

Regie: Patrick Allgaier von Gwendolin Weisser
Plakatmotiv "Weit, ein Weg um die Welt"
D / 2017
Di. 06.06. 19:30 Uhr in Anwesenheit  der Protagonisten Patrick Allgaier und Gwendolin Weisser.

Im Frühling 2013 packen Patrick und Gwen ihre Rucksäcke, um sich auf einen langen Weg um die Welt zu machen: Von ihrer Heimatstadt Freiburg soll es so weit in den Osten gehen, bis sie irgendwann aus dem Westen wieder nach Hause kehren. Und das alles über Land und Wasser. Fliegen wollen die beiden nie. Per Anhalter reisen sie los, über den Balkan bis nach Moskau. Weiter durch das touristisch kaum erschlossene Zentralasien, den Kaukasus, bis in den Iran. Im Mittelpunkt der Reise steht dabei immer der unmittelbare Kontakt zu den Menschen, die sie durch das „per Anhalter reisen“ besonders intensiv erleben dürfen. Sie sind mitten drin im Alltag der Menschen. Jedes Auto bringt eine neue Geschichte, eine neue Begegnung, die man so nie hätte planen können. An den Grenzen zu Pakistan steht das Paar vor der bisher schwierigsten Entscheidung ihrer Weltumrundung. Sollen sie den Landweg durch eines der gefährlichsten Länder der Welt wagen?
 
 Als Gwen und Patrick nach mehr als drei Jahren mit Kind im Hafen von Barcelona ankommen, beschließen sie, die letzten 1200 Kilometer zu Fuß zurück zu legen. Dreieinhalb Monate laufen sie durch Spanien, Frankreich, die Schweiz und schließlich durch Deutschland um sich der alten Heimat langsam, Schritt für Schritt, zu nähern. Die Reise, mit viel Zeit, noch einmal Revue passieren zu lassen. Mehr Infos zum Film unter http://www.weitumdiewelt.de/trailer

Kinopremiere: Der Rhein - Strom der Musik

Ab So. 04.06. um 11 Uhr im Rex

Regie: Axel Fuhrmann
Plakatmotiv "Kinopremiere: Der Rhein - Strom der Musik"
D / 2017
Kinopremiere der TV-Dokumentation: So. 05.06. um 11 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Axel Fuhrmann im Rex-Kino.

Kein anderer Fluss wurde und wird so oft besungen, ist Teil von Legenden und literarischen Geschichten und hat so viele Künstler von den Minnesängern über Mozart bis zu Richard Wagner angelockt.In opulenten Bildern und mit historischem Archiv-, Foto- und Filmmaterial erzählen die Filmemacher Axel Fuhrmann und Axel Brüggemann erstmals und umfassend die herausragende Be- deutung des Rheins als Strom der Deutschen und ihrer Musik. Mehr Infos zum Film unter http://www.dokfabrik.de/?p=2134

Born To Be Blue

Ab 08.06. im Rex

Regie: Robert Budreau
Plakatmotiv "Born To Be Blue"
Frei ab 12 Jahren
CDN GB / 2015
BORN TO BE BLUE erzählt von einem Wendepunkt im Leben des legendären Jazz-Trompeters Chet Baker (Ethan Hawke). Nach einem kometenhaften Aufstieg in den 1950er Jahren, gefeiert als der „James Dean of Jazz“ und „King of Cool“, war Baker schon zehn Jahre später am Ende. Zerrissen von seinen inneren Dämonen und den Exzessen des Musikerlebens, begegnet er einer Frau (Carmen Ejogo), mit der wieder alles möglich scheint. Angefeuert von seiner neuen Leidenschaft und ihrem bedingungslosen Glauben an ihn, kämpft sich Baker wieder zurück und erschafft so einige der unvergesslichsten Musikaufnahmen seiner Karriere.

BORN TO BE BLUE ist eine eindrucksvolle Comeback-Story und eine Liebeserklärung an einen der begnadetsten Musiker der Welt. Als Jazz-Ikone Chet Baker liefert Ethan Hawke (Oscar-nominiert für TRAINING DAY und BOYHOOD) eine schauspielerische Leistung, die zu der Besten seiner Karriere gehört. Als die Frau, die Chet Baker wieder zur Höchstform inspirierte, brilliert die britische Schauspielerin Carmen Ejogo (SELMA). Seine Weltpremiere feierte der Film des kanadischen Regisseurs Robert Budreau beim Filmfestival in Toronto.
Mehr Infos zum Film unter http://www.borntobeblue.de/

Ein Kuss von Béatrice

Ab 08.06. in der Neuen Filmbühne

Regie: Martin Provost
Plakatmotiv "Ein Kuss von Béatrice"
F / 2017
Von einem Tag auf den anderen steht Claires (Catherine Frot) Leben auf dem Kopf. Die Klinik, in der sie seit Jahren mit Leib und Seele als Hebamme arbeitet, schließt. Claires einziger Sohn eröffnet ihr, dass er Vater wird und sein Medizinstudium abbricht. Dann verliebt sie sich noch in Paul (Olivier Gourmet), den humorvollen Nachbarn aus der Kleingartenkolonie. Und als wäre das alles noch nicht genug, platzt Béatrice (Catherine Deneuve) in ihr Leben. Béatrice ist die ehemalige Geliebte ihres verstorbenen Vaters und genau das Gegenteil der gewissenhaften und zurückhaltenden Claire. Sie ist extravagant, laut, egoistisch und lebenslustig: Welten prallen auf einander. Doch Béatrice wäre nicht Béatrice, wenn sie nicht auch noch ein paar Überraschungen auf Lager hätte. Überraschungen, die Claires Leben für immer verändern... Mehr Infos zum Film unter http://www.ein-kuss-von-beatrice-film.de/

Liveübertragung der Berliner Philharmoniker 2017

Ab Fr. 09.06. 19:30 Uhr im Rex

Plakatmotiv "Liveübertragung der Berliner Philharmoniker 2017"
D / 2017

Liveübertragung aus der Berliner Philharmonie im Rex-Kino.

Gustavo Dudamel dirigiert Dvořáks Symphonie »Aus der Neuen Welt«

Fr. 09. Juni um 19.30 Uhr

Farbig, sehnsuchtsvoll, mit einem leicht exotischen Touch präsentiert sich Antonín Dvořáks in New York entstandene Neunte Symphonie – eine geniale Verschmelzung von amerikanischen Impressionen und symphonischer Musik. In einer spannenden Gegenüberstellung dirigiert Gustavo Dudamel außerdem John Adams’ City Noir. Auch hier gibt es eine faszinierende Stilmischung, diesmal zwischen klassischer Musik und dem Jazz der 1940er- und 50er-Jahre.

Dirigent: Gustavo Dudamel
Saxofon: Timothy McAllister

John Adams
City Noir für Orchester

Antonín Dvořák
Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95 »Aus der Neuen Welt«

Darauf, dass John Adams’ dreisätziges Orchesterwerk City Noir vom Film noir inspiriert ist, verweist bereits der Titel: Die Idee zu dem Stück kam dem Komponisten, »während der Lektüre von Kevin Starrs mehrbändiger Sozial- und Kulturgeschichte von Kalifornien. Im Kapitel ›Black Dahlia‹ seines Buchs Embattled Dreams: California in War and Peace, 1940 – 1950 beschreibt Starr die Stimmung und das Milieu der späten 1940er- und frühen 1950er-Jahren, wie sie im Sensationsjournalismus jener Zeit und in den düsteren, unheimlichen Schwarz-Weiß-Filmen Hollywoods Ausdruck fanden. Dies inspirierte mich zu einem Orchesterwerk, das, obwohl nicht zwangsläufig auf den Soundtrack jener Filme Bezug nehmend, eine ähnliche Stimmung und den Grundton der Ära heraufbeschwört.«

Dabei lässt City Noir, das nicht mehr viel mit Adams’ minimalistischen Arbeiten aus den 1980er- und 1990er-Jahren gemein hat, zu Beginn eine Vielzahl von musikalischen Assoziationen entstehen, die von Strawinsky über Gershwin, Bernstein und Milhaud bis zu John Coltrane reichen, bevor nervöse Jazz-Rhythmen und sich wiederholende Patterns den Hörer tatsächlich ins Amerika jener Zeit versetzen – spätestens im zentralen Mittelsatz mit seiner typisch amerikanischen Stilmischung aus Klassik und Jazz, in dem sich die Musik, so Adams, »nach der archetypischen ›Blue Note‹ sehnt und zugleich davor zurückschreckt. Wenig später findet das Lied seine Entfaltung im Klang einer Soloposaune, ein ›sprechendes Solo‹ schließt sich an, in der Art der großen Duke-Ellington-Soloposaunisten Lawrence Brown oder Britt Woodman, die übrigens beide aus Los Angeles stammten.«

Gustavo Dudamel, der Adams’ Hommage an die große Zeit des Bebop im Rahmen seines Antrittskonzerts als Musikdirektor des Los Angeles Philharmonic Orchestra mit großem Erfolg uraufgeführt hat, widmet sich dem Werk nun mit den Berliner Philharmonikern, bei denen er 2008 laut Tagesspiegel das »fetzigste« Debüt aller Zeiten ablegte. Anschließend steht Antonín Dvořáks Symphonie Aus der neuen Welt auf dem Programm – ein Werk, in dem der Komponist als Direktor des New Yorker National Conservatory of Music mit Hilfe stilisierter musikalischer Folklore erklärtermaßen versucht hat, »Charakteristika zu porträtieren, die deutlich amerikanisch sind«. Offenbar mit Erfolg, denn nach der triumphalen Premiere waren sich die Kritiker aller New Yorker Zeitungen einig: Sie hatten »eine Studie nationaler Musik« gehört. (New York Times) Heute dürfte allerdings niemand daran zweifeln, dass Dvořáks Meisterwerk fest in der böhmischen Musiktradition verwurzelt ist.

Mehr Infos zum Film unter https://www.berliner-philharmoniker.de/konzerte/kalender/details/23517/

Schumann trifft Rex 2017

Ab 11.06.-18.06. im Rex

Regie: diverse
Plakatmotiv "Schumann trifft Rex 2017"
D / 2017
Schumann trifft Rex
11. Juni bis 18. Juni

An die Freude
Sonntag, 11. Juni, 11 Uhr


Schweden 1950
Regie: Ingmar Bergman
mit Maj-Bri Nilsson und Stig Olin

Einführung: Thomas Kliemann (General-Anzeiger)


Bei einer Orchesterprobe erhält der Geiger Stig einen Anruf: Seine Frau Marta ist bei einer Explosion ums Leben gekommen. Während des vierten Satzes aus Beethovens 9. Sinfonie erinnert sich Stig an die gemeinsame Zeit mit Marta.

Vitus
Donnerstag, 15. Juni, 11 Uhr


Schweiz 20016
Regie: Fredie M. Murer
mit Bruno Ganz, Teo Gheorghiu, Fabrizio Borsani

Einführung: Bernhard Hartmann (General-Anzeiger)

Dieser Film ist eine Liebeserklärung an die Kindheit und an die Musik.  Die Schlussszene des Films verwendet Aufnahmen aus dem Jahre 2004, als der 12-jährige Teo Gheorghiu in der Zürcher Tonhalle Schumanns Klavierkonzert spielte.

Frühlingssymphonie
Sonntag, 18. Juni, 11 Uhr


Deutschland 1983
Regie: Peter Schamoni
mit Herbert Grönemeyer, Nastassja Kinski, Rolf Hoppe

Einführung: Dietmar Kanthak (General-Anzeiger)


Peter Schamoni erzählt die Liebesgeschichte zwischen Clara Wieck und Robert Schumann und die Geschichte von Claras Vater Friedrich Wieck, der erbittert gegen diese Liebe kämpft.

Mehr Infos zum Film unter http://www.bonner-schumannfest.de/programm/

Loving

Ab 15.06. im Rex

Regie: Jeff Nichols
Plakatmotiv "Loving"
Frei ab 6 Jahren
USA GB / 2016
Wie sehr der Wunsch zu heiraten auch politisch sein kann als Symbol der Gleichberechtigung, zeigt Jeff Nichols engagiertes Südstaatendrama "Loving". Heute kämpfen dafür homosexuelle Paare, Ende der 50er Jahre kämpfte das gemischtrassige Paar Mildred und Richard Loving, das im Mittelpunkt von Jeff Nichols Film steht. Ein berührender Film, der ganz unspektakulär die Welt der 60er Jahre im Süden der USA auferstehen läßt, aber ganz konkret zeigt, was es heißt, wenn ein intoleranter Staat das Leben einzelner Menschen bestimmen will. Für ihre Darstellung einer einfachen, aber starken schwarzen Frau war Ruth Negga für den Oscar nominiert als beste Hauptdarstellerin. Mehr Infos zum Film unter http://upig.de/micro/loving

Ich wünsche dir ein schönes Leben

Ab 15.06. in der Neuen Filmbühne

Regie: Ounie Lecomte
Plakatmotiv "Ich wünsche dir ein schönes Leben"
Frei ab 12 Jahren
OmU
Frankreich / 2015

Elisa (Céline Sallette) ist Physiotherapeutin und nimmt eine Vertretungsstelle in Dünkirchen an.
Vor 30 Jahren wurde Elisa in dieser Stadt anonym geboren und direkt zur Adoption freigegeben. Obwohl sich ihre Mutter nach wie vor nicht zu erkennen geben möchte, hofft Elisa auf ein Einlenken oder auf den Zufall. Sie möchte nicht nur ihre eigenen, sondern auch die Fragen ihres Sohnes Noah beantworten können.

Hauptdarstellerin Céline Sallette ist eines der 'kommen Gesichter' aus Frankreich. In ihrem Heimat land ist sie gerade in 4 Filmen im Kino zusehen.

Pressestimme:
"Dieser Film berührt uns im wahrsten Sinne des Wortes." Le Parisien

"neben seinem Thema – anonyme Geburt –, das der Film mit Würde und Mitgefühl behandelt, ist es die Genauigkeit des Blicks, auf das Leben der Mensch, der den Wert dieses Films ausmacht."  L'Humanité

Mehr Infos zum Film unter https://vimeo.com/186341243

Der wunderbare Garten der Bella Brown

Ab 15.06. in der Neuen Filmbühne

Regie: Simon Aboud
Plakatmotiv "Der wunderbare Garten der Bella Brown"
GB / 2016
Ein Zauber liegt über diesem Film – als würde eine keltische Amelie ihr Feenreich entdecken. Doch Bella Brown hat außer der Frisur und dem träumerischen Blick wenig mit der fabelhaften Kultfigur gemeinsam. Zum Beispiel muss sie innerhalb von vier Wochen ihren verwilderten Garten kultivieren, sonst droht der Rausschmiss. Für ein Mädchen, das panische Angst vor der Natur hat, ist das eine echte Herausforderung. Doch glücklicherweise findet sie Helfer in der Not. Und manchmal werden aus Feinden sogar Freunde…
Das ist pures Kinovergnügen: Die märchenhafte Komödie von der Einzelgängerin, die das Leben lieben lernt, ist einfach entzückend!

Mehr Infos zum Film unter http://www.bellabrown-derfilm.de/

Monsieur Pierre geht online

Ab 22.06. in der Neuen Filmbühne

Regie: Stéphane Robelin
Plakatmotiv "Monsieur Pierre geht online"
D F / 2016
Pierre (Pierre Richard) ist Witwer, Griesgram und hasst Veränderungen aller Art. Tagein, tagaus schwelgt er in Erinnerungen an die gute alte Zeit und züchtet seltene Schimmelkulturen im Kühlschrank. Um den alten Herrn zurück ins Leben zu schubsen, verkuppelt seine Tochter Sylvie ihn mit Alex, einem erfolglosen Schriftsteller und Freund ihrer Tochter. Alex soll Pierre mit der fabelhaften Welt des Internets vertraut machen. Das ungewohnte Lernduo tut sich mächtig schwer, bis Pierre ausgerechnet über ein Datingportal stolpert. Dank der beruhigenden Anonymität des Internets entdeckt sich Pierre als Verführer und verabredet sich mit der jungen Flora – zum Glück hat er ja Alex, der sich geradezu anbietet, die Konsequenzen zu tragen. Der in großen Finanznöten steckende Alex akzeptiert Pierres unmoralisches, aber exzellent bezahltes Angebot und geht an Pierres Stelle zum Rendezvous. Dass sich Flora Hals über Kopf verliebt, bringt die Situation in eine gewisse Schieflage. Pierre ist sich sicher, dass seine verbale Verführungskunst Floras Gefühle geweckt hat. Ganz unschuldig können aber auch Alex` Küsse nicht gewesen sein. Vor allem aber sind es eigentlich die beiden Männer, die von Flora im Sturm erobert wurden, und nun endgültig im selben Boot sitzen, nur die Kapitänsfrage muss noch geklärt werden...

Französisches Kino vom Feinsten gelingt dem Regisseur des Kinohits „Und wenn wir alle zusammenziehen?“ mit seiner neuen Liebes- und Verwechslungskomödie. In der Hauptrolle flunkert sich der unverbesserliche Pierre Richard („Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“) als hinreißender Charmeur und Cyrano der Datingcommunity durch halb Europa. Haarscharf geschliffene Dialoge, die große Lachlust verbreiten, und ein wunderbares Ensemble, dem der Spaß anzusehen ist, sorgen für eine herrlich neuzeitliche Komödie der Irrungen.
Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=n1t9yf7REac

I Am Not Your Negro

Ab 21.06. im Rex

Regie: Raoul Peck
Plakatmotiv "I Am Not Your Negro"
Frei ab 12 Jahren
F USA B CH / 2016
Als der US-Schriftsteller James Baldwin im Dezember 1987 starb, hinterließ er ein 30-seitiges Manuskript mit dem Titel "Remember This House". Das Buch sollte eine persönliche Auseinandersetzung mit den Biografien dreier enger Freunden werden, die alle bei Attentaten ermordet wurden: Martin Luther King, Malcolm X und Medgar Evers. Die persönlichen Erinnerungen an die drei großen Bürgerrechtler verknüpft Baldwin mit einer Reflektion der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer in den USA.

I AM NOT YOUR NEGRO schreibt Baldwins furioses Fragment im Geiste des Autors filmisch fort und verdichtet es zu einer beißenden Analyse der Repräsentation von Afro-Amerikanern in der US-Kulturgeschichte. Baldwins Worte ertönen über Archivfotos, Filmausschnitte und Nachrichten-Clips der 1950er und 60er Jahre, die noch von Rassentrennung und einer beinah vollkommenen Unsichtbarkeit der Schwarzen in Hollywoods geprägt waren; sie erzählen von der Formierung der schwarzen Bürgerrechtsbewegungen und Baldwins kompliziertem Verhältnis zum Black-Power-Movement. In einer kühnen Erweiterung des literarischen Texts spannt der Film den Bogen bis in die Jetztzeit: zur noch heute gegenwärtigen weißen Polizeigewalt gegen Schwarze, den Rassenunruhen von Ferguson und Dallas und der Black-Lives-Matter-Bewegung.

In einem hochpolitischen Prozess der Aneignung schreibt I AM NOT YOUR NEGRO damit die US-Geschichte aus einer bis heute unterdrückten Perspektive neu. Der aus Haiti stammende Regisseur Raoul Peck ("Lumumba", 1992/2000; "Der Mann auf dem Quai", 1993; "Der junge Karl Marx", 2017) wurde für seinen mitreißenden Dokumentarfilm-Essay auf der diesjährigen Berlinale mit stehenden Ovationen gefeiert und mit dem Panorama-Publikums-Preis ausgezeichnet. Der Film war zudem für den Oscar als Bester Dokumentarfilm nominiert.

Ein Film von Raoul Peck · Erzählt von Samuel L. Jackson (Originalfassung)
und Samy Deluxe (Deutsche Fassung) Mehr Infos zum Film unter http://www.not-your-negro.de/

Kinosaison aus dem Royal Opera House 2016/17

Ab So. 25.06. um 11 Uhr im Rex

Plakatmotiv "Kinosaison aus dem Royal Opera House 2016/17"
GB / 2017

Royal Opera House und Picturehouse Entertainment präsentieren
ROH Kinosaison 2016/17


ROH Kino bringt Weltklasse-Opern und -Ballette in die Kinos, in High-Definition direkt von der Bühne des Royal Opera Houses in Covent Garden in London, in mehr als 1.500 Kinos rund um die Welt, einschließlich den USA, Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, Österreich, Japan und Australien.
Die ROH Kinosaison 2016/17 umfasst 12 Übertragungen – sechs Opern und sechs Ballette – einschließlich des 2016 mit dem Olivier Award ausgezeichneten “Woolf Works”, mit der das zehnjährige Jubiläum von Wayne McGregor als Hauschoreograf des Royal Ballet gewürdigt wird. Dieses von der Kritik gefeierte Ballett wurde von den schriftstellerischen Werken Virginia Woolfs inspiriert.

Eintritt: 17 € / 15 € erm.

THE ROYAL BALLET
The Dream/Symphonic Variations/Marguerite and Armand
So. 25. Juni um 11 Uhr

Das Royal Ballet bringt seine Feierlichkeiten zur 70-jährigen Zugehörigkeit zum Royal Opera House mit einem gemischten Programm aus Werken seines Gründungschoreographen Frederick Ashton zum Abschluss.

Dieses hinreißende gemischte Programm demonstriert die große kreative Vision Frederick Ashtons, des Gründungschoreographen des Royal Ballet. The Dream ist Ashtons Adaption von Shakespeares zügelloser Komödie, in der ein Waldgeist mit einem Liebestrank gerüstet ist und Chaos anrichtet. Symphonic Variations war im Jahr 1946 Ashtons erstes Werk nach dem Zweiten Weltkrieg und eines der ersten, die das Ensemble auf der riesigen Hauptbühne des Royal Opera House aufführte. Mit sechs Tänzern, die zu Francks grüblerischen Variations symphoniques eine Folge von Quartetten, Duetten, Sextetten und Soli aufführen, feiert dieses bahnbrechende Meisterwerk die reine Schönheit der Bewegung. Marguerite and Armand ist Ashtons wunderbare und emotionale Nacherzählung einer bekannten Geschichte, die uns durch Verdis Oper La traviata vertraut ist. Ashton ist berühmt für die Gestaltung dieses ergreifenden Balletts für Margot Fonteyn und Rudolf Nurejew im Jahr 1963.

ES WERDEN ZWEI PAUSEN VORHANDEN SEIN

THE ROYAL OPERA
Otello (Neuinszenierung)
So. 16. Juli um 11 Uhr


In Verdis leidenschaftlicher Nacherzählung von Shakespeares großer Tragödie über Eifersucht, Betrug und Mord, dirigiert von Antonio Pappano, gibt Jonas Kaufmann sein Rollendebüt als Otello.

Der weltberühmte Tenor Jonas Kaufmann gibt in Verdis leidenschaftlicher Nacherzählung von Shakespeares großer Tragödie über Eifersucht, Betrug und Mord sein Rollendebüt als Otello. In einer Neuinszenierung des mit dem Olivier Award ausgezeichneten Regisseurs Keith Warner wird Sopranistin Maria Agresta seine Desdemona und Bariton Ludovic Tézier sein Erzfeind Jago sein.

Als bedeutendes Werk des Opernrepertoires bedient sich Verdis Otello mit vorzüglichen Duetten, gefühlsstarken Solonummern und mitreißenden Chören der vollen Kräfte des Orchestra of the Royal Opera House, des Royal Opera Chorus und dieser herausragenden Frontsängerriege. Zu den besonderen Höhepunkten gehören das stürmische Liebesduett von Otello und Desdemona und Desdemonas ergreifendes „Weidenlied“. Antonio Pappano, Musikdirektor der Royal Opera, dirigiert dieses italienische Meisterwerk.

UNGEFÄHRE VORFÜHRDAUER 2 STUNDEN 45 MINUTEN MIT EINER PAUSE, DAZU EINE 15-MINÜTIGE EINFÜHRUNG.
ITALIENISCHER GESANG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN

Mehr Infos zum Film unter http://www.roh.org.uk/news/royal-opera-house-live-cinema-season-201617

Französische Filmtage 2017 Bonn

Ab 28.06. in der Neuen Filmbühne

Regie: diverse
Plakatmotiv "Französische Filmtage 2017 Bonn"
Frei ab 12 Jahren
OmU
Frankreich / 2016
Liebe Freunde des frankophonen Films,

auch in diesem Jahr wird es in der Neuen Filmbühne  Französische Filmtage nach dem seit über 10 Jahren bewährtem Muster geben. Wie in den letzten Jahren sind wir stolz Ihnen 12 neue französische Filme präsentieren zu können.

Fast alle Filme kommen direkt von den Festivals in Cannes und München nach Bonn. Wie jedes Jahr versuchen wir das gesamte Spektrum des Französischen Films abzudecken. Eröffnen werden wir mit der Komödie „Zum verwechseln ähnlich  –  Il a déjà tes yeux“. Das ist der neue Film von und mit dem „Triff die Elisabeths!“-Macher Lucien Jean-Baptist. In seiner neuen Komödie lässt Jean-Baptist ein schwarzes Paar ein weißes Baby adoptieren und damit die Vorurteile so aufeinander krachen wie Philippe de Chauveron in  seinem Publikumsliebling  „Monsieur Claude und seine Töchter“.
In "Das unerwartete Glück der Familie Payan – Le petit Locataire" von Nadège Loiseau mit Karin Viard aus „Verstehn sie die Belliers“ wirbelt  eine späte Schwangerschaft eine ganze Familie gehörig durcheinander. "Paris Pieds Nus - Lost In Paris" von und mit Dominique Abel und Fiona Gordon schlägt dagegen schon leisere Töne an. Die Filme der Tänzer Dominique Abel und Fiona Gordon sind durch ihren tänzerischen Bezug zu den Slapstick Anfängen der Kinounterhaltung etwas ganz besonderes. In ihrem aktuellen Film ist neben Pierre Richard die kürzlich verstorbene Emmanuelle Riva, die mit Alain Resnais "Hiroshima mon amour" und Michael Hanekes "Amour" unsterblich geworden ist, in einer ihrer letzten Rollen zu sehen. Mit "Der Wein und der Wind – Ce qui nous lie" von Cédric Klapisch und "Das ist unser Land! - Chez nous"  von Lucas Belvaux zeigen wir zwei Familiendramen, wobei der gegen den Rechtspopulismus gerichtete "Chez nous" an Aktualität kaum zu übertreffen ist.
Der Dokumentarfilm "Robert Doisneau - Das Auge von Paris" porträtiert den berühmten Fotografen und seine Sujets Paris und seine Bewohner.
Mit "Der Tod von Ludwig XIV – Le mort de Louis XIV" von Albert Serra und "Une vie – A woman’s life" von Stéphane Brizé (Der Wert des Menschen) finden sich dieses Jahr auch wieder zwei Filme im Programm, die aktuelle Fragen in historischen Kostümen behandeln, wobei "Une vie" den berühmten Roman von Guy de Maupassants (Ein Leben)verfilmt.
Nicht ganz so weit zurück in der Zeit geht „Un Sac de billes - Ein Beutel voller Murmeln“ von Christian Duguay mit Patrick Bruel (Der Vorname), Elsa Zylberstein (Der Tango der Rashevskis) und Christian Clavier (Monsieur Claude) nach dem gleichnamigen auf eigenen Erfahrungen basierenden Roman von Joseph Joffo, über die Flucht zweier jüdischer Brüder aus dem von den Deutschen besetzen in den unbesetzten Teil Frankreichs.
Der einzige Film des Festivals, der schon in den Kinos zu sehen war, ist „Ma vie de Courgette - Mein Leben als Zucchini“  von Claude Barras. Dieser Oscar nominierte Stopmotion-Trickfilm für Erwachsene mit der Musik von Sophie Hunger, der auf den Festivals der Welt mit Preisen überschüttet wurde, ist so genial, dass wir ihn unbedingt auch in unseren Kinos zeigen wollen.
Unser Abschlussfilm ist "Rodin" Jacques Doillons Spielfilm über den berühmten Bildhauer mit Vincent Lindon  (Der Wert des Menschen,  Mademoiselle Chambon) in der Titelrolle.
"Rodin" wird seine Weltpremiere in Cannes haben und gilt schon jetzt als großer Favorit für den Hauptdarstellerpreis.

Natürlich freuen wir uns auch darauf bei den beiden Empfängen jeweils nach dem Eröffnungsfilm und dem Abschlussfilm mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Ein spannendes Festival wünschen

Dieter Hertel und Jürgen Lütz

PS: Um Ihnen das Anschauen vieler Filme zu erleichtern, gibt es – wie in den letzten Jahren – einen Festival-Pass, mit dem Sie alle 12 Festival-Filme für insgesamt 40,– € anschauen können. Mehr Infos zum Film unter http://www.filmtage-bonn.de