Seefeuer

Ab 28.07. im Rex

Regie: Gianfranco Rosi
Plakatmotiv "Seefeuer"
Frei ab 12 Jahren
OmU
I F / 2016
Gewinner des Goldenen Bären 2016

Samuele ist 12. Nach der Schule trifft er seine Freunde oder streift mit einer selbstgebauten Steinschleuder durch die Gegend. Er will Fischer werden, so wie sein Vater. Samuele lebt auf der Mittelmeerinsel Lampedusa, auf der das Leben schon immer von dem geprägt war, was das Meer bringt. Seit Jahren sind das nun vor allem Menschen – Tausende Flüchtlinge, die in der verzweifelten Hoffnung auf ein besseres Leben eine lebensgefährliche Reise wagen.

Ein Jahr lang beobachtete Regisseur Gianfranco Rosi Leben und Alltag auf Lampedusa, der „Insel der Hoffnung“, die zur Anlaufstelle unzähliger Flüchtlinge wurde. Der bewegende Dokumentarfilm überzeugte auf der diesjährigen Berlinale
Publikum wie Kritiker und gewann den Goldenen Bären als Bester Film.

Der italienische Originaltitel „Fuocoammare“ kann sowohl als „brennendes Meer“ als auch „Leuchtturm“ übersetzt werden. Der deutsche Kinotitel ist dieser Doppelbedeutung geschuldet: „Seefeuer“ bezeichnet zum einen das Lichtsignal auf Leuchttürmen, zum anderen eine historische Brandwaffe, die vor allem gegen Schiffe zum Einsatz kam und nicht mit Wasser gelöscht werden konnte. Mehr Infos zum Film unter http://www.seefeuer.weltkino.de/

Julieta

Ab 04.08. in der Neuen Filmbühne

Regie: Pedro Almodóvar
Plakatmotiv "Julieta"
Frei ab 6 Jahren
E / 2016
Mit seinem 20. Film kehrt Kultregisseur Pedro Almodóvar zurück zu seinen größten Erfolgen, zu Melodramen wie VOLVER oder SPRICH MIT IHR, und zurück zu seinem Kino der Frauen, die kein anderer so zu inszenieren weiß, wie der spanische Meister...

Julieta lebt in Madrid mit ihrer Tochter Antía. Beide trauern im Stillen über den schmerzlichen Verlust von Xoan, ihrem Vater und Ehemann. Aber manchmal steht der Schmerz zwischen den Menschen, statt sie zu vereinen. An ihrem 18. Geburtstag verlässt Antía ihre Mutter ohne ein Wort der Erklärung. Julieta versucht alles, um sie zu finden. Ohne Erfolg. Stattdessen muss sie erkennen, wie wenig sie über ihre Tochter weiß. Mit der Suche nach Antworten beginnt Julietas emotionale Reise in die letzten 30 Jahre ihres Lebens - in glückliche, aufregende Tage voller Liebe und in eine Zeit voller Schmerz.

Mehr Infos zum Film unter http://www.tobis.de/film/julieta

Maggies Plan

Ab 04.08. in der Neuen Filmbühne

Regie: Rebecca Miller
Plakatmotiv "Maggies Plan"
OmU
USA / 2015
Maggie (Greta Gerwig) hat einen Plan: Sie wünscht sich ein Kind - einen Vater sieht der Lebensentwurf der mittdreißiger New Yorkerin dabei jedoch nicht vor. Ein geeigneter Samenspender ist schnell gefunden, doch kurz bevor Maggie ihren Plan in die Tat umsetzen kann, steht John (Ethan Hawke) vor der Tür, enttäuscht von seiner eingefahrenen Ehe mit der dominanten Georgette (Julianne Moore), bereit mit Maggie einen Neuanfang zu wagen.

Wo die meisten Romantikkomödien enden, geht es bei MAGGIES PLAN erst richtig los: Drei Jahre später ist Maggie zwar glückliche Mutter, aber John arbeitet lieber an seinem Roman als an seiner Ehe mit ihr. Maggies Lösung: Es muss ein neuer Plan her! John soll zurück zu seiner Ex-Frau. Doch bald muss Maggie erkennen, dass sie ihre Rechnung ohne Georgette und Ehemann John gemacht hat.
Mehr Infos zum Film unter http://maggiesplan.mfa-film.de/

Wunder der Lebenskraft - Eine Reise zur Heilung der Seele

Ab Sa 06.08. um 14:30 Uhr in der Neuen Filmbühne

Regie: Stephan Petrowitsch
Plakatmotiv "Wunder der Lebenskraft - Eine Reise zur Heilung der Seele"
Frei ab 6 Jahren
D / 2015
Sa 06.08. um 14:30 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs Stephan Petrowitsch in der Neuen Filmbühne.

Schulmediziner erwähnen sie nicht, denn sie können kaum damit arbeiten. Die Wissenschaft spricht nicht darüber, denn sie kann noch nicht gemessen werden.

In diesen Fällen ist die Rede von der Lebenskraft, derjenigen Kraft, die jedes Leben auf unserem Planeten möglich macht. Einer Kraft, die alles entscheidet, und doch kaum erforscht ist.

Bis jetzt. Denn "Wunder der Lebenskraft" hat es sich zur Aufgabe gemacht, aufzuklären. Dieser Film beleuchtet mit emotionalen und beeindruckenden Bildern sowohl das Wunder der Kraft selbst als auch wundersame Effekte, die derjenige erleben kann, der einen deutlichen Anstieg dieser Kraft erlebt. Bis hin zu Spontanheilungen gehen die Szenen, die der Regisseur und Filmemacher Stephan Petrowitsch bei den Dreharbeiten eingefangen hat.

Im April hatte der Film im Rahmen des Cosmic Cine – Filmfestivals Weltpremiere in 5 deutschen Städten, am Tag danach in Zürich. Alle Vorstellungen waren ausverkauft oder nahezu ausverkauft. Schließlich gewann "Wunder der Lebenskraft" auch den "Cosmic Angel Audience Award", den 1. Preis in der Publikumswertung. Ein Erfolg, den sich der Regisseur nach den Zuschauerrückmeldungen erhofft, aber nicht erwartet hat.

"Wunder der Lebenskraft" hat eine Spieldauer von 90 Min. 48 Sek. und ist ab 6 Jahren freigegeben. Mehr Infos zum Film unter http://www.wunder-der-lebenskraft.de/

Willkommen im Hotel Mama

Ab 11.08. in der Neuen Filmbühne

Regie: Eric Lavaine
Plakatmotiv "Willkommen im Hotel Mama"
F / 2016
Die temperamentvolle Jacqueline (Josiane Balasko) genießt ihr komfortables Leben als Witwe in einer beschaulichen Stadt in der Provence. Als ihre 40-jährige Tochter Stéphanie (Alexandra Lamy) von heute auf morgen Job und Wohnung verliert, nimmt Jacqueline sie natürlich wieder bei sich auf. Allerdings wirbelt das liebe Töchterlein ihren sonst so ruhigen Alltag nicht nur gehörig durcheinander, sondern macht es ihr auch reichlich schwer, sich weiterhin unbemerkt mit ihrem Liebhaber zu treffen. Seit vielen Jahren führt die dreifache Mutter eine glückliche Liebesbeziehung mit ihrem Nachbarn Jean, die sie bisher vor ihren Kindern geheim hielt. Nun ist reichlich Einfallsreichtum gefragt, um den neugierigen Fragen ihrer Tochter aus dem Weg zu gehen, denn Jacquelines nächtliche Eskapaden sorgen schon bald für wilde Spekulationen und so manche komische Verwechslung. Als Jacqueline beschließt, Jean ihren Kindern bei einem äußerst turbulenten Abendessen endlich vorzustellen, ist das Familienchaos perfekt.

WILLKOMMEN IM HOTEL MAMA ist eine wunderbar amüsante Geschichte über den Klassiker aller Generationenkonflikte, den zwischen Mutter und Tochter. Während die sympathischen, mit viel Liebe gezeichneten Figuren von einer komischen Situation in die nächste stolpern, liefert sich das Schauspielerinnen-Duo Lamy-Balasko vor Witz sprühende Wortgefechte, bei denen kein Auge trocken bleibt. WILLKOMMEN IM HOTEL MAMA – die perfekte Sommerkomödie mit Lachgarantie.
Mehr Infos zum Film unter http://www.willkommenimhotelmama.de/

Des Königs Zauberflöte

Ab So. 14.08. um 11 Uhr im Rex

Regie: Enoch zu Guttenberg
Plakatmotiv "Des Königs Zauberflöte"
D / 2016
So. 14.08. um 11 Uhr
Eintritt: 17 € / 15 € erm.

Eine außergewöhnliche Verfilmung von Mozarts Meisterwerk „Die Zauberflöte“ in der Inszenierung von Enoch zu Guttenberg.

Der alte Papageno erinnert sich – unversehens taucht er ein in vergangene Zeiten und gerät dabei mitten hinein in eine erlauchte Runde, die sich eingefunden hat, um Mozarts „Zauberflöte“ aufzuführen.
Die aristokratischen Akteure: Ludwig II. persönlich (Sarastro), Kaiser Franz Joseph (Tamino), seine Mutter Sophie (Königin der Nacht), die Kaiserin Elisabeth (Pamina) und andere Vertreter der damaligen
politischen Elite. Jeder von ihnen übernimmt eine der bekannten Rollen, kritisch beobachtet vom (echten) Papageno, der die dilettantischen Bemühungen der Protagonisten mit wachsendem Unmut verfolgt. Es ist ein listenreiches Spiel im Spiel, das sich dem Publikum bietet. Erstmalig im Rahmen der Herrenchiemsee Festspiele unter der Leitung von Enoch zu Guttenberg aufgeführt, knüpft diese Version von Mozarts „Die Zauberflöte“ an übliche Gepflogenheiten des 19. Jahrhunderts an. In den Adelsfamilien gehörte es zu den bildungsbürgerlichen Ritualen, Klassiker der deutschsprachigen Bühne in aufwendigen Amateur-Aufführungen in Szene zu setzen. Auch Ludwig II. von Bayern stand in dieser Tradition aristokratischer Theaterleidenschaft – die Szenerie, die sich dem Zuschauer bietet, ist indes frei erfunden. Die Rolle des „echten“ Papageno hat der Schauspieler Gerd Anthoff übernommen.
Mittendrin und doch distanziert vom Geschehen berichtet er dem Publikum von der „wahren“ Geschichte der Zauberflöte, kommentiert, korrigiert und stiftet dabei wunderliche Koalitionen mit seinem Sänger-Double.
Mehr Infos zum Film unter http://www.des-koenigs-zauberfloete.de/

Captain Fantastic - Einmal Wildnis und zurück

Ab 18.08. im Rex

Regie: Matt Ross
Plakatmotiv "Captain Fantastic - Einmal Wildnis und zurück"
OmU
USA / 2016
Der hochgebildete Ben (Viggo Mortensen) lebt aus Überzeugung mit seinen sechs Kindern in der Ein-samkeit der Berge im Nordwesten Amerikas. Er unterrichtet sie selbst und bringt ihnen nicht nur ein überdurchschnittliches Wissen bei, sondern auch wie man jagt und in der Wildnis überlebt. Als seine Frau stirbt, ist er gezwungen mitsamt der Sprösslinge seine selbst geschaffene Aussteigeridylle zu verlassen und der realen Welt entgegenzutreten. In ihrem alten, klapprigen Bus macht sich die Familie auf den Weg quer durch die USA zur Beerdigung, die bei den Großeltern stattfinden soll. Ihre Reise ist voller komischer wie berührender Momente, die Bens Freiheitsideale und seine Vorstellungen von Erziehung nachhaltig infrage stellen… Mehr Infos zum Film unter https://www.youtube.com/watch?v=3CfzNAg76nI

Alles was kommt

Ab 18.08. im Rex

Regie: Mia Hansen-Løve
Plakatmotiv "Alles was kommt"
F D / 2016
Nathalie ist Philosophielehrerin, ihr Mann unterrichtet an der Universität. In ihrem intellektuell-bürgerlichen Haushalt sind die erwachsenen Kinder ebenso gern zu Gast wie ihre Studenten und ihre besitzergreifende Mutter. Um die Zukunft hat sich Nathalie in ihrem ausgefüllten Alltag bisher kaum Gedanken gemacht. Als sie
eines Tages überraschend von ihrem Ehemann verlassen und mit der plötzlichen Freiheit konfrontiert wird, muss Nathalie sich selbst und ihr Leben neu erfinden.

ALLES WAS KOMMT ist ein starkes Frauenporträt und zugleich eine warmherzige Reflektion über Umbrüche, Älterwerden und Sinnsuche. Bei der Berlinale 2016 wurde Mia Hansen-Løve mit dem Silbernen Bären für die Beste Regie geehrt. Mehr Infos zum Film unter http://www.alleswaskommt.weltkino.de/

Die Saisoneröffnung mit Sir Simon Rattle live aus der Berliner Philharmonie

Ab Fr, 26. Aug. um 18:30 Uhr im Rex

Plakatmotiv "Die Saisoneröffnung mit Sir Simon Rattle live aus der Berliner Philharmonie"
D / 2016
KONZERT ZUR SAISONERÖFFNUNG
Fr, 26. August 2016, 18:30 Uhr im Rex-Kino.
Berliner Philharmoniker
Dirigent: Sir Simon Rattle
Eintritt: 18 € / 16 €

Pierre Boulez Éclat
(ca. 8 Min.)

Gustav Mahler Symphonie Nr. 7
(ca. 85 Min.)

Gesamtdaue: ca.130min (inkl. 30 min Vorprogramm, keine Pause)
Erleben Sie mit den Berliner Philharmonikern und ihrem Chefdirigenten Sir Simon Rattle die feierliche Saisoneröffnung 2016/17 mit Gustav Mahlers fulminanter SiebterSymphonie.


DIE SAISONERÖFFNUNG MIT SIR SIMON RATTLE
Kein anderer Komponist stand seit Amtsantritt von Sir Simon Rattle so oft auf dem Programm der Saisoneröffnungskonzerte wie Gustav Mahler. Dessen Werke sind für Rattle nicht nur seit Anbeginn seiner Karriere eine Herzensangelegenheit, sie ebneten ihm auch den Weg zu den
Berliner Philharmonikern. Mit der Sechsten Symphonie gab er 1987 sein Debüt bei dem Orchester, mit der grandiosen Interpretation der Siebten trug er 1999 maßgeblich dazu bei, dass die Musiker ihn zum Nachfolger von Claudio Abbado wählten. Zuletzt führten die
Berliner Philharmoniker und ihr Chef die Siebte 2011 im Rahmen ihres Mahler-Zyklus auf. Rattle zeige –s o die Kritik im Kulturradio des rbb –schonungslos einen Mahler, der hohnlachend das gesamte 19. Jahrhundert kaputt haut – und bereits die Katastrophen des  20. Jahrhunderts vorwegnimmt.
Der Komponist selbst schrieb, diese Symphonie sei sein »bestes Werk und vorwiegendheiteren Charakters«. Allerdings wirkt diese Heiterkeit doppeldeutig und trügerisch. Denn Mahler gestaltet die festlich - pathetische Fröhlichkeit des ersten Satzes und insbesondere die Jubelklänge des  Finales so überzogen und monumental, dass sie wie eine Parodie anmutend und den Eindruck erwecken: Hier wird das hohle Pathos der großen Symphonie ad absurdum geführt. Zwischen diesen wuchtigen Ecksätzen stehen zwei »Nachtmusiken« und ein »schattenhaftes« Scherzo. Diese drei Binnensätze, die voller Anspielungen und Zitate sind, bilden eine musiklische Welt für sich, in denen Mahler nächtliche Natur - und Traumszenen beschwört. Auch hier trügt die Idylle. Zwar schlägt der Komponist einen romantischen,
liedhaften Ton an, lässt einen Walzer erklingen und ein serenadenhaftes Ständchen anstimmen, doch er durchsetzt alles mit grotesken, verstörenden Klangfarben. Eine Besonderheit der Symphonie ist das Instrumentarium, in dem neben Kuhglocken auch eine Gitarre und eine Mandoline zum Einsatz kommen.
Letztere gehören auch zur Besetzung von Éclat, einem kammermusikalisch gestalteten Werk von Pierre Boulez, das der Darbietung der mahlerschen Symphonie vorausgeht. Dieses 1965
entstandene Stück ist insofern ein eindrucksvoller Kontrapunkt zum Folgenden, weil die Musik – wie Boulez in einem Interview äußerte –
»aus dem Nichts kommt und ins Nichts geht«. Gleichzeitig erinnern Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker mit Éclat an den im Januar 2016 verstorbenen Komponisten, der ein langjähriger und geschätzter
künstlerischer Weggefährte des Orchesters war. Mehr Infos zum Film unter http://www.berliner-philharmoniker.de/kino/