Kinderfilm nach der gleichnamigen Erzählung von Astrid Lindgren.
Lotta haßt ihren kratzigen Pulli - weil sie ihn aber unbedingt anziehen soll, nimmt sie einfach eine Schere und löst das Problem auf ihre Weise: Sie zerschneidet ihn. Danach ist ihr allerdings nicht besonders wohl - und so beschließt sie, auszuziehen. Zu Tante Berg.Anlässlich des 200. Geburtsjahres von Robert Schumann
zeigt das StadtMuseum Bonn in Kooperation mit dem Schumann-Netzwerk, dem Endenicher Herbst und dem Rex, eine Reihe von Filmen über Robert und Clara Schumann und Filme in denen die Musik im Mittelpunkt steht.
So. 29. August 11:00 Uhr "Pianomania" von Lilian Frank und Robert Cibis
So. 19.9. 11:00 Uhr "32 Variationen über Glenn Gould"
Filme über Frédérik Chopin:
So. 24.10. 15:00 Uhr Impromptu - Verliebt in Chopin
So. 31.10. 11:00 Uhr La Note Bleue
Im Rahmen des Endenicher Herbstes gibt es dann ein großes Festival mit allen Schumann Filmen von Fr. 5.11. - Mo. 8.11.2010.
Im Jahr 1910 begegneten sich der Komponist Gustav Mahler und der Psychoanalytiker Sigmund Freud einen Nachmittag lang. Mahler hatte Freud um den Termin gebeten, weil seine junge Frau Alma ihn betrogen hatte. Was genau die beiden an diesem Tag geredet haben, ist nicht belegt. Percy und Felix Adlon haben das Ereignis zum Anlass genommen, einen postmodernen Kostümfilm zu drehen, der es schafft, das Wissen um die Konstruktion von Geschichte(n) mit großem Melodrama zu verbinden.
Aus seinen Erinnerungen im Gespräch mit Freud entsteht nach und nach und für Mahler selbst völlig überraschend die Geschichte einer Ehe, in der seine Frau ihr Leben völlig den Bedürfnissen des älteren, genialen Mannes untergeordnet hat. Alma, die vor ihrer Hochzeit eine Königin der Wiener Sezession war, gibt nach ihrer Hochzeit die Musik völlig auf und widmet sich nur noch ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter. Wie alle in Mahlers Umgebung passt sie sich in den rigorosen Tagesablauf des Meisters ein. Dabei leidet gerade das Band, dass die beiden eigentlich am meisten verbindet: das gemeinsame Interesse an der Musik.
Mehr Infos zum Film unterPressestimmen:
"Ein sensationeller Film." Programmkino.de
Nach "Toto der Held" und "Der 8. Tag" endlich ein neuer Film von Jaco van Dormael. Im Jahr 2092 sind alle Menschen unsterblich. Einzige Ausnahme ein 118 Jahre alter Mann. Für den interessiert sich ein mächtiger Medienkonzern. Aber Mr. Nobody hat wider aller Erwartungen keine Angst vorm Sterben sondern fragt sich angesichts seines baldigen Todes, ob er sein Leben richtig gelebt und die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Das irritiert die Unsterblichen sehr, denn wenn man unsterblich ist, kann man ja alles noch mal anders machen.
Ein philosophisches Meisterwerk. Ein Opus Magnus des Kinos!
„Mr. Nobody“ berauscht, ja: überflutet mit der Bildgewalt seiner Welt und seiner Erzählraffinesse. Diese Welt erinnert mal an „12 Monkeys“, zitiert „2001“, verirrt sich scheinbar unwiderruflich in Parallelleben wie in Alejandro Amenábar „Abre los ojos“. Doch van Dormaels neuestes Meisterwerk begeistert nicht nur durch die Dichte der Idee und Bilder, durch einen eindrucksvollen Cast oder den ebenso leichten, wie treffenden Pop-Soundtrack. Nicht nur wegen seiner grandiosen Ausstattungsdetails wie den immer wechselnde Familien-Fotos und den technischen Spielereien wie der tatsächlich „fliegenden“ Kamera. „Mr. Nobody“ erzählt eine ganz große, bis zum letzten Moment mehr und mehr mitreißende Liebesgeschichte. Dass das mögliche Happy-End dabei weit zurück in der Vergangenheit liegt, führt uns wieder zum bitteren Problem der Zeit, die nur in die Zukunft fließt und nicht wie der Name AnnA in zwei Richtungen funktioniert. Und zum verzweifelten, melancholischen Versuch, das Glück in der Erinnerung wieder zu finden. Dem Glück, die Zeit zurück zu drehen. „Mr. Nobody“ ist dies gelungen. Wie van Dormael das Entstehen von Gänsehaut im Detail zeigt, praktiziert er das Erwecken der Gefühle auch im großen Ganzen. Mehr Infos zum Film unterEiner der Klassiker von Astrid Lindgren kongenial verfilmt von Johanna Hald.
Film des Jahres!
Wie kein anderer hat Mihaileanu in seinen Filmen einen tragikomischen Umgang mit der Vergangenheit erreicht. Ob das die Geschichte einer jüdischen Dorfgemeinschaft ist, die in einem Zug versucht dem Holocaust zu entkommen, oder ein junger Äthiopier, der als afrikanischer Jude von den Israelis aus einem Flüchtlingslager gerettet wird und dann in Israel mit der Verleugnung seiner christlichen Kultur Probleme bekommt.
In seinem neuen Film steht auch wieder jemand im Mittelpunkt, dem die Geschichte übel mitgespielt hat. Dirigent Andrei Filipov führte das weltberühmte russische Bolschoi Orchester von Triumpf zu Triumpf, bis er sich für vom KGB verfolgte Mitmusiker einsetzte. Seitdem darf der Stardirigent das Konzerthaus nur noch putzen. Als er 20 Jahre später eines Tages das Büro des Direktors säubert kommt ein Fax an, das das Orchester zu einem Gastspiel nach Paris einlädt. Andrei Filipov ergreift die Gelegenheit und das Dokument, stellt ein Orchester aus entlassenen Musikern auf und meldet sich in Paris an.
Die Rekrutierung des Orchesters und die Fahrt nach Paris sind perfekte Komödie. Auch in Paris hält der wunderbar leichte und überdrehte Ton des Films an, aber es kommt, wie in einem guten Konzert eine neue Stimme dazu. Das Orchester soll in Paris Tschaikowskys Konzert für Violine und Orchester in D-Dur aufführen. Als Solistin hat sich Andrei Filipov die französische Violinen Virtuosin Anne-Marie Jacquet (Melanie Laurent) gewünscht, der gegenüber das gesamte Orchester noch eine alte Bringschuld hat, von der die junge Virtuosin keine Ahnung hat.
Bis hier hin wäre das Konzert ein sehr, sehr guter Film. Aber zum Film des Jahres braucht es noch etwas mehr. Und das hat mit Tschaikowskys Violinen Konzert zu tun, das hier mit der Geschichte die Mihaileanu um es herum erzählt eine gänzlich neue emotionale Dimension gewinnt.
Genial. Nach dem Film möchte man sich bei Mihaileanu und Tschaikowskys bedanken.
Mehr Infos zum Film unterDaniel ist es gewöhnt, daß andere ihm wenig zutrauen und ihn verstohlen verschämt anschauen. Er hat ein klitzekleines Chromosom zu viel - Daniel ist mit dem Down Syndrom zur Welt gekommen. Jetzt, mit 34 Jahren, hat er ein Studium mit Auszeichnung abgeschlossen. Das hätte wirklich niemand für möglich gehalten!
Voller Energie, Lust und Freude beginnt er seinen neuen Job und trifft doch wieder auf alte Vorbehalte bei Freunden, Kollegen und selbst bei seiner Familie. Als sich zwischen seiner Kollegin Laura und ihm eine intensive Freundschaft entwickelt, sind alle völlig verunsichert. Die Ablehnung, auf die ihre Freundschaft stößt, führt diese beiden rebellischen Seelen noch enger zusammen: sie verlieben sich – unerwartet und überraschend für sie selbst und unvorstellbar für alle Anderen.
Vorurteile, Ressentiments und eingefahrenen Verhaltensweisen werden kräftig durchgeschüttelt.
Der Film,der bereits auf vielen Festivals gefeiert wurde, gewann in San Sebastian die silberne Muschel für die beste Schauspielerin (Lola Dueñas, bekannt aus den Filmen von Pedro Almodóvar) und den besten Schauspieler (Pablo Pineda) sowie zweimal den Spanischen Filmpreis Goya 2010 für die beste Hauptdarstellerin und die beste Musik. Darüber hinaus lief er im Wettbewerb von Sundance.
Die preisgekrönte Bonner Redaktion von Ohrenkuss dem Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, hat den Film ME TOO besprochen.Mit „Mademoiselle Chambon“ seinem bittersüßen Beziehungsdrama aus der französischen Provinz, gelingt Regisseur Stéphane Brizé (Man muss mich nicht lieben) ein weiteres Meisterwerk des leisen Erzählens und der Zwischentöne. Konsequent zelebriert der 44jährige Franzose subtil den Reiz des Schweigens, die Symbolik von Gesten und Blicken und inszeniert so Leidenschaft ohne sentimentales Pathos. Vor allem die hervorragende Besetzung mit dem inzwischen getrennten Schauspielerpaar Sandrine Kiberlain und Vincent Lindon verleiht seiner auf den ersten Blick unspektakulären Liebesgeschichte den Charme einer empfindsamen Romanze.
Dieser Film ist etwas ganz besonderes!
Eine wunderschöne Liebesgeschichte.
Tipp de Monats!
BRITFILMS #4
von Do. 9.9. bis Mi. 22.9. heißt es wieder "Film ab!" für unser englisch sprachiges Schulvorstellungsfestival Britfilms.
Vorbestellungen: 0228 42 07 47
Für Sprachanfänger läuft THE RACE (R: André F. Nebe), ein sensibel erzähltes Familiendrama aus Irland. Die elfjährige Mary hat es nicht leicht. In der Schule wird sie gemobbt und zuhause streiten sich die Eltern. Als ein Seifenkistenrennen im Ort organisiert wird, hat sie endlich die Möglichkeit, es allen zu zeigen.
Für alle Alters- und Sprachniveaus geeignet ist der Trickfilm WALLACE & GROMIT AND THE WERE-RABBIT (R: Steve Box, Nick Park), in dem das unschlagbare Knetmännchen-Duo Jagd auf ein riesiges Monsterkaninchen macht.
RABBIT PROOF FENCE (R: Philip Noyce, empfohlen ab 12 Jahren) erzählt die wahre Geschichte von Molly (14), Gracie (10) und Daisy (8), die 1931 aus einem staatlichen Umerziehungsheim für Mischlingskinder flüchten und sich auf den Weg zu ihrer Mutter machen - immer entlang des Zauns, der quer durch Australien als Schutz gegen die Kaninchenplage errichtet wurde.
An die Mittel- und Oberstufe wendet sich der Science-Fiction-Film MOON (R: Duncan Jones), der aktuelle Fragen der Gentechnik und Energiepolitik thematisiert. Durch Zufall kommt der Mondarbeiter Sam hinter die perfiden Machenschaften seiner Auftraggeber.
Im fast dokumentarisch wirkenden Drama IT’S A FREE WORLD von Ken Loach nimmt der Filmemacher die Mechanismen der globalisierten Arbeitswelt unter die Lupe.
Mit BRIGHT STAR (R: Jane Campion) über die Liebe zwischen der 17-jährigen Fanny Brawne und dem Dichter John Keats schlägt BRITFILMS den Bogen zur Literatur und ermöglicht eine Begegnung mit den Texten eines der bedeutendsten unter den englischen romantischen Dichtern.
Alle Filme werden im Original mit Untertiteln gezeigt. Zu allen Filmen gibt es englischsprachige Study Guides von BRITFILMS. Informationen zu allen Filmen und Spielorten des Festivals gibt es ab August 2010 auf www.britfilms.de.